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Corona Österreich und WeltEU-Gipfel einig: Vorschläge in zwei Wochen

6.816 Infizierte in Österreich +++ G-20 investieren fünf Billionen Dollar in Weltwirtschaft +++ SPÖ will Krisenüberbrückungsfonds für Arbeitnehmer +++ USA löst Italien als Hotspot ab +++ Eurogruppe soll Lösungen für Streit über "Corona-Bonds" und Euro-Rettungsschirm liefern +++ USA mit meisten bestätigten Infizierten weltweit +++ Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog!

 
  • 6.816 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden - Stand Donnerstag, 20 Uhr. Bisher durchgeführte Testungen: 35.995.
  • Die Fälle aufgeteilt nach Bundesländern (Stand 15 Uhr): Burgenland (115), Kärnten (183), Niederösterreich (873), Oberösterreich (1.054), Salzburg (591), Steiermark (699), Tirol (1.623), Vorarlberg (435), Wien (825).
  • SPÖ will Krisenüberbrückungsfonds für Arbeitnehmer.
  • Wirtschaft rutscht heuer wegen Corona-Pandemie in Rezession.
  • USA: Mehr Infizierte als in Italien.
  • Österreich: 49 Tote, sechs Infizierte auf Intensivstationen. In der Steiermark gibt es 11 Todesfälle, in Kärnten 2.
  • Weltweit wurden bisher 501.556 Fälle in 182 Ländern bekannt gegeben, davon 82.400 in den USA, die nun die meisten Infektionen haben. Mehr als 117.749 Menschen haben sich wieder erholt.

Die wichtigsten aktuellen Meldungen weltweit im Ticker

23.50 Uhr: Aussetzung von Slot-Regeln für Fluglinien

Das EU-Parlament hat grünes Licht für die Aussetzung der Slot-Regeln für Fluglinien gegeben. Mit 686 Stimmen dafür, keiner Gegenstimme und zwei Enthaltungen segneten die Abgeordneten am Donnerstag im Schnellverfahren die von der EU-Kommission vorgeschlagene Sonderregelung ab.

Sie soll verhindern, dass Fluggesellschaften wegen der Corona-Krise ohne Passagiere fliegen, um ihre Start- und Landerechte - sogenannte Slots - nicht zu verlieren.

23.20 Uhr: USA mit meisten bestätigten Infizierten weltweit 

Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In den USA gab es bis Donnerstagnachmittag (Ortszeit) 82.400 bekannte Infektionen, in China rund 81.800 und in Italien etwa 80.600, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorging.

Weltweit gibt es nun mehr als eine halbe Million bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2.

22.30 Uhr: Fälle an Bord eines US-Flugzeugträgers

An Bord eines US-Flugzeugträgers sind acht Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgeworden. Die Soldaten der "USS Theodore Roosevelt" seien umgehend in eine Einrichtung der Streitkräfte auf der Pazifikinsel Guam ausgeflogen worden, sagte der amtierende Marineminister Thomas Modly am Donnerstag in Washington.

Der Flugzeugträger mit rund 5.000 Besatzungsmitgliedern sei nun auch auf dem Weg nach Guam. Nun werde die gesamte Mannschaft auf das Virus Sars-CoV-2 getestet

22.10 Uhr: EU-Gipfel einig: Vorschläge in zwei Wochen

Die Europäischen Staats- und Regierungschef haben einen Einigung bei dem Sondergipfel zur Corona-Krise erzielt. Dies verlautete am Donnerstagabend aus Ratskreisen. In zwei Wochen sollen die Länder der Eurozone Vorschläge zur Geldpolitik angesichts den Auswirkungen der Verbreitung des neuartigen Virus vorlegen.

Der Beschluss der Gipfelerklärung hatte sich verzögert, da Uneinigkeit über die Einführung von sogenannten "Corona-Bonds" und dem Einsatz des Euro-Rettungsschirms ESM bestand. Eine Entscheidung dazu wurde damit vertagt.

21.55 Uhr: Mehr als 43.000 Infizierte und 260 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bisher mehr als 43.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.800 nachgewiesenen Fällen und 82 Toten sowie Bayern mit mehr als 8.800 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 8.400 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 87,7 die meisten Infektionen.

Mehr als 260 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

21.50 Uhr: Malta schickt Pensionisten und Kranke in Quarantäne

Malta schickt wegen der Covid-19-Pandemie ältere Menschen über 65, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen in häusliche Quarantäne. Die Anordnung gelte ab Samstagfrüh, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mit.

Rund 118.000 Menschen seien von der Maßnahme betroffen, mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Malta hatte schon vor zwei Wochen Schulen und Universitäten geschlossen und später auch alle Restaurants und Bars. Auch alle Geschäfte, die nicht lebenswichtige Waren anbieten, sollen ab Montag nicht mehr öffnen.

Bisher wurden nach offiziellen Angaben 134 Coronavirus-Fälle registriert. Tote gab es nicht.

21.40 Uhr: Papst spendet Sondersegen "Urbi et orbi"

Papst Franziskus will am Freitagabend eine ganz besondere Antwort auf die Corona-Pandemie geben: Vor dem Petersdom wird er laut Kathpress eine Andacht halten und von den Stufen der vatikanischen Basilika herab den Sondersegen "Urbi et orbi" spenden.

Die Zeremonie auf dem leeren Petersplatz wird in Österreich von ORF III ab 18.00 Uhr live übertragen. Der Segen "Urbi et orbi", "der Stadt und dem Erdkreis", wird heutzutage sonst nur zu Ostern und Weihnachten gespendet, außerdem unmittelbar nach einer Papstwahl.

21.35 Uhr: Spanische Regierung kaufte mangelhafte Testkits

Das von der Coronavirus-Pandemie besonders betroffene Spanien hat mangelhafte Testkits gekauft. Man habe die 9.000 Stück inzwischen zurückgegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Die Vorwürfe der konservativen Opposition, die linke Regierung habe beim Kauf fahrlässig gehandelt, wies das Ministerium zurück. Das Material sei für den gesamten europäischen Raum zugelassen gewesen, hieß es.

Die Diagnosekits hatten nach Angaben von Ärzten und von Experten der konservativ regierten Region Madrid eine Genauigkeit von nur 30 Prozent. Als akzeptabel gelten 80 Prozent. Tests mit dem mangelhaften Material hätten deshalb leicht zu falschen Ergebnissen führen können. Die Verteilung der Kits hatte das Ministerium zuvor bereits aufgenommen.

21.15 Uhr: NBA-Superstar Steph Curry als Coronavirus-Aufklärer

Sogar Ex-Präsident Barack Obama hat das Interview von Basketball-Superstar Stephen Curry mit dem obersten Coronavirus-Experten in den USA verfolgt. Der 32-jährige Kapitän des NBA-Vizemeisters Golden State Warriors stellte dem Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, am Donnerstag auf Instagram in einem Livestream viele Fragen zu der Pandemie.

Hier lesen Sie mehr dazu.

21.10 Uhr: Thomas Müller spendiert Schweinebraten und Schnitzel

Fußball-Profi Thomas Müller spendiert den Helfern in der Corona-Krise in seinem Heimatort Pähl am Ammersee ein Mittagessen. Wegen der großen Nachfrage kann die Aktion des Stürmers des FC Bayern München am Freitag allerdings auf Anordnung der Behörden nur als Lieferservice stattfinden. Das zunächst angedachte Abholen der Speisen wurde wegen der erwartet großen Nachfrage untersagt.

Am Freitag könnten nun zwischen 10.00 und 18.00 Uhr in der "Alten Post" Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und in der "Neuen Post" alternativ Schnitzel mit Kartoffelsalat oder Käsespätzle bestellt werden, heißt es auf Müllers Homepage. Dies solle ein kleines Dankeschön an die Menschen sein, "die derzeit in den verschiedensten Bereichen den Erhalt der Grundversorgung bewerkstelligen".

20.50 Uhr: Papst spendet 30 Beatmungsgeräte an Kliniken

Der Papst spendet 30 Beatmungsgeräte an besonders von der Corona-Krise betroffene Kliniken. Wie der Vatikan am Donnerstagabend mitteilte, wird die Aktion vom Apostolischen Almosenamt koordiniert. Die Geräte sind laut Kathpress in den vergangenen Tagen erworben worden. Die für die Spende geeigneten Krankenhäuser würden nun unverzüglich ermittelt, um die lebensrettenden Apparate rasch ausliefern zu können.

Vor allem in Norditalien waren zuletzt viele Patienten am Coronavirus gestorben - auch weil auf den Intensivstationen nicht genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung standen, um die Erkrankten angemessen zu behandeln.

20.30 Uhr: Bereits über 140 Personen in Tirol wieder genesen

In Tirol haben mit Stand Donnerstagabend bereits 143 Personen die Corona-Erkrankung überstanden und wurden wieder für gesund erklärt. Dies teilte das Land in einer Aussendung mit. Die Anzahl der insgesamt positiv Getesteten stieg indes auf 1.664, das waren um 134 mehr als am Donnerstagvormittag.

Insgesamt wurden in Tirol bis dato 12.874 Tests durchgeführt. Für 10.708 lag ein Ergebnis vor, 2.166 waren noch in Auswertung. Österreichweit wurden bisher 35.995 Test durchgeführt - damit verzeichnete Tirol rund ein Drittel aller Testergebnisse, obwohl nur rund 8,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung in Tirol lebt.

20.15 Uhr: Tiroler Appell an Besucher der Axamer Lizum

Das Land Tirol hat am Donnerstagabend alle Personen, die sich vom 13. März bis zur Schließung des Skigebiets Axamer Lizum am 16. März im Skigebiet oder im Raum Axams aufgehalten haben und Symptome aufweisen, dazu aufgerufen sich bei 1450 zu melden. Mindestens zwei Personen von drei ausländischen Touristengruppen waren in ihrer Heimat positiv auf das Coronavirus getestet worden.

20.10 Uhr: Bilanz der Todesopfer in Italien höher als gemeldet

Die Bilanz der Coronavirus-Todesopfer in Italien ist am Donnerstag höher als vom Zivilschutz angegeben. Die veröffentlichte Bilanz von 662 Todesopfern berücksichtigte nicht die 50 Toten, die in der norditalienischen Region Piemont gemeldet wurden. Damit stieg die Zahl der Toten am Donnerstag auf 712, am Vortag waren es noch 683 gewesen.

Die Zahl der Toten seit Beginn der Epidemie am 20. Februar kletterte somit auf 8.215 statt auf 8.165, wie der Zivilschutz am Donnerstag gemeldet hatte. Der Zivilschutz erklärte, die Region Piemont habe zu spät die aktuellen Zahlen übermittelt. Diese sollen in dem Bericht vom Freitag eingebaut werden sollen.

20.00 Uhr: EU-Kommissarin hofft auf baldige Umsiedlung von Flüchtlingskindern

Die Umsiedlung Minderjähriger aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln könnte nach Angaben der EU-Innenkommissarin Ylva Johansson trotz der Coronavirus-Krise bald beginnen. "Ich hoffe jetzt, dass die ersten Kinder nächste Woche in Aufnahmeländer gebracht werden können", sagte die Schwedin.

Deutschland und Luxemburg seien mit ihren Vorbereitungen am weitesten. "Wir werden nicht alle 1.600 Plätze auf einen Schlag füllen können, aber angesichts der Pandemie müssen wir uns sputen." Alle Länder, die die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen zugesagt hätten, hielten sich daran.

19.45 Uhr: Auszahlung aus Härtefallfonds bleibt bei 6000 Euro

Die Auszahlungssumme aus dem Härtefallfonds bleibt bei maximal 6000 Euro. Die Soforthilfezahlung von bis zu 1.000 Euro werde angerechnet, sagte die Pressesprecherin des Wirtschaftsministeriums am Donnerstagabend.

19.30 Uhr: 79-Jähriger starb in Vorarlberger Spital

Nach den anderen acht Bundesländern hat am Donnerstag auch Vorarlberg den ersten Covid-19-Todesfall verzeichnen müssen. Im Landeskrankenhaus Hohenems ist ein 79-jähriger Mann am Coronavirus gestorben. Er habe an schwerwiegenden Vorerkrankungen gelitten, informierte die Landespressestelle. Im westlichsten Bundesland sind bis Donnerstagabend 445 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

19.15 Uhr: Corona-Alarm in Haftanstalt Stein

Wie die Kronen Zeitung berichtet, gibt es nun auch einen Infektionsfall in der Haftanstalt Stein in Niederösterreich.  Nachdem sich schon in Innsbruck, Garsten und der Grazer Karlau Beamte infizierten, traf es nun dem Bericht zufolge einen Krankenpfleger aus dem Spital in Krems. 21 Justizwachebeamte wurden in häusliche Quarantäne geschickt.

Einige Beamte hatten demnach zuvor Kontakt mit dem Pfleger. Ob weitere Beamte oder Häftlinge betroffen sind, ist noch nicht klar.

19.10 Uhr: Dritter Fall im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen

Im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen im Bezirk Baden gibt es einen dritten Coronavirus-Fall. Der Sanitätsstab des Landes Niederösterreich hat am Donnerstag auf Anfrage einen "Standard"-Bericht bestätigt. Für die Betreuungsstelle Ost gilt bereits ein Betretungsverbot.

Ein Patient ist laut dem Sprecher des Sanitätsstabes in stationärer Behandlung. Es handelt sich dabei um einen der beiden am Dienstag bekannt gewordenen Erkrankten.

18.50 Uhr: Verkehrsministerin: "Italien schließt Grenzen nicht"

Die italienische Verkehrsministerin Paola De Micheli lobt Italien, das trotz der Coronavirus-Epidemie seine Grenzen nicht geschlossen hat. "Wir haben Mut bewiesen. Wir haben gegen die Epidemie Eingrenzungsmaßnahmen ergriffen, ohne die Prinzipien des europäischen Zusammenlebens infrage zu stellen", sagte De Micheli auf Facebook.

"Italien hat dem Warenverkehr seine Grenzen offen gehalten. Dank des Einsatzes der Mitarbeiter der Logistikbranche können wir die Warenlieferungen garantieren und Handelsbeziehungen mit dem Rest der Welt unterhalten", sagte De Micheli.

Die Verkehrsministerin hatte am Montag die von einigen EU-Ländern - darunter Österreich - wieder eingeführten Grenzkontrollen als Maßnahme gegen die Coronavirus-Epidemie kritisiert. "Einige EU-Länder nutzen die Ausrede des Gesundheitsschutzes, um besondere Waren zu stoppen und somit Barrieren aufzubauen", sagte die Ministerin.

18.35 Uhr: Nadal ruft Sportler zum Spenden auf

Tennis-Superstar Rafael Nadal hat einen eindringlichen Spendenaufruf an Spaniens Sportstars gerichtet. Der 33-jährige Mallorquiner hofft, dass es gelingt, elf Millionen Euro zu sammeln, um das Coronavirus zu bekämpfen. Nach Italien ist Spanien mit inzwischen mehr als 56.000 Infektionen und über 4.000 Todesfällen das von der Pandemie am schwersten betroffene Land Europas.

Nadal sagte, dass er bereits mit NBA-Star Pau Gasol darüber gesprochen habe, was man tun könne, um zu helfen. Daraus entstand die Idee zu einer Initiative, um das Rote Kreuz bei der Beschaffung von Schutzausrüstung sowie hilfsbedürftige Familien, die direkt vom Virus betroffen sind, in Spanien zu unterstützen.

"Ich denke, wir sind die Athleten, die wir sind, größtenteils aufgrund eurer Unterstützung. Und jetzt ist es an der Zeit, dass diese Athleten euch nicht im Stich lassen", betonte Nadal in einer Videobotschaft. 

18.10 Uhr: Deutscher Datenschutzbeauftragter: App sinnvoll

Der deutsche Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, sieht in einer Anti-Corona-App eine Möglichkeit zur Eindämmung der Virus-Pandemie.

"Wenn die Nutzer einer App ihre freiwillige Einwilligung zur Datenverarbeitung geben, könnte eine technische Lösung zur Identifikation von Infektionsketten sicher ein sinnvoller Beitrag zur Krisenbewältigung sein", sagte Kelber.

Über die Auswertung von Handy-Daten zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird derzeit kontrovers diskutiert. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, mahnte: "Wir dürfen unsere Grundwerte auch in Krisenzeiten nicht über Bord werfen." Deswegen müsse die Debatte über die Nutzung von Handydaten "behutsam geführt werden", erklärte Kuhle.

17.59 Uhr: Fast 500 Spitalsmitarbeiter in Salzburg in Quarantäne

In Salzburg bleibt die Zahl der Krankenhausmitarbeiter, die sich nach Kontakt mit positiv auf Covid-19 getesteten Personen in Quarantäne befinden, auf relativ hohem Niveau. Laut Zahlen von Donnerstagfrüh standen 477 Ärzte, Pfleger und andere Spitalsmitarbeiter in häuslicher Isolation. Damit betreffen rund 24 Prozent aller zuletzt 2.028 registrierten Quarantänefälle im Bundesland Klinikpersonal.

Die Landeskliniken meldeten zuletzt allerdings leicht sinkende Zahlen. So befanden sich mit Stand Mittwoch 247 Personen in Isolation, am Vortag waren es noch 278 Personen gewesen. Im Kardinal Schwarzenberg Krankenhaus in Schwarzach - wo am Donnerstag bekannt wurde, dass zwei weitere Mitarbeiter und eine Patientin positiv auf Covid-19 getestet worden sind - befanden sich 138 Personen in häuslicher Quarantäne. An den beiden Standorten des Tauerklinikum waren 92 Mitarbeiter von der Vorsichtsmaßnahme betroffen.

17.52 Uhr: Lufthansa parkt immer mehr Jets an Flughäfen

Wegen der Corona-Krise muss die AUA-Konzernmutter Lufthansa immer mehr Jets vorübergehend abstellen. Allein an den Drehkreuzen Frankfurt (54) und München (77) waren am Donnerstag mehr als 130 Maschinen geparkt, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte. Auf der seit Montag eigens gesperrten Landebahn Nordwest in Frankfurt ist aber noch Platz: Von den etwa 40 Stellplätzen dort war noch nicht die Hälfte belegt.

Wegen der geringen Nachfrage fährt der Luftverkehrskonzern das Angebot seiner Fluggesellschaften immer weiter herunter. Im Moment werden einige Jets auch noch für die Touristen-Rückholaktion der deutschen Bundesregierung benötigt, so dass in den kommenden Tagen die Zahl der abgestellten Flugzeuge noch steigen wird. Lufthansa hat angekündigt, von den rund 760 Flugzeugen ihrer Konzernflotte etwa 700 abzustellen und erst bei steigendem Bedarf wieder zu aktivieren. Dazu werden auch andere Flughäfen beispielsweise in Zürich, Wien, Hannover, Stuttgart, Köln und Berlin genutzt.

17.50 Uhr: Keine Studiums-Nachteile bei Heeres-Sondereinsatz

Nicht nur Zivildiener, sondern auch Milizsoldaten und Grundwehrdiener im Corona-Sondereinsatz müssen nicht fürchten, dass ihnen dadurch Nachteile beim Studium entstehen. Das stellte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung klar. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) zeigte sich zufrieden mit der Regelung des Bildungsministeriums.

Für die Soldaten gelten die gleichen Regelungen wie für die außerordentlichen Zivildiener - vor allem im Hinblick auf Anerkennungsmöglichkeiten, Studienbeihilfe und Aufnahmeprüfungen. Ein Krisen-Einsatz kann für manche Fächer wie z.B. Medizin oder Pflegewissenschaften als Wahlfach oder Praktikum angerechnet werden. Was die Studienbeihilfe betrifft könnte das laufende Semester ruhend gestellt werden. Faßmann strebt - wie er im ORF-Morgenjournal sagte - außerdem eine Hinaufsetzung des Höchstalters für den Bezug der Familienbeihilfe an. Für alle Studenten werde es individuelle Beratung und spezielle Begleitungsformen geben, um den Wieder- bzw. Neueinstieg möglichst reibungslos zu gestalten, betonte Faßmann in der Aussendung.

17.44 Uhr: Deutlich weniger Asylanträge

Die Zahl der Asylanträge ist seit dem Ausbruch der Corona-Epidemie in Europa deutlich zurückgegangen. Das betonte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Donnerstag. Er trat "Falschmeldungen diverser Oppositionspolitiker" entgegen. Es gebe definitiv nicht mehr Asylwerber in Österreich. Im Februar gab es 1.104 Asylanträge, im Schnitt rund 38 pro Tag. Nunmehr sind es zehn, hieß es im Innenministerium.

17.26 Uhr: Ermittlungen nach "Corona-Challenge"

Die oberösterreichische Polizei hat einen 26-Jährigen ausgeforscht, der mit einem noch unbekannten Zweiten eine gefährliche "Corona-Challenge" gestartet hat: Der 26-Jährige filmte den anderen unter anderem dabei, wie dieser in einem Linzer Supermarkt in einen Apfel biss und ihn wieder in das Regal zurücklegte. Das Video wurde dann über Social Media verbreitet. Zudem riss der 26-Jährige eine Packung WC-Papier auf und wickelte eine Rolle am Boden des Geschäfts ab. Auch das filmte er und verbreitete das Video - Titel der beiden Filmchen: "Corona-Challenge".

Mehrere Leute, die die Einträge gesehen hatten, informierten daraufhin die Polizei. Schließlich meldete sich auch der 26-Jährige aus dem Bezirk Freistadt auf der Facebook-Seite der Landespolizeidirektion. Er bestritt, den Apfelesser zu kennen, die Polizei nimmt ihm das allerdings nicht ab. Der 26-Jährige wird angezeigt, der zweite Mann muss erst ausgeforscht werden.

17.22 Uhr: 75 Prozent weniger Verbrechen in Italien registriert

Die Coronavirus-Epidemie in Italien zwingt auch Kriminelle zur Ausgangssperre, was auf entscheidende Weise zur Senkung der Verbrechensrate beiträgt. Im Zeitraum zwischen dem 1. und dem 22. März wurde bei den Delikten ein Rückgang um 75 Prozent gemeldet, teilte das italienische Innenministerium am Donnerstag mit.

Waren in den ersten drei Wochen des Jahres 2019 noch 146.762 Verbrechen gemeldet worden, so sank diese Zahl im Vergleichszeitraum 2020 auf 52.596. Bei der Zahl der gemeldeten sexuellen Verbrechen kam es zu einem Rückgang von 69 Prozent, bei jenem der Diebstähle von 67 Prozent. Bei Wohnungseinbrüchen gab es ein Minus von 72 Prozent. Die Zahl der Überfälle halbierte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 (Minus 54 Prozent). Wegen Ausbeutung durch Prostitution gab es 77 Prozent weniger Anzeigen. Bei Misshandlungen in der Familie kam es zu einem Rückgang der Anzeigen von 43 Prozent. Auch bei mit Drogenhandel verbundenen Delikten kam es zu einem klaren Rückgang. 46 Prozent Anzeigen wegen Drogenhandel wurden in den ersten drei März-Wochen erhoben.

17.05 Uhr: Italien will doch Maturaprüfungen durchbringen

Die Schulabschlussprüfungen in Italien sollen trotz Coronavirus-Krise nach derzeitigem Stand weiterhin stattfinden. Sollten die Schulen im Land wegen der Epidemie weiterhin geschlossen bleiben müssen, wäre das Schuljahr trotzdem gültig, sagte die italienische Bildungsministerin Lucia Azzolina in einer Rede vor dem Parlament am Donnerstag.

17.00 Uhr: Flughafen Salzburg fährt Betrieb auf Stand-by runter

Der Flughafen Salzburg schraubt im Sog der Coronavirus-Pandemie seinen Betrieb gegen Null. Ab kommendem Montag fährt der zweitgrößte Airport Österreichs nur mehr im Ein-Schicht-Betrieb, das heißt mit einer täglichen Betriebszeit von sechs Stunden. Am ersten April-Wochenende wird dann wahrscheinlich überhaupt auf Stand-by umgestellt, teilte der Flughafen am Donnerstagnachmittag mit.

16.49 Uhr: EU schlägt Geberkonferenz für Impfstoff vor

Die Europäische Union will weltweit Geld für die Entwicklung und Herstellung eines Covid-19-Impfstoffs einsammeln. Europa sei bereit, im Internet eine internationale Geberkonferenz für die nötige Finanzierung zu organisieren, erklärten EU-Ratschef Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag nach einer Videokonferenz der G20-Staaten.

Sie begrüßten, dass die G20 die Weltgesundheitsorganisation WHO um eine globale Initiative zur Reaktion auf Pandemien gebeten habe. In diesem Zusammenhang würde die EU die Geberkonferenz ausrichten.

Michel und von der Leyen dankten den G20-Partnern für ihre Solidarität mit den am stärksten betroffenen EU-Ländern. Sie erklärten ihrerseits die Bereitschaft der EU, armen Ländern speziell in Afrika bei der Bekämpfung von Covid-19 zu helfen. Die beiden EU-Vertreter betonten, Handelsströme und Lieferketten müssten aufrechterhalten werden. Nur so könnten die wirtschaftlichen Folgen begrenzt und die Herstellung wichtiger medizinischer Ausrüstung aufrechterhalten werden. Die EU rief die G20-Staaten auf, sich bei der Rückkehr im Ausland gestrandeter Bürger gegenseitig zu helfen.

16.47 Uhr: Tschechien schickt Italien und Spanien Schutzanzüge

Tschechien stellt Italien und Spanien jeweils 10.000 Schutzanzüge für medizinisches Personal bereit. "Wir können uns das erlauben - und diese Länder brauchen sie dringend", sagte Innenminister Jan Hamacek am Donnerstag in Prag. Den Vorschlag, aus Solidarität ein Team aus Armee-Ärzten in das schwer vom Coronavirus betroffene Italien zu entsenden, schmetterte Verteidigungsminister Lubomir Metnar ab.

Der Ex-Polizist sagte: "Sie können nicht nach Italien fahren. Sie werden zu Hause gebraucht." In Tschechien gab es bis Donnerstag 1.775 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Sechs Menschen starben. Um die Wirtschaft zu stützen, senkte die tschechische Nationalbank abermals ihren Leitzins, diesmal um 0,75 Prozentpunkte auf ein Prozent. Die Minderheitsregierung aus der populistischen ANO von Ministerpräsident Andrej Babis und Sozialdemokraten beschloss zudem Finanzhilfen für Selbstständige und Freiberufler.

16.26 Uhr: G-20 investieren fünf Billionen Dollar in Weltwirtschaft

Die G-20-Staaten investieren in der Coronavirus-Krise zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft. "Im Zuge unserer gezielten finanzpolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Bürgschaften investieren wir mehr als fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen", erklärten die G-20-Staaten am Donnerstag nach einer Videokonferenz.

Sie sagten zu, mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenzuarbeiten, um ein "robustes" Finanzpaket auf den Weg zu bringen.

16.25 Uhr: Brasiliens Fußball-Profis verweigern Gehaltskürzungen

Brasiliens Profifußballer haben Einschränkungen beim Gehalt wegen der Covid-19-Pandemie zurückgewiesen und damit einen Vorschlag der Vereine abgelehnt. Die Spielergewerkschaft FENAPAF schickte dem Repräsentanten der Clubs, Fluminese-Präsident Mario Bittencourt, am Mittwochabend (Ortszeit) ein entsprechendes Schreiben.

Die Clubs hatten während der Spielbetrieb stillsteht 25 Prozent weniger Gehalt vorgeschlagen. Die Spieler stimmten jedoch vorgezogenem Kollektivurlaub im April zu, allerdings bei vollem Urlaubsentgelt und dem vorgeschriebenen Drittel eines Monatsgehalts bis zum 4. Mai. Falls die Clubs die Zahlungen nicht bewerkstelligen können, soll der Brasilianische Fußballverband CBF als Bürge für diese einstehen. Viele brasilianische Erstligaclubs sind hoch verschuldet und zahlen Gehälter bereits im regulären Spielbetrieb verspätet.

16.23 Uhr: Frankreichs Polizei will mehr Schutzmasken erzwingen

Die französische Polizei beklagt in der Corona-Krise einen Mangel an Atemschutzmasken. Die Polizeigewerkschaften des Landes drohten am Donnerstag damit, die Kontrollen der Ausgangssperre auf ein Minimum herunterzufahren, wenn das Innenministerium keine neuen Masken bereitstelle.

Die Kritik der Gewerkschaften entzündet sich an einer Entscheidung des Ministeriums, rund 1,4 Millionen Masken der Schutzstufe FFP2 von der Polizei an das Gesundheitspersonal weiterzugeben. Die Polizei verfügt daneben zwar noch über einfache Masken. Die Gewerkschaften kritisieren aber, dass diese nicht ausreichen und keinen ausreichenden Schutz beim Kontakt mit Erkrankten bieten.

16.05 Uhr: Brennertunnelbau wird temporär eingestellt

Die Corona-Krise trifft auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hart, es geht viel Geschäft verloren. "Wir müssen derzeit konzernweit von 10 Millionen Euro pro Tag weniger Umsatz ausgehen", sagt ÖBB-Chef Andreas Matthä im "Kurier" (Online) Donnerstagnachmittag. Zeitliche Folgen hat die Corona-Pandemie auch für die Brennerbasistunnel-Großbaustelle.

"Die einzige Baustelle, die wir tatsächlich einstellen werden müssen, ist der Brennerbasistunnel, weil es auf italienischer Seite hier behördliche Anordnungen und auf Tiroler Seite verschärfte Restriktionen gibt. Dort werden wir sicher zeitlich in Verzug kommen, denn so eine große Baustelle wieder hochzufahren, das wird dauern", sagt der ÖBB-Chef.

Rund 25 bis 30 Prozent der Bundesbahnmitarbeiter werden in Kurzarbeit gehen müssen, verteilt über das ganze Unternehmen. Beim ÖBB Postbus gebe es rund 30 Prozent weniger bestellte Verkehre, in den Quarantänegebiete seien es 60 bis 70 Prozent. "Aber selbst dort fahren noch einzelne Busse, denn sonst würden Krankenpfleger, Polizisten oder andere kritische Berufsgruppen nicht in die Arbeit und wieder nachhause kommen", schildert der Bahnchef in dem Interview.

15.48 Uhr: 49 Tote in Österreich, 96 auf der Intensivstation

Die Zahl der Toten ist im Laufe des heutigen Tages um sieben auf 49 Corona-Tote gestiegen (Stand 15 Uhr). 547 Infizierte befinden sich im Krankenhaus, 96 auf der Intensivstation. Die Steigerungsrate betrug seit Mittwoch (15.00 Uhr) 15,07 Prozent.

15.39 Uhr: SPÖ will Krisenüberbrückungsfonds für Arbeitnehmer

Die SPÖ tritt für einen Krisenüberbrückungsfonds für Arbeitnehmer ein. Er soll eine Milliarde Euro betragen und Belastungen während der Coronakrise abfedern, teilte der stellvertretende Klubchef Jörg Leichtfried mit: "Was für Unternehmer gilt, wollen wir jetzt auch für die Arbeitnehmer". Mehr dazu lesen Sie hier.

15.32 Uhr: Neue Zahlen veröffentlicht

Mit Stand 15 Uhr wurden in Österreich laut dem Gesundheitsministerium 6.398 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Infektionsfälle in den einzelnen Bundesländern: Tirol (1.623), Oberösterreich (1.054), Niederösterreich (873), Wien (825), Steiermark (699), Salzburg (591), Vorarlberg (435), Kärnten (183), Burgenland (89).

15.18 Uhr: Zehn Fälle im Europaparlament

Im Europaparlament hat sich die Zahl der Corona-Infizierten mit Stand Mittwochabend von zuletzt sechs auf zehn erhöht. Das sagte der Vizepräsident und ÖVP-Europaabgeordnete Othmar Karas am Donnerstagnachmittag in einer Videoschaltung vor Journalisten. Demnach seien ein Abgeordneter, ein Assistent eines Abgeordneten, drei Mitarbeiter des Europaparlaments und fünf externe Mitarbeiter infiziert.

85 Prozent aller Mitarbeiter des Europaparlaments würden derzeit Telearbeit verrichten, großteils im Home Office. Es kämen nur jene ins Parlament, die "für den täglichen legistischen Ablauf dringend notwendig sind", zum Beispiel weil sie in der Übersetzungsarbeit oder bei der technischen Abwicklung der Plenartagung tätig sind. Bis auf Weiteres würden derartige Plenartagungen monatlich abgehalten werden, derzeit sei das geplant für April, Mai und Juni.

15.15 Uhr: Trotz höherer Strafen 5.800 Italiener angezeigt

Obwohl die italienische Regierung die Strafen bei einem Verstoß gegen die Ausgangssperre verschärft hat, sind allein am Mittwoch 5.800 Italiener angezeigt worden. 92.445 Shopinhaber wurden kontrolliert, 101 von ihnen wurden angezeigt, teilte das italienische Innenministerium mit. Seit Beginn der Kontrollen am 11. März wurden bereits 2,67 Millionen Italiener kontrolliert und 115.738 wegen Verstößen gegen die Ausgangssperre belangt. 2.737 Personen wurden wegen Falschaussage gegenüber den Behörden angezeigt.

Seit Mittwoch ist eine neue Regierungsverordnung in Kraft, mit der die Strafen bei Verstößen gegen die Ausgangssperre drastisch verschärft wurden. Wer positiv auf das Coronavirus getestet ist und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage hält und die Wohnung verlässt, kann mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden. Die Geldstrafe bei Verstößen gegen die Ausgangssperre beträgt jetzt zwischen 400 Euro und 3.000 Euro. Bisher drohten bei einer Anzeige Geldstrafen von 206 Euro.

15.12 Uhr: Weitere 200 Österreicher zurückgeholt

Die Rückholaktion des Außenministeriums für die inmitten der Coronakrise im Ausland gestrandeten Österreicher ist weiterhin in vollem Gang. Heute Abend landet ein Notflug mit bis zu 200 Personen aus Sri Lanka und Indien, wie Außenamtssprecher Peter Guschelbauer auf APA-Anfrage mitteilte. Derzeit gibt es zwar nur knapp 700 Covid-19-Fälle in Indien, für die 1,3 Milliarden Einwohner des Subkontinents gilt aber eine strikte, dreiwöchige Ausgangssperre. Raus darf man nur für Einkäufe oder andere wichtige Besorgungen.

In den kommenden Tagen werden weitere Österreicher von den Philippinen, aus Vietnam, Bali, Malaysia, Argentinien, Chile, Australien und Peru zurückgeholt.

15.00 Uhr: Ausgangssperre in Wuhan verschaffte wichtige Zeit

Die Wuhan verhängte Ausgangssperre hat die Ausbreitung des Coronavirus dort offenbar deutlich eingedämmt und den Gesundheitseinrichtungen dringend benötigte Zeit verschafft. Das ergab eine in der Fachzeitschrift "The Lancet Public Health" veröffentlichte Studie. In der Hauptstadt der Provinz Hubei hatte die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen. Im Jänner wurden Schulen, Universitäten und Unternehmen geschlossen; Millionen Menschen mussten zuhause bleiben. In der Folge sank die Zahl der Neuinfektionen. In Teilen der Provinz Hubei ist inzwischen langsam wieder Normalität eingekehrt.

"Die beispiellosen Maßnahmen, die die Stadt Wuhan ergriffen hat, um die sozialen Kontakte in der Schule und am Arbeitsplatz zu verringern, haben dazu beigetragen, den Ausbruch zu kontrollieren", erklärte die Hauptautorin Kiesha Prem von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Prem zufolge ließe sich die Gesamtzahl der Infektionen um ein Viertel reduzieren, wenn die Beschränkungen bis April in Kraft blieben. Dadurch ließe sich auch ein erwarteter zweiter Anstieg der Infektionszahlen von August auf Oktober verschieben, was die Gesundheitssysteme entlasten würde.

Die Behörden müssten nun darauf achten, die Kontaktverbote nicht vorzeitig aufzuheben, da andernfalls ein früherer zweiter Anstieg der Fallzahlen drohen könnte, warnte Prem. "Wenn jedoch die Beschränkungen allmählich gelockert werden, wird dies den Anstieg wahrscheinlich verzögern und die Kurve abflachen."

14.53 Uhr: Über Hundertjähriger in Italien aus Spital entlassen

In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann sei am Mittwochabend aus dem Krankenhaus von Rimini entlassen worden, sagte die Vize-Bürgermeisterin der Stadt, Gloria Lisi, am Donnerstag. "In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben", fügte sie hinzu.

14.44 Uhr: Streikdrohung bei 1450-Hotline

Mitarbeiter der 1450-Hotline haben angegeben, unter hohem Druck und Stress zu arbeiten. Trotz personeller Aufstockung werde am Limit gearbeitet, zudem gab es Ärger über die Hygienestandards - obwohl die Hotline 24/7 besetzt ist, sei an Wochenenden außerdem nicht gereinigt worden. Vergangene Woche kam es dann zum Eklat: "Wir haben überlegt zu streiken, weil keine Desinfektionstücher oder Desinfektionsmittel für die Reinigung der Wechselarbeitsplätze zur Verfügung standen", erzählt eine Mitarbeiterin. Hier geht's zum Artikel.

14.36 Uhr: Verbesserung bei leichter Verschärfung in 45-60 Tagen

Eine Modellrechnung des Wolfgang Pauli Instituts (WPI) bestätigt "Wichtigkeit und Wirksamkeit" der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Die Wissenschafter gehen bei einer leichten Verschärfung der Maßnahmen von einer Verbesserung der Situation in rund 45 bis 60 Tagen aus. Eine noch kurzfristige Zunahme der täglichen Anzahl von Erkrankten sei "ok", so WPI-Chef Norbert Mauser. Mehr Informationen dazu und zur untenstehenden Grafik finden Sie hier.

14.25 Uhr: Italiens Handel rechnet mit Konsumrückgang von 52 Mrd.

Der italienische Handel rechnet wegen der Coronavirus-Krise mit einem dramatischen Konsumrückgang. Sollte der Produktionsstopp im schlimmsten Szenario bis Oktober dauern, würde der Konsumrückgang in Italien 52 Milliarden Euro betragen, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Schätzung des Handelsverbands Confcommercio hervor.

Auch mit dem milliardenschweren Hilfspaket, das die italienische Regierung vergangene Woche vorgestellt hat, drohe Italien ein Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von drei Prozent, teilte Confcommercio mit. Von der Rezession besonders betroffen seien die Touristikbranche und die Gastronomie, die Verluste in der Größenordnung von 16,5 Milliarden Euro verkraften müssen.

14.14 Uhr: 39 Fälle in Ordenshaus in Tiroler Bezirk Landeck

39 der 58 Bewohnerinnen des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern in Zams im Tiroler Bezirk Landeck sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Ordenshaus der Barmherzigen Schwestern - Eigentümer des Zammer Krankenhauses - sei bereits seit 15. März isoliert, die Infektion dürfte aber schon zu einem früheren Zeitpunkt erfolgt sein, teilte das Krankenhaus am Donnerstag mit. "Der Verlauf ist bei den meisten Schwestern ein milder. Es besteht derzeit bei keiner die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Betreuung", erklärte Schwester Barbara Flad, Sprecherin des Ordens der Barmherzigen Schwestern Zams. Sieben Schwestern wurden aufgrund ihrer allgemeinen Pflegebedürftigkeit auf die Isolierstation des Krankenhauses verlegt.

13.52 Uhr Quarantäne über Paznaun und Co. auch bis 13. April

Das Land Tirol hat Verordnungen, wonach die Tiroler Skiorte im Paznauntal, St. Anton, St. Christoph und Sölden, komplett isoliert wurden, verlängert. Die Orte werden bis 13. April - bis zum eventuellen Ende der De-facto-Ausgangssperre - unter Quarantäne stehen, sagte LH Günther Platter bei einer Pressekonferenz. Damit stehe die Maßnahme im "Gleichklang" mit den österreichweiten Ausgangssperren.

13.51 Uhr: Deutsch-österreichische Studentengruppe vermittelt Hilfe

Eine von Medizinstudierenden aus Deutschland und Österreich geschaffene Webplattform bringt Spitäler und Studenten zur personellen Stärkung des Gesundheitssystems zusammen. "Mehr als 200 Spitäler und medizinische Einrichtungen in beiden Ländern haben sich bei uns gemeldet und Bedarf an Unterstützung bekanntgegeben", sagte Michael Neulinger, Student an der Grazer Med-Uni und am Aufbau mitbeteiligt.

Was erst vor einigen Tagen als Facebook-Gruppe "Medizinstudierende im Kampf gegen Covid-19" begonnen hat, hat sich zu einer Plattform mit über 23.000 Studierenden verschiedener Fachrichtungen aus Österreich und Deutschland gemausert. Unter www.medis-vs-covid19.de können sich Kliniken oder medizinische Einrichtungen registrieren und ihren aktuellen Bedarf an Medizinstudierenden mitteilen, wie seitens der Med-Uni Graz am Donnerstag mitgeteilt wurde. Die Kontakte laufen über Telefonnummern und Mailadressen in Deutschland und Österreich. Medizinstudierende können sich dann bei den Einrichtungen melden. Außerdem kann man entsprechenden Facebook-Gruppen beitreten.

13.43 Uhr: Rekordzahl bei Anträgen auf US-Arbeitslosenhilfe

Die Coronavirus-Pandemie schlägt in Rekordtempo auf den US-Arbeitsmarkt durch. In der vergangenen Woche stellten 3,283 Millionen Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Der bisherige Rekord wurde 1982 mit 695.000 registriert. Die Erstanträge gelten als wichtiger "Echtzeitindikator" der wirtschaftlichen Lage, da sie nur mit einer Verzögerung von einer Woche veröffentlicht werden.

13.36 Uhr: Deutsche Unis arbeiten an Corona-Archiv
 
Forscher deutscher Universitäten arbeiten am Aufbau eines zeithistorischen Archivs zur Corona-Pandemie. Mit der Unterstützung von Freiwilligen solle eine möglichst umfassende Sammlung von Dokumenten und Eindrücken des Lebens während der Krise angelegt werden, teilten die Organisatoren der Hochschulen Hamburg, Gießen und Bochum am Donnerstag mit.

13.34 Uhr: Nationalrat kommende Woche nur mit 96 Mandataren

Der Nationalrat wird kommende Woche ein drittes mit der Coronakrise im Zusammenhang stehendes Paket beschließen. Allerdings werden nicht alle Abgeordneten anwesend sein, sondern nur gut die Hälfte, so ÖVP-Klubobmann August Wöginger. Gemäß Beschluss der Präsidialkonferenz werden nur 96 Abgeordnete bei den Sitzungen am Donnerstag und Freitag ins Hohe Haus kommen. Mehr Informationen finden Sie hier.

13.27 Uhr: Forscher: Österreich bei Toten derzeit auf Kurs Italiens

Stefan Thurner
vom Complexity Science Hub Vienna (CSH) warnt eindringlich vor verfrühtem Aufheben der Coronavirus-Maßnahmen. Wenn man die Kurve der Todesfälle in Österreich um drei Wochen nach vorne zieht, "dann liegt sie genau auf der Kurve der Toten in Italien", sagte er zur APA. Vom leichten Abflachen der Infizierten-Kurve dürfe man sich nicht zu optimistisch stimmen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

13.25 Uhr: Grabeskirche in Jerusalem geschlossen

Die weltberühmte Grabeskirche in Jerusalem ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Israel und den Palästinensergebieten geschlossen worden. Das Gotteshaus werde zunächst für eine Woche gesperrt bleiben, sagte Yussef Daher, ein Vertreter des Weltkirchenrates in Jerusalem, am Donnerstag. Die Entscheidung sei von den israelischen Behörden in Abstimmung mit den Kirchenvertretern durchgesetzt worden.

13.22 Uhr: Übergangsfrist für Foto auf E-Card verlängert

Die Frist für die Beibringung von Fotos für abgelaufene E-Cards wird um zwei Monate verlängert. Die Übergangsfrist beginnt jeweils mit der ersten Information, dass ein Foto gebracht werden muss, und läuft ab diesem Zeitpunkt fünf Monate statt wie bisher drei. Die Verordnung dazu segnete der Ministerrat am Mittwoch ab. Der Grund sind die steigenden Infektionen mit COVID-19 - und wegen der Coronakrise trafen sich die Regierungsmitglieder auch nicht, wie sonst, im Bundeskanzleramt, sondern tagten per Videokonferenz. Die Fristverlängerung ist ein Beitrag, um Personalressourcen in den Behörden - vor allem den Landespolizeidirektionen - nicht übermäßig zu binden.

Neue E-Cards werden seit 1. Jänner nur noch mit Foto ausgestellt. Versicherte, für die kein Foto in einem Register vorhanden ist und deren E-Card abgelaufen ist, müssen ein Foto beibringen. Bis zum Ablauf der Übergangsfrist können sie weiter mit der alten E-Card oder mit Ausweis und Versicherungsnummer einen Arzt aufsuchen.

13.09 Uhr: Facebook erweitert Informationsangebot

Facebook hat sein Informationsangebot in der Coronavirus-Krise mit einem "COVID-19 Informationszentrum" erweitert. Hier finden Nutzer gemäß Aussendung vom Donnerstag oberhalb des News Feeds Echtzeit-Informationen nationaler Gesundheitsbehörden sowie internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dieses Service soll demnächst weltweit verfügbar sein - mehr dazu lesen Sie hier.

13.06 Uhr: Fast alle deutschen Einzelhändler wollen Staatshilfe

Mehr als 90 Prozent der deutschen Einzelhändler wollen einer Umfrage zufolge staatliche Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise in Anspruch nehmen oder tun dies bereits. Das teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Donnerstag unter Verweis auf eine Befragung bei 600 Unternehmen mit. Nach Schätzung des Verbands sind derzeit bis zu 300.000 Standorte aufgrund der jeweiligen Regelungen in den Bundesländern von Schließungen betroffen.

"Die Lage ist dramatisch. Auch wenn der Handel in dieser Situation kreativ ist, wird es einer großen Zahl von Betrieben ohne staatliche Soforthilfen nicht gelingen, die Krise zu überstehen", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Rund zwei Drittel der Unternehmen bauten nach eigenen Angaben nun Angebot und Dienstleistungen aus, etwa den Onlinevertrieb über Plattformen oder den eigenen Webshop. Viele Unternehmen bieten demnach auch Lieferservices an oder nutzten Online-Netzwerke, um ihre Kunden zu erreichen.

12.57 Uhr: Caritas Salzburg bietet Obdachlosen 24-Stunden-Quartier

Die Caritas Salzburg öffnet ihr Haus in der Plainstraße ab sofort rund um die Uhr für Obdachlose. Betroffenen stand bisher nur ein Nachtquartier an einem anderen Standort zur Verfügung. Mit der 24-Stunden-Unterbringung müssen sich Obdachlose in der Landeshauptstadt tagsüber nicht mehr auf der Straße aufhalten, teilte Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg, in einer Aussendung mit.

Dort wären sie nicht nur dem Risiko einer Erkrankung ausgesetzt, sondern könnten auch die nun gebotene soziale Distanz nicht einhalten. Das seit Jahresbeginn leer stehende Haus in der Plainstraße bietet 37 Schlafplätze. Obdachlose können sich dort aufhalten und duschen und erhalten Verpflegung.

12.53 Uhr: Ermutigende Zeichen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht bei der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Europa "ermutigende Zeichen". "Während die Lage sehr ernst bleibt, beginnen wir, ein paar ermutigende Zeichen zu sehen", erklärte das WHO-Europa-Büro in Kopenhagen. So sei die Wachstumsrate der Infektionen im besonders stark betroffenen Italien leicht zurückgegangen.

Allerdings sei es noch zu früh für die Feststellung, dass die Pandemie in Italien ihren Höhepunkt erreicht habe, hob der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, bei der Pressekonferenz hervor. In Italien starben nach Angaben vom Mittwochabend bereits mehr als 7.500 Menschen. Bei insgesamt 74.400 Menschen in dem EU-Land wurde eine Infektion nachgewiesen. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte am Mittwoch ihren geringsten Zuwachs seit Beginn der Pandemie: Sie stieg noch um 7,5 Prozent.

Besorgniserregend ist allerdings auch die Lage in Spanien. Am Mittwoch übertraf die Zahl der Corona-Toten dort die Zahl der Todesopfer in China, wo die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte. In Großbritannien beklagte am Donnerstag ein Vertreter des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS, die Krankenhäuser in London seien mit einem "ständigen Tsunami" schwer erkrankter Corona-Patienten konfrontiert.

12.48 Uhr: Mehr als 4.000 Tote in Spanien

Spanien verzeichnet bereits 4.089 Todesfälle durch das Coronavirus. Trotz strikterer Ausgangssperren als etwa in Österreich stieg die Zahl der Infektionen bis Donnerstag auf über 56.000, mit rund 8.600 Ansteckungen mehr als noch am Vortag. 655 Tote wurden in den vergangenen 24 Stunden verzeichnet, wie die Tageszeitung "El Pais" (Online) am Donnerstag berichtete.

12.46 Uhr: Erkrankt gereist - Südafrika-Tourist droht Mordanklage

In Südafrika droht einem Touristen eine Anklage wegen versuchten Mordes, weil er trotz Covid-19-Infektion vom Krüger-Nationalpark aus weitergereist ist. "Diese Person wird wegen versuchten Mordes angeklagt werden", sagte Polizeisprecher Vishnu Naidoo am Donnerstag. Der Mann befinde sich nun in Quarantäne. Mehr Informationen finden Sie hier.

12.42 Uhr: Queen hält weiter Audienzen mit Premier Johnson

In der Corona-Krise macht die 93 Jahre alte Queen trotz Osterurlaubs keine Pause. Königin Elizabeth II. und der britische Premier Boris Johnson halten weiter ihre wöchentlichen Audienzen ab - vorsichtshalber per Telefon. Die Königliche Familie und Downing Street veröffentlichten entsprechende Bilder am Donnerstag in sozialen Medien.

Auf einem der Fotos ist die Monarchin zu sehen, auf dem anderen Johnson, wie sie am Mittwoch etwas altmodische Telefone für ihre Gespräche nutzten. An dem Tag wurde auch bekannt, dass Thronfolger Prinz Charles (71) mit dem neuen Coronavirus infiziert ist. Er soll aber nur unter milden Symptomen leiden und ist zurzeit mit Herzogin Camilla (72) auf Schloss Balmoral in Schottland.

12.29 Uhr: Medien: Papst negativ auf COVID-19 getestet

Papst Franziskus ist laut Informationen der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er sei den Kontrollen unterzogen worden, nachdem ein hoher italienischer Prälat, der in demselben Gebäude wie Papst Franziskus lebt, positiv auf das COVID-19 getestet wurde.

12.13 Uhr: Niemandem wird Strom, Gas, Wärme abgedreht

Haushaltskunden und kleinen Firmenkunden wird Strom, Gas oder Wärme bei Zahlungsverzug durch die Corona-Krise nicht abgeschaltet. Dies hat die heimische Energiewirtschaft zugesichert, wie Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Energie-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gaben.

12.04: Leichtes Abflachen der Kurve

12.00 Uhr: Defizit kratzt dank Corona-Krise an Rekordmarke

Die Corona-Krise wird zu einem massiven Anstieg von Defizit und Staatsschulden führen. Das haben die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS berechnet. Laut Wifo wird der Staat heuer zumindest 21,5 Mrd. Euro neue Schulden machen. Das entspricht 5,5 Prozent der Wirtschaftsleistung, wäre mehr als im Krisenjahr 2009 und das dritthöchste Defizit seit 1954. Eine weitere Verschlechterung ist möglich.

>> Mehr Infos dazu!

11.56 Uhr: Servicefirma ISS mit 3.000 Mitarbeitern in Kurzarbeit

Die ISS Österreich, eine Servicefirma mit Dienstleistungen rund um das Gebäude, schickt von ihren 7.000 Mitarbeitern rund 3.000 für drei Monate in Kurzarbeit. Man reagiere damit frühzeitig auf die aktuellen Ereignisse rund um die Coronavirus-Pandemie, um einer Massenkündigung entgegenzuwirken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

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11.54 Uhr: Polizeieinsatz wegen Klopapier: Deutsche setzte sich auf Kassenband

Kuriose Szenen in einem Supermarkt im oberbergischen Bergneustadt in Nordrhein-Westfalen: Weil eine Kundin nur eine Packung Toilettenpapier kaufen durfte, setzte sich die Frau (54) aus Protest auf das Kassenband. Die Polizei musste sie schließlich in Handschellen abführen.

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11.51 Uhr: Justizwachebeamtin in der Karlau infiziert

Was für Experten nur eine Frage der Zeit war, ist eingetreten: Nun gibt es auch im Strafvollzug erste offiziell bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2. Der erste infizierte Häftling wurde am Mittwoch aus der Justizanstalt (JA) Innsbruck gemeldet, der erste infizierte Justizwachebeamte aus der JA Garsten. In der JA Graz galt eine Mitarbeiterin gestern noch als Verdachtsfall - heute wurde die Infektion bestätigt.

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11.48 Uhr: Menschenrechtsexperte: "Ausnahmezustand darf nicht zur Regel werden"

Der Menschenrechtsexperte Manfred Nowak warnt im "profil"-Interview am Donnerstag, im Umgang mit der Coronavirus-Krise bei den Einschränkungen stets auf die Verhältnismäßigkeit zu achten. Die Epidemie dürfe nicht dazu genutzt werden, um auf Dauer die demokratischen Institutionen zu untergraben. "Der Ausnahmezustand darf nicht zur Regel werden", sagt Nowak.

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11.45 Uhr: Erster katholischer Bischof an COVID-19 gestorben

In Italien ist erstmals ein katholischer Bischof nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie die internationale salesianische Nachrichtenagentur ANS laut Kathpress berichtet, starb Bischof Angelo Moreschi am Mittwoch in Brescia an den Folgen der Krankheit.

11.42 Uhr: OMV muss 2020 über 4 Mrd. Euro einsparen

Angesichts der Coronavirus-Pandemie tritt der österreichische Mineralölkonzern OMV nun massiv auf die Kostenbremse. 2020 sollen über 4 Mrd. Euro eingespart werden, um "die Finanzkraft und die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens sicherzustellen" und "die Versorgungssicherheit mit Energie zu gewährleisten", wie der Konzern am Donnerstag erklärte.

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11.38 Uhr: Geistlicher in päpstlichem Gästehaus positiv getestet

Ein italienischer Geistlicher, der in demselben Gebäude wie Papst Franziskus lebt, ist Medienberichten zufolge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann, der seit Jahren im Gästehaus Santa Marta wohne, sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichteten mehrere italienische Zeitungen am Donnerstag.

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11.30: Leonore Gewessler informiert über die sichere Energieversorgung für Österreich

 

11.26 Uhr: Hofer verkürzt Öffnungszeiten ab Montag auf 18 Uhr

Der Lebensmitteldiskonter Hofer wird seine über 500 Filialen in Österreich ab kommenden Montag (30. März) nur noch bis 18 Uhr offen halten, gab das Unternehmen bekannt. Seit gestern, Montag, dürfen die Supermarktketten nur noch bis 19 Uhr offen halten. Davor war das grundsätzlich bis 21 Uhr möglich, wobei das nur wenige nutzten.

Ausnahmen seien der Gründonnerstag und Karfreitag, da bleiben die Hofer-Filialen bis 19 Uhr offen.

>> Mehr dazu finden Sie hier!

11.24 Uhr:  Wieder Warnung vor Arzneimittelfälschungen

Nach Sicherstellung von 4,4 Millionen gefälschten Medikamenten und Schutzmasken im Rahmen einer Europol-Aktion in den vergangenen Wochen verwies am Donnerstag der Generalsekretär des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig), Alexander Herzog, auf die Gefahren durch solche Produkte. Es handle sich einfach um skrupellose Geschäftemacherei.

"Die pharmazeutische Industrie forscht derzeit unter Hochdruck und mit größer Sorgfalt an sicheren Arzneimitteln und Impfstoffen. Es gibt noch kein Präparat, welches das derzeit grassierende Coronavirus heilen könnte. Auch wenn dies auf irgendwelchen Internetseiten behauptet wird, sollte man keinesfalls darauf hereinfallen und sich derartige, gefälschte Arzneimittel bestellen.

11.22 Uhr: Auch die Floristen setzen auf Onlineverkauf

Wie viele andere Branchen setzt der Blumenhandel verstärkt auf Lieferservice. Sie seien "Nahrung für die Seele", sagt der Grazer Florist Rudolf Hajek, der auch Innungsmeister ist.

>> So kommen Sie zu Ihren Blumen

11.16 Uhr: Menschenrechtsinstitut: Schlimme Lage für Obdachlose

Für Obdachlose in Deutschland hat sich die Situation durch die Corona-Pandemie nach Ansicht von Menschenrechtsexperten verschlimmert. Sie könnten sich nicht in die eigenen vier Wände zurückziehen und lebten in Notunterkünften oft mit vielen Menschen auf engstem Raum, erklärte das Deutsche Institut für Menschenrechte am Donnerstag.

"Sie haben oftmals nur unzureichenden Zugang zu Duschen oder Toiletten, ihr Zugang zum Gesundheitssystem ist - oftmals bei schlechter Gesundheit - kaum gegeben", hieß es weiter.

 

10.58 Uhr: "Wohnzimmer"-Konzert mit Billie Eilish und Elton John

Musikstars wie Billie Eilish, Mariah Carey, Tim McGraw, Alicia Keys und die Backstreet Boys wollen während der Coronavirus-Krise für einen guten Zweck in ihren eigenen vier Wänden ein Konzert geben. Der britische Superstar Elton John (73) werde die "Wohnzimmer"-Aktion unter dem Namen "iHeartRadio Living Room Concert for America" moderieren, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

Demnach werden die Künstler in ihren Wohnzimmern alleine auftreten und sich dabei selber mit dem Smartphone filmen. Der einstündige Zusammenschnitt des Events soll am Sonntag (29. März) beim US-Sender Fox und im Radio ausgestrahlt werden. Musiker und Zuschauer werden aufgerufen, für Notdienste zu Spenden, die in der Coronavirus-Krise im Einsatz sind.

10.57 Uhr: Anzeigen nach "Coronaparty" in Tirol

In der Nacht auf Donnerstag hat die Polizei in Wörgl wegen Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz eine sogenannte "Coronaparty" beendet. Gegen 0.30 Uhr wurde die Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass mehrere Personen eine Party feiern. In der Wohnung hielten sich schließlich vier 15- bis 20-Jährige auf, die außerdem noch Cannabis konsumierten.

>> Mehr zur Lage in Tirol

10.37 Uhr: ifo/IHS: Wirtschaft rutscht heuer in Rezession

Die Coronavirus-Pandemie lässt Österreichs Wirtschaft heuer deutlich schrumpfen. Die Ökonomen des Instituts für Höhere Studien (IHS) erwarten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um mindestens 2 Prozent, das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rechnet mit minus 2,5 Prozent. Aufgrund der Coronakrise seien dies vorläufige Schätzungen, es gebe ein "großes Abwärtsrisiko", hieß es am Donnerstag.

>> Mehr im Wirtschaftsticker!

10.36 Uhr: Die Earth Hour findet diesmal im Wohnzimmer statt

Am Samstagabend um 20:30 Uhr findet die von der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) ausgerufene Earth Hour weltweit bereits zum 14. Mal statt, um auch in schwierigen Zeiten ein gemeinsames Zeichen für Klimaschutz und Artenvielfalt zu setzen. „Die Coronavirus-Pandemie bestimmt derzeit unseren Alltag, aber auch der Klima-Notfall ist weiterhin akut. Unser ökologischer Fußabdruck ist weit größer als es unserer Erde gut tut, klimaschädliche Emissionen befeuern die Erderhitzung, der Verlust der Artenvielfalt ist dramatisch. Nur wenn wir unsere Umwelt in Zukunft besser schützen, sind wir als Gesellschaft langfristig krisensicher aufgestellt“, sagt Hanna Simons, Programmleiterin beim WWF Österreich. Ohne weitreichende Klimaschutzmaßnahmen werde auch der aktuelle Rückgang der CO2-Emissionen und der Luftverschmutzung aufgrund der Pandemie-Beschränkungen rasch wieder verpuffen.

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10.30 Uhr: Ministerin Elisabeth Köstinger informiert über den Status der Telekommunikations- und Postinfrastruktur in der Coronakrise

10.17 Uhr: Warnung vor Ausbruch in gößten Flüchlingscamp der Welt

Angst vor Coronavirus-Ausbruch in einem der größten Flüchtlingslager der Welt: In Cox's Bazar in Bangladesch gebe es bereits einen ersten bestätigten Fall, berichtete Care am Donnerstag in einer Aussendung. 855.000 Menschen, vor allem Rohingya, leben in dem Lager dicht gedrängt in notdürftigen Unterkünften.

 

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10.14 Uhr: Anschober: Zahl der Toten auf 42 gestiegen

Gesundheitsminister Rudi Anschober hat den jüngsten Stand in der Entwicklung des Coronavirus in Österreich präsentiert. Demnach gibt es derzeit 42 Todesfälle, 6000 Personen sind mit dem Virus infiziert. Heute wird eine Lieferung mit großen Mengen an Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln in Österreich erwartet.

>> Mehr zur Pressekonferenz

10.08 Uhr: Anzeigen in Tirol nehmen laufend zu

Die Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz steigen in Tirol "kontinuierlich" an, sagte Polizeipressesprecher Manfred Dummer am Donnerstag im APA-Gespräch. Bis Montag lagen 573 Anzeigen vor, die aktuellen Zahlen werden erst wieder am Montag veröffentlicht. Auch sogenannte "Coronapartys" werden in Tirol gefeiert, die könne man aber an einer Hand abzählen, meinte Dummer.

10.06 Uhr: Österreicher optimistisch mit Wunsch nach mehr Tests

68 Prozent der Österreicher sind optimistisch, Corona gut zu überstehen. Von den Über-60-Jährigen - also in der Risikogruppe - sind 78 Prozent guter Dinge, von den Jüngsten (16 bis 29 Jahre) nur 58 Prozent. An weiteren Maßnahmen werden mehr Tests und Schutzausrüstungen sowie höhere Strafen und mehr Kontrollen bei den Ausgangsbeschränkungen gewünscht, ergab eine Umfrage des Linzer market-Instituts.

9.45 Uhr: Drei Szenarien, wie es in Österreich weitergehen könnte

TU-Forscher Popper berechnete erste Modelle über eine schrittweise Rücknahme der Maßnahmen: Schnelle Rückkehr zum Alltag wäre falsch.

>> Hier geht es zu den Szenarien!

9.30 Uhr: Anschober gibt Pressekonferenz

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH und Herwig Kollaritsch, Facharzt für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin über die Corona-Vorsorge in Österreichs Spitälern. Anschober gab die neuesten Zahlen bekannt.

 

>> Hier geht es zu Live-Stream

9.06 Uhr: So leben die Österreicher in Corona-Zeiten

Der Frage, wie die Österreicher mit den neuen Gegebenheiten umgehen und damit zurechtkommen, widmet sich das digitale Meinungsforschungsinstitut Marketagent in seinem aktuellen Isolationsreport. Optimistisch stimmt dabei folgendes Ergebnis: Der Großteil der Befragten kann der Isolation noch etwas Positives abgewinnen.

>> Leben in Zeiten von Corona

9 Uhr: Prominenter Wirtschaftsforscher: Coronavirus stärkt den Sozialstaat

Das Coronavirus mit den daraus entstehenden Herausforderungen nimmt dem Neoliberalismus endgültig den Wind aus den Segeln, meint Stephan Schulmeister, Ökonom und Professor an der Universität Wien. Er sieht in der aktuellen Krise eine Chance für die Stärkung des Sozialstaats und die Umsetzung von Maßnahmen, die nach der Finanzkrise von 2008 verschlafen wurden.

>> Mehr aus der Welt der Wirtschaft 

8.55 Uhr: Papst spendet am Freitag Sondersegen "Urbi et orbi"

Papst Franziskus will am Freitagabend eine ganz besondere Antwort auf die Corona-Pandemie geben: Vor dem Petersdom wird er laut Kathpress eine Andacht halten und von den Stufen der vatikanischen Basilika herab den Sondersegen "Urbi et orbi" spenden.

Die ungewöhnliche Zeremonie auf dem leeren Petersplatz wird in Österreich von ORF III ab 18.00 Uhr live übertragen.

8.46 Uhr: Minister Faßmann: Keine Zivildienst-Nachteile für Studenten

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) möchte Nachteile für Studenten durch einen möglichen Sonderzivildienst vermeiden. Der Zivildienst könnte für manche Fächer, etwa Medizin oder Pflegewissenschaft, als Wahlfach oder Praktikum angerechnet werden, sagte Faßmann am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal des ORF-Radios. Das werde er mit den Unis, die in dieser Hinsicht autonom sind, besprechen.

>> Hier geht es zum Interview

8.40 Uhr: Selbsthilfe in Moria: Flüchtlinge nähen Schutzmasken

Schutzmasken sind in Zeiten des grassierenden Coronavirus in Griechenland längst ausverkauft. Im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos wird daher zur Selbsthilfe gegriffen. Mit Kreativität und Solidarität versuchen die Flüchtlinge Covid-19 zu trotzen. Afghanische Frauen haben beispielsweise begonnen, selbst Masken zu nähen.

>> Mehr dazu!

>> Wann erreicht das Virus die griechischen Flüchtlingslager?

8.34 Uhr: Aufnahmen eines menschenleeren Wiens

8.21 Uhr: China öffnet wieder die Ski-Hallen

Durch das Abflauen der Coronavirus-Ausbreitung haben auch Ski-Hallen in China begonnen, wieder aufzusperren. Das berichtete der Internationale Skiverband (FIS) unter Berufung auf das Web-Portal SnowHunter.com. Skizentren wie Guangzhou oder Kunming operieren aber mit eingeschränkter Gästezahl, heißt es. Auch die Harbin Snow World 24, das weltgrößte Indoor-Skizentrum, soll demnächst weder öffnen.

>> Mehr hier!

8.28 Uhr: Klimaökonom: Jetzige "Notlösungen" könnten Zukunft klimafreundlicher machen

Keine täglichen Fahrten zur Arbeit, weniger Flüge, sinkende Luftschadstoffwerte: Kurzzeitige Veränderungen haben zwar positive Effekte auf die Umweltsituation, dürften aber für eine Trendumkehr beim Klimawandel nicht relevant sein. Die aktuellen "Notlösungen" könnten laut dem Grazer Klimaökonomen Karl Steininger dennoch eine nachhaltige Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft vorantreiben.

>> Mehr dazu finden Sie hier!

8.22 Uhr: Blutbedarf in Österreich derzeit gut gedeckt

In Österreich finden aufgrund der Corona-Krise derzeit keine planbaren, nicht akute Operationen statt. Das wirkt sich auch auf den Blutbedarf aus. Das Rote Kreuz betonte gegenüber der APA, dass der Blutbedarf derzeit und in den nächsten Wochen gut gedeckt ist, sagte Bundesrettungskommandant Gerry Foitik. Sollte der Bedarf steigen, werde das Rote Kreuz darüber informieren.

>> Mehr dazu finden Sie hier!

8.18 Uhr: Die aktuellen Zahlen

Stand in Österreich, 26.03.2020, 08:00 Uhr
Bisher durchgeführte Testungen: 35.995 
Bestätigte Fälle: 5.888
Todesfälle: 34
Coronavirus Hotline: 0800 555 621

8.11 Uhr: Bitte Vorsicht: Jetzt gilt es Unfälle zu vermeiden

Das KFV bittet alle Österreicher, sich mit den Verletzungsrisiken bei Tätigkeiten - egal ob im Haushalt oder im Straßenverkehr - bewusst auseinanderzusetzen und Unfallrisiken gering zu halten.

>> So kann man Unfälle vermeiden

8.02 Uhr: Corona-Krise stimmt Deutsche äußerst pessimistisch

Die Corona-Krise stimmt die Deutschen laut einer Umfrage so pessimistisch wie kein anderes Ereignis seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949. Nur 24 Prozent blicken hoffnungsvoll auf die nächsten zwölf Monate, wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ergab.

>> Mehr zur Umfrage

7.54 Uhr: Hohe Temperaturen sollen Corona-Virus bremsen

SARS-CoV-2 könnte in seiner Aktivität temperaturabhängig sein. Nach entsprechenden ersten Berichten über eine höhere Infektionsrate bei winterlichen Temperaturen hat der aus Österreich stammende Software-Unternehmer Alex Bäcker (QLess/Pasadena/USA) entsprechende statistische Abschätzungen durchgeführt. Fazit: Hohe Temperaturen "bremsen" SARS-CoV-2 offenbar wirklich.

>>Mehr zu den neuen Erkenntnissen

7.50 Uhr: Rund 90 Patienten in Intensivpflege

Rund elf Prozent der Covid-19-Erkrankten in Österreich sind am Mittwoch in Spitälern betreut worden. Von den um 15.00 Uhr 5.560 bestätigten Fällen mussten 1,6 Prozent (rund 90 Personen) auf Intensivstationen behandelt werden. Weitere 9,75 Prozent (rund 540 Patienten) befanden sich auf einer Normalstation, teilte das Gesundheitsministerium am späten Nachmittag mit.

>> Mehr dazu finden Sie hier!

7.46 Uhr: Heute vier Regierungs-PKs zu Corona - Wir berichten live!

Gleich vier Pressekonferenzen von Regierungsvertretern in Sachen Coronavirus stehen heute, Donnerstag, auf dem Programm:

Um 9.30 Uhr informieren Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH und Herwig Kollaritsch, Facharzt für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin über die Corona-Vorsorge in Österreichs Spitälern.

Um 10.30 Uhr informieren Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Thomas Arnoldner, CEO A1 Telekom Austria, Andreas Bierwirth, CEO Magenta, Jan Trionow, CEO Hutchinson Drei Austria und Georg Pölzl, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Österreichischen Post AG, über den Status der Telekommunikations- und Postinfrastruktur in der Coronakrise.

Um 11.30 Uhr informieren Klimaschutz- und Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Wolfgang Urbantschitsch, Vorstandsmitglied der E-Control über die sichere Energieversorgung für Österreich.

Um 14.30 Uhr informieren Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Finanzminister Gernot Blümel und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) über Aktuelles zum Paket für Arbeitsplätze und Unternehmen.

 

7.26 Uhr: Verzicht auf Dividenden? Chef der Wiener Börse ist dagegen

Der Chef der Wiener Börse, Christoph Boschan, hält einen Verzicht auf hohe Dividendenzahlungen - wie ihn SPÖ, Attac, Arbeiterkammer und auch die Finanzmarktaufsicht angesichts der Coronakrise angeregt haben - für nicht angebracht. Der Staat verteile Krisenhilfe schließlich aus den Töpfen, die die Unternehmen vorher gefüllt hätten, führte Boschan in der "ZiB2" aus.

>> Mehr zum Interview

7.44  Uhr: Einreise in die Schweiz weiter eingeschränkt

Die Schweiz hat sich wegen der Coronavirus-Pandemie im Personenverkehr mit dem Ausland weiter abgeschottet: Seit Mitternacht ist die Einreise nur noch Schweizer Bürgern erlaubt, sowie Personen mit einer Aufenthalts- oder einer Grenzgängerbewilligung.

Bisher waren nur Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich und Spanien sowie alle Nicht-Schengen-Staaten von diesen Einreisebeschränkungen betroffen. Durch die Ausweitung der Maßnahmen auf die verbleibenden Schengen-Staaten unterliegen nun alle Flüge aus dem Ausland denselben Einreisekontrollen, hatte das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (Justizministerium, Anm.) am Mittwoch mitgeteilt.

7.20 Uhr: US-Senat billigte Billionen-Notprogramm

Der US-Senat hat im Kampf gegen die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie das größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Die Kongresskammer stimmte am Mittwochabend (Ortszeit) mit klarer Mehrheit für die Maßnahmen mit einem Umfang von rund zwei Billionen Dollar (1.847 Mrd. Euro). Das Nothilfepaket, das massive Hilfen für die Bevölkerung und die Wirtschaft vorsieht, muss noch vom Repräsentantenhaus abgesegnet und von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden.

7.13 Uhr: Russland setzt Flugbetrieb aus

Russland stellt am Freitag den zivilen Flugverkehr ein. Die russische Regierung gab am Donnerstagfrüh auf ihrer Homepage bekannt, dass alle Linien- und Charterflüge von und nach Russland ausgesetzt werden. Fluglinien des Landes dürfen nur noch ins Ausland fliegen, um russische Bürger nach Hause zu bringen oder nach einer Sondergenehmigung der Regierung.

7.09 Uhr:  Zahl der Infektionen stieg weltweit auf über 450.000

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 450.000 gestiegen. Bis Mittwochabend infizierten sich mindestens 450.876 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Basis von Behördenangaben ergab. Die Zahl der Todesfälle stieg auf mindestens 20.647. Das Coronavirus hat sich inzwischen auf 182 Länder rund um den Globus ausgebreitet. Die meisten Infektionen verzeichnet mit 81.218 offiziell gemeldeten Fällen weiterhin China, wo das Virus im vergangenen Dezember erstmals aufgetreten war. An zweiter Stelle steht Italien mit knapp 74.400 nachgewiesenen Infektionen und 7.503 Toten.

7.03 Uhr: 5.560 Covid19-Fälle in Österreich, Häftling infiziert

In Österreich ist die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Personen am Mittwoch auf 5.560 Fälle gestiegen. Die 24-Stunden-Steigerungsrate sank allerdings von 24,26 Prozent auf 14,03 Prozent. Die meisten Fälle gab es erneut in Tirol mit 1.396 und Oberösterreich mit 915. Unter den Infizierten in Österreich ist erstmals ein Häftling. In der Justizanstalt Innsbruck wurde ein Neuzugang positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

06:15 Uhr: Blutbedarf in Österreich derzeit gut gedeckt

In Österreich finden aufgrund der Corona-Krise derzeit keine planbaren, nicht akute Operationen statt. Das wirkt sich auch auf den Blutbedarf aus. Das Rote Kreuz betonte gegenüber der APA, dass der Blutbedarf derzeit und in den nächsten Wochen gut gedeckt ist, sagte Bundesrettungskommandant Gerry Foitik. Sollte der Bedarf steigen, werde das Rote Kreuz darüber informieren.

06:00 Uhr Zahl der Toten in USA auf über 1.000 gestiegen

In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1.000 überschritten. Das geht aus Daten der Johns Hopkins-Universität hervor. Demnach starben mittlerweile mehr als 1.030 Menschen an Covid-19. Mehr als 68.500 Infizierte wurden bestätigt. Nur China und Italien haben bisher mehr Infizierte registriert.

 

Der gestrige Tag im Rückblick

23:55 Kosovo-Regierung über Coronakrise gestolpert

Im Kosovo hat die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti ein Misstrauensvotum inmitten der Coronavirus-Krise nicht überstanden. Die Koalitionsregierung von Kurti ist erst seit knapp zwei Monaten im Amt. Die Koalitionsregierung von Kurtis links-nationaler Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung) und der konservativen Demokratischen Liga des Kosovos (LDK) zerstritt sich in der Frage des richtigen Umgangs mit der Corona-Pandemie.

23:51 Draghi: "Wirtschaft muss Schock schnell überwinden"

Die europäischen Regierungen müssen nach Einschätzung des früheren EZB-Präsidenten Mario Draghi rasch den Schock der Corona-Krise für die Wirtschaft überwinden - auch um den Preis hoher Schulden. Die Alternative wäre eine dauerhafte Zerstörung der Wirtschaft, schreibt Draghi in einem Gastbeitrag für die "Financial Times". Der Staat müsse Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten der Unternehmen schützen. Schulden in der Privatwirtschaft müssten übernommen und gestrichen werden, damit Arbeitsplätze und damit das Einkommen der Familien erhalten blieben. Liquidität müsse rasch über die Kreditmärkte bereitgestellt werden. "Und das muss sofort geschehen, indem Verzögerungen durch die Bürokratie vermieden werden."

23:48 Frankreich zieht Soldaten aus dem Irak ab

Frankreich holt wegen der Coronavirus-Pandemie seine im Irak stationierten Soldaten zurück. Da die internationale Anti-IS-Koalition beschlossen habe, die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte wegen der Corona-Krise zu unterbrechen, ziehe Frankreich seine knapp 200 an der Ausbildungsmission beteiligten Einsatzkräfte ab, teilte die Armee mit.

23.44 Masken statt Helme

Eine gute Nachricht dazwischen: Der Eishockeyausrüster Bauer lässt jetzt Schutzmasken fabrizieren.

23.09 Hoeneß: "Es wird neue Fußballwelt geben"

Nach Ansicht des ehemaligen Fußballmanagers Uli Hoeneß wird die Welt des Fußballs nach dem ungewissen Ende der weltweiten Coronavirus-Pandemie eine völlig andere sein. "Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen", sagte der langjährige Präsident es FC Bayern München gegenüber dem Fachmagazin "Kicker"

22.59 Börsechef gegen Dividendenverzicht

Der Wiener Börsechef Christoph Boschan hält einen Verzicht auf hohe Dividendenzahlungen - wie ihn SPÖ, Attac, Arbeiterkammer und auch die Finanzmarktaufsicht angesichts der Coronakrise angeregt haben - für nicht angebracht. Der Staat verteile Krisenhilfe schließlich aus den Töpfen, die die Unternehmen vorher gefüllt hätten, meinte er heute in der der "ZiB2".

22.54 Agrar-Minister: "Ausreichend Lebensmittel vorhanden"

Europas Lebensmittelproduktion stößt in der Viruskrise auf eine Reihe kritischer Hindernisse. Dennoch werde weiterhin genügend Essen produziert, erklärte die kroatische EU-Ratspräsidentschaft nach einer mehrstündigen Videokonferenz der europäischen Agrarminister. "Die Minister betonten, dass ausreichend Lebensmittel für europäische Verbraucher vorhanden waren und sein werden", hieß es.

22.51: Ausbreitung in Italien verlangsamt sich weiter

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Italien hat sich den vierten Tag in Folge verlangsamt. Die Zahl der Infektionen sei um 7,5 Prozent angestiegen, das sei der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehördenmit. Allerdings habe es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in Regionen mit großen Städten wie Neapel und Rom gegeben.

22.46: 450.876 Coronafälle weltweit

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 450.000 gestiegen. Bis Mittwochabend infizierten sich mindestens 450.876 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben ergab.

22.22: Kurz räumt anfängliche Unterschätzung des Virus ein

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat eine Unterschätzung des Coronavirus eingeräumt und auf Warnungen seines israelischen Amtskollegen Benjamin Netanyahu verwiesen. Diese hätten "bei uns noch einmal ausgelöst, dass wir uns noch intensiver mit der Frage beschäftigt haben, um dann sehr schnell auch die notwendigen Entscheidungen zu treffen", sagte Kurz am Mittwoch dem israelischen Fernsehen.

21.56: Tennisturnier Wimbledon vor der Absage

Der für 29. Juni bis zum 12. Juli terminierte Rasentennis-Klassiker von Wimbledon könnte gemäß der Veranstalter wegen der Corona-Pandemie verschoben oder abgesagt werden. Das teilte der All England Lawn Tennis Clubs mit. Eine Entscheidung werde nächste Woche fallen.

21.55 Macron schickt Hubschrauberträger in Überseegebiete

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat im Kampf gegen die Coronavirus-Krise eine Militäroperation zur Unterstützung der Bevölkerung angekündigt. Im Rahmen der Opération Resilience sollten unter anderem zwei Hubschrauber-Träger in die Nähe französischer Übersee-Gebiete entsandt werden, sagte Macron beim Besuch eines Armeekrankenhauses in Mülhausen (Mulhouse)im Süd-Elsass.

FRANCE-HEALTH-VIRUS
Macron beim Besuch des Militärspitals im Elsass. Foto © APA/AFP/POOL/MATHIEU CUGNOT

21.50 Rumänien will alle Bewohner von Ballungsräumen testen

In Rumänien soll die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest und anderer größerer Ballungsräume auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Victor Costache an. Mobile Teams sollten von Haus zu Haus gehen und den Bürgern Testmaterial abnehmen. Der Sender "Digi24" rechnete vor, dass für eine Untersuchung all dieser Menschen 2660 Tage oder mehr als sieben Jahre benötigt würden. 

21.48 Deutschland erwägt Quarantäne für Nicht-EU-Flugpassagiere

Wegen der Corona-Pandemie gibt es innerhalb der deutschen Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Bestrebungen für schärfere Auflagen für den Luftverkehr. Passagiere aus Drittstaaten außerhalb der EU sollten demnach bei der Ankunft an einem der internationalen Flughäfen in Deutschland umgehend in eine 14-tägige Quarantäne gehen.

21.38 Minister fordert Schließung des iranischen Parlaments

Der Gesundheitsminister des von der Coronavirus-Krise besonders hart getroffenen Iran, Saeid Namaki, hat eine vorläufige Schließung des iranischen Parlaments gefordert. "Ich bitte sie, für mindestens zwei Wochen die Sitzungen im Parlament abzusagen", wandte sich Namaki in einem Schreiben an Parlamentspräsident Ali Larijani.

21.10 Mehr als 60.000 Fälle in den USA

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist inzwischen auf mehr als 60.000 angestiegen. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) mehr als 61.000 Infektionsfälle und rund 850 Todesopfer bestätigt. Schon am frühen Abend, meldete die US-Universität, dass in den Vereinigten Staaten nun mehr Fälle als in Italien registriert seien.

20:53 Krankenwagen mit Steinen beworfen

Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Linea de la Concepcion im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei am Mittwoch.

20:51 Deutsche Fußballvereine zeigen sich solidarisch

Mit rund 20 Millionen Euro wollen die vier deutschen Champions-League-Clubs die finanziell notleidenden Fußballvereine der 1. und 2. Liga unterstützen. Über diese einmalige Solidaraktion in Zeiten der Corona-Krise berichtete die "Bild"-Zeitung am Mittwoch.

20:45 1331 Tote in Frankreich

In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Fälle sei innerhalb eines Tages um 2933 auf insgesamt 25.233 gestiegen, teilte Gesundheitsdirektor Jerome Salomon am Mittwoch in Paris mit. Demnach wurden 1331 Todesfälle verzeichnet. Rund 11.500 Patienten würden landesweit in Krankenhäusern behandelt, gut 2800 davon auf Intensivstationen.

20.15: Großbritannien beschließt Notstandsgesetz

Das britische Parlament hat am Mittwoch ein Notstandsgesetz für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Das Gesetz verleiht der Regierung und den Behörden unter anderem Vollmachten, um die beschlossenen Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und anderen Gebäuden notfalls mit Zwangsmaßnahmen durchzusetzen.

20:02: WHO testet in Syrien/Idlib

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der syrischen Rebellenprovinz Idlib mit flächendeckenden Tests auf das neuartige Coronavirus begonnen. Bereits am Dienstag hätten die ersten 300 Tests die Provinz im Nordwesten Syriens erreicht, teilte das Regionalbüro der WHO am Mittwoch mit. Bisher seien alle Tests negativ ausgefallen.

19.55: Erste Infizierte in den Gefängnisssen

Was für Experten nur eine Frage der Zeit war, ist am Mittwoch eingetreten: Nun gibt es auch im Strafvollzug erste offiziell bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2. Der erste infizierte Häftling wurde aus der Justizanstalt (JA) Innsbruck gemeldet, der erste infizierte Justizwachebeamte aus der JA Garsten. In der JA Graz gilt eine Mitarbeiterin als Verdachtsfall.

19.42: WHO warnt vor zu früher Aufhebung der Restriktionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. "Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

19.37: Arnold Schwarzenegger spendet eine Million Dollar

Der Hollywoodstar spendet für medizinische Geräte. Er habe noch nie viel davon gehalten, auf der Couch zu sitzen und zu jammern.

19.23: Weltweit mehr als 20.000 Tote

An dem neuartigen Coronavirus sind weltweit bereits mehr als 20.000 Menschen gestorben. Die meisten Opfer der Pandemie gab es in Europa, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Basis der am Mittwoch um 18.00 Uhr vorliegenden Daten ergab. Von den insgesamt 20.334 Todesfällen wurden 13.581 in Europa gezählt.

19.05: Tschechien lässt Gesundheitsmitarbeiter doch pendeln

Tschechien lenkt bei der strittigen Frage der grenznahen Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten.

18.37: Zahl der Toten in Italien steigt auf 7503

ie Zahl der Coronavirus-Todesopfer und -Infizierten in Italien ist erneut angestiegen, allerdings weniger als am Vortag. 683 zusätzliche Todesopfer wurden am Mittwoch gemeldet. Insgesamt verzeichnet Italien damit 7.503 Covid-19-Tote.

18.27: Kurzarbeit bei Porsche Salzburg

Die Porsche Holding Salzburg (PHS) hat 6.400 Beschäftigte rückwirkend ab 1. März bis zum 31. Mai 2020 beim AMS für die "Corona"-Kurzarbeit angemeldet. "Diese Maßnahme dient der nachhaltigen Stabilität und Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens", sagte der Sprecher der PHS-Geschäftsführung, Hans Peter Schützinger, laut Mitteilung vom Mittwochabend.

18.22: Elf Prozent der österreichischen Fälle im Spital

Rund elf Prozent der Covid-19-Erkrankten in Österreich sind am Mittwoch in Spitälern betreut worden. Von den um 15.00 Uhr 5.560 bestätigten Fällen mussten 1,6 Prozent (rund 90 Personen) auf Intensivstationen behandelt werden. Weitere 9,75 Prozent (rund 540 Patienten) befanden sich auf einer Normalstation, teilte das Gesundheitsministerium am späten Nachmittag mit.

18.15: USA überholt Italien bei den aktiven Fällen

Die USA haben Italien als globaler Coronavirus-Hotspot abgelöst. Dies geht aus Daten der Johns Hopkins University hervor, die heute Nachmittag veröffentlicht wurden. Den Zahlen zufolge gibt es derzeit 54.405 aktive Coronavirus-Fälle in den USA, während es in Italien 54.030 Fälle sind. Kurz nach dieser Zählung meldete Italien jedoch mehr als 57.000 Fälle.

 

In Echtzeit: Das Coronavirus in Österreich und der ganzen Welt

Erst Wuhan, dann die ganze Welt: Das Coronavirus kennt keine Grenzen und stellt die globalisierte Moderne auf die Probe. In fünf laufend aktualisierten Grafiken liefern wir einen kontinuierlichen Überblick über die Ausbreitung des Virus, die Zahlen der Geheilten und Todesfälle.

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Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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Kommentare (83)

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soni1
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Ich wünsche mir...

...für die Zukunft der Menschheit mehr Einsicht...wir sollten unser Wissen und unsere Energie nicht in Krieg und Zerstörung stecken...sondern in Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung stecken...

Frauborstl
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Woher sind diese Zahlen?

Sie schreiben: Hatte Bergamo in den letzten 10 Jahren 45/Tag gemeldet, waren es IN DER WOCHE 15.—23.3. 313 Tote.
Was jetzt? Pro Tag? Pro Woche? Dann wären es 45/Tag und kein Anstieg.
Sie schreiben: Todesfälle vom 1.-24.3.: 858. Das sind 36/Tag.
Diese Zahl liegt somit um 10 UNTER der täglichen Todesrate in Bergamo in den letzten 10 Jahren.

Liebe Redakteure, Sie verwechseln Äpfel mit Birnen und das sollte eigentlich nicht passieren. Wieso schüren Sie eine Hysterie mit falschen Zahlen? Pro Monat sterben in ganz Italien durchschnittlich 1700 Personen (egal an was), dieses Jahr sind es bis dato unter 1600/Monat. Ich sehe anhand der iStat Daten keine erhöhten Todesfälle. Wieso recherchieren Sie eigentlich nicht, WARUM der Anteil der CoVid Toten in Italien so hoch ist? Die (italienische) Definition, WANN jemand ein CoVid Opfer ist, könnte der Schlüssel zum Rätsel sein.....aber wieso soll ich Ihren Job machen? ..ich würde die Zahlen genauer hinterfragen, bevor ich Blödsinn schreibe, aber das ist ein anderes Thema.

samro
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job

lassen sie einfach die redakteure ihen job machen.
die haben das gelernt.
die schueren keine hysterie nur leider verharmlosen sie nicht wie es manchem recht waere.

checker43
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Es

sind 313 Tote pro Tag.

Frauborstl
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Wieso mein weiterer Kommentar

nicht veröffentlicht wird, weiss ich nicht. Korrektur des oben geschriebenen: es sind 1600/Tote/Tag durchschnittlich in Italien.

samro
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wirklich nachgedacht

allen die stetig den ''untergang der wirtschaft'' posten und allen die von ''natur und eben sterben'' reden und allen, die nur von ''den alten'' reden möchte ich eine frage stellen:
'' die alten'' sind uns recht, wenn sie mittags die restaurants auslasten?
'' die alten'' sind uns recht, wenn sie ins autogeschäft kommen und sich das neue auto kaufen?
'' die alten'' sind uns recht wenn sie im handel für ihre kinder, enkerl, nichten sämtlichen schrott kaufen, um sie zu verwöhnen?
''die alten'' sind uns recht wenn sie sich teure urlaube leisten für die sie ein leben gespart haben?
''die alten'' sind uns recht wenn sie ihr geld ausgeben damit sich kinder ein haus kaufen, renovieren, mieten können?
''die alten'' sind uns recht wenn sie in ihren landwirtschaften für uns lebensmitel produzieren?
''die alten'' sind uns recht für sämtliche gratis dienste in der kinderbetreuung, damit die eltern sich was sparen können?

da sind sie uns wohl recht und dann müssen wir mal nachdenken, da in diesem fall ja nur wirtschaftlich betrachtet, wie das ist, wenn sie nicht mehr kommen?
nämlich nicht nur 1 oder 2 monate sondern einfach nie mehr. was da an konsum wegfällt,wenn 60000oder 100000 nicht mehr auftauchen, das haben auch alle durchdacht, die immer vom wirtschaftsuntergang reden?
mal richtig alle auswirkungen durchdenken.

und auch bedenken, dass es nicht nur die alten sind.
und vorallem dass wir menschen mit moralischen pflichten sind, die ganz selbstverständlich sein sollten für uns.

HB2USD
10
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Ihnen sind

scheinbar die Menschen egal die jetzt durch die extreme Belastung noch mehr gefährdet sind. Ich gehöre statistisch auch zur Risikogruppe für mich ist es noch nicht das Problem wenn ich mich einige Zeit abschotte das gehört aber zur Eigenverantwortung . Wenn das noch lange geht werden mehr Menschen durch diese Maßnahmen sterben als durch Corona.

samro
2
9
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menschen

mir sind menschen nie egal
daher dieses posting.
ganz im gegenteil. haben sie etwas nicht verstanden?

welche menschen werden durch massnahmen sterben?
reden sie doch klartext.

HB2USD
4
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Zum Beispiel

jene die durch Maßnahmen jede Zukunftsperspektive verlieren.

samro
2
5
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menschen

verzeihung
durch keine zukunftsperspektiven stirbt man?
oder doch eher durch eine krankheit?
wieso hat wer keine zukunftsperspektive?

als unternehmer muss man sich stetig zukunftsperspektiven schaffen.
glauben sie mir einfach ich weiss wovon ich spreche.

faellt ihnen jetzt schon auf was sie da reden?

HB2USD
3
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Talk auf Servus gerade

Die Meinung des Dr. Frank stimmt zu 100% mit meiner überein was er sagt könnte von dem übernommen sein was ich seit Tagen schreibe. Er hat auch gesagt das er viele Antworten von älteren bekommen die sehr gut damit leben könnten abgeschottet zu sein. Ich gehöre auch dazu und meine Sorgen gehen in die Richtung wie die Maßnahmen meinen Kindern und Enkelkindern schaden die einen Großteil ihres Lebens noch vor sich haben.

samro
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kinder

unsere aelteren muessen abgeschottet sein. sie sind abgeschottet.
das verstehen sie?

es geht aber nicht nur um die aelteren wer das immer propagiert ist fuer mich ein realitaetsverweigerer.
wenn sie schon kinder und enkelkinder haben, dann frage ich mich, warum sie sich nicht um die sorgen machen?
ich kenne keine eltern oder grosseltern, die ihre kinder ins messer laufen lassen wuerden.
die leute wollen dass ihre kinder und enkel leben.

wenn sie schon die grossen sorgen haben , haben sie dann nicht fuer ihre kinder vorgesorgt?
haben ihre kinder keine ausbildung um sich etwas aufbauen zu koennen?
oder warum koennen sich ihre kinder und enkel nichts aufbauen?

die aeltere generation musste das unter weit schlimmeren voraussetzungen.
was war vor zehn jahren? bloedere krise die bewaeltigt werden musste vollkommen sinnlos und wurde bewaeltigt.
das jetzt ist mit dem damals gar nicht vergleichbar und alles hat beste voraussetzungen.

HB2USD
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Meine Nachkommen

stehen mitten im Leben es sind fünf die gerade jetzt ihre Arbeit verloren haben.

Mein Graz
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@samro

Danke für die klaren, kritischen Worte. Ich kann mich ihnen nur anschließen!

smithers
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darf man die gestreamte messe mit bischof krautwaschl auch anschauen wenn man von der kirche ausgetreten ist?

HansWurst
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Natürlich

dürfen sie das.

P.S.: AUS der Kirche

smithers
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@hans wurst

danke für die info.
ich war mir da nicht ganz sicher.

AonFlux
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Zahlen drehen wie man sie braucht

Die WHO hat gestern noch gesagt, geht nicht davon aus, dass bis Sommer oder durch die steigenden Temperaturen etwas besser wird, heute, nachdem die kritischen Stimmen immer mehr werden, die Zahlen nachbund nach sich alle als falsch oder missinterpretiert darstellen, jetzt dreht sich der Wind? Ie Wirtschaft ist ruiniert, die Pleitewelle wird uns wie ein Tsunami ertränken... Jetzt schaut es auf einmal ganz anders aus und die Regierungen denkt ueber Exitszenarien nach? Exit aus was? Man hat Oesterreicher in den Biden gefahren aber vielleicht sind es auch Exitszenarien um sich aus der Verantwortung zu ziehen, den diese wird kommen und dann bin ich auf die Antworten gespannt... Wir wussten nicht, die Zahlen haben darauf schließen lassen bull shit....

checker43
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Die

WHO redet nicht speziell von Österreich, sondern global. Dass man im April/Mai über erste Lockerungen nachdenken kann, wurde von der Regierung letzte Woche schon kommuniziert. Das bedeutet nicht, dass die Pandemie im Sommer in den USA oder Afrika auch am Abklingen wäre.

HB2USD
38
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Ich hoffe

das Schweden durchhält am Ende wird sich meiner Meinung nach ihr Weg als richtig erweisen. Der Staat kann nicht alles schützen. Wenn die Wirtschaft erst einmal am Boden ist werden alle verlieren und es wird ein vielfaches an Opfern geben.

checker43
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So

wie Johnson durchgehalten hat? Die Schweden sind sicher nicht so dumm.

HB2USD
4
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Gerade auf den Servus Nachrichten

in Schweden läuft das leben ziemlich normal ab, nur Älteren und Risikopersonen werden abgeschottet. Selbst wenn es für Schweden auch nicht besser ausgehen sollte so haben alle wenigstens für die Zukunft gelernt. Wie es bei uns ausgehen wird wissen wir ja auch noch nicht.

samro
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schweden

ja besonders das nette zusammensitzen in den bars und skihuetten.
war das nicht was in tirol?

bua
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Stimmt die Relation?

wir haben in Ö zur Zeit ca. 0,06 % nachgewiesene Infizierte, davon entwickeln ca. 10 % klinische Symptome bzw. werden krank, d.h. wir sprechen von 0,006 % der Bevölkerung. Davon versterben ca. weitere 10 %, allerdings fast ausschließlich betagte Menschen mit wesentlichen Begleiterkrankungen, d.h. zur Zeit ca. 0,0006 % der Österreicher.
Die absolute Anzahl wird noch weiter ansteigen, die Letalität sinken, so wie es gestern ein italienischer Epidemiologe sogar für Italien beschreibt.
Da sollte die Frage erlaubt sein, ob die Relation stimmt: 100 Beeinträchtigung des Lebens, die Wirtschaft demoliert, noch nicht absehbare Folgen wie Bargeldabschaffung, Arbeitslosigkeit Anlassgesetzgebung...

erstdenkendannsprechen
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checken sie eigentlich nicht, was eine epidemie oder pandemie ist?

wenn man maßnahmen ergreift, wenn man 10 prozent kranke hat, ist es für alles zu spät.

Mein Graz
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@bua

Was schreibst du, wenn es deinen Vater, deine Mutter, deine Oma, deinen Opa trifft?

Heißt es dann vielleicht "hätte die Regierung doch..."?

Die Zahlen und % rechne ich gleich gar nicht nach - denn Menschenleben (auch wenn du das umschreibst mit "Beeinträchtigung des Lebens" - die Menschen sind TOT!) gegen Geld aufzuwiegen ist m.E. widerlich.

Zudem wird sich die Wirtschaft erholen, Bargeld wird nicht abgeschafft (das machen nicht mal die Amis und die sind da schon weiter), die Leute werden wieder Arbeit finden usw.

 
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