Was tun nach der Matura? Aus der Befragung von Schülerinnen und Schülern geht hervor, dass sich rund 80 Prozent von ihnen bei dieser Entscheidung schwer tun. Fast 15 Prozent sind sich so unsicher, dass sie vorsichtshalber ein sogenanntes „Gap Year“ einschieben, also ein Orientierungsjahr. Das soll Zeit für die Studienwahl freischaufeln. Um diesen Entscheidungsprozess zu begleiten, hat die FH Kärnten das Programm „StudyXplore“ als Orientierungsstudienjahr eingeführt: Zwei Semester, in denen sich Studienanfänger über ihre Talente und Interessen klar werden können.

„Aus Studien wissen wir, dass rund 40 Prozent der Maturantinnen und Maturanten eine starke Unsicherheit verspüren, was ihre Stärken und Interessen betrifft. Darum haben wir unser Programm so gestaltet, dass es ihnen vor Augen führt, welche Kompetenzen für welche Studienrichtung benötigt werden“, sagt Carola Müller. Sie ist die Koordinatorin für „StudyXplore“ an der FH und beschreibt das Programm als strukturierte Auseinandersetzung mit der Entscheidung für den weiteren Bildungsweg.

Zwei Semester haben die Studieneinsteiger dafür Zeit: Sie erhalten Einblick in die unterschiedlichen Studienbereiche der FH – von Technik über Wirtschaft bis hin zu Gesundheit und Soziales. Dabei sitzen sie mit regulären Erstsemestrigen in den Lehrveranstaltungen und können dabei schon Prüfungen ablegen. Zusätzlich bietet die FH im Orientierungsjahr auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter oder Schilehrer-Anwärter an: „Das sind wertvolle Zusatzqualifikationen, die Studierenden später dabei helfen können, ihr Studium zu finanzieren“, sagt Müller.

Exkursionen in Unternehmen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil von „StudyXplore“, um Einblicke in verschiedenste Berufsbilder zu gewähren. „Allen ist klar, was Architekten oder Hebammen tun, aber unter vielen anderen Berufen können sich die Maturierenden nicht viel vorstellen“, sagt Müller. Das Orientierungsjahr soll daher vor allem auch die Berufswahl unterstützen und erleichtern.

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