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Coronavirus Verbesserung bei leichter Verschärfung in 45-60 Tagen

Eine Modellrechnung des Wolfgang Pauli Instituts (WPI) bestätigt "Wichtigkeit und Wirksamkeit" der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie.

Verbesserung bei leichter Verschärfung in 45-60 Tagen
Verbesserung bei leichter Verschärfung in 45-60 Tagen © APA/AFP/VALERY HACHE
 

Die Wissenschafter gehen bei einer leichten Verschärfung der Maßnahmen von einer Verbesserung der Situation in rund 45 bis 60 Tagen aus. Eine noch kurzfristige Zunahme der täglichen Anzahl von Erkrankten sei "ok", so WPI-Chef Norbert Mauser.

Die Mathematiker und Computerphysiker haben die aktuellen Daten der Anzahl der Infizierten in Österreich mit der Entwicklung in China verglichen, wobei die Daten aus China entsprechend angepasst und jene aus Österreich hochgerechnet wurden. Zusätzlich wurden auch Daten aus Italien eingearbeitet. Die an den Großglockner erinnernde Kurve zeigt, dass die Anzahl der neuen Fälle pro Tag nicht sofort abnehmen, sondern auf bis zu über 1.000 Erkrankungen pro Tag noch zunehmen könnte.

Modellrechnung am Beispiel von Niederösterreich

Zahl der Fälle über die kommenden Monate je nach Lockerung der Maßnahmen am Beispiel Niederösterreichs:

Maßnahmen sind richtig

"Der Höhepunkt sollte bald erreicht werden, eine Steigerung bedeutet nicht, dass die Maßnahmen nicht greifen", so WPI-Direktor Mauser, der Professor für Angewandte Mathematik an der Universität Wien ist. Die jetzigen Maßnahmen seien richtig und müssten der Modellrechnung, unter der Annahme, dass der Verlauf ähnlich wie in China sei, zufolge noch rund sechs Wochen strikt eingehalten werden.

Maximum von 17.000 Erkrankten

In ihrem Szenario haben die WPI-Wissenschafter den Höhepunkt der Epidemie mit einem Maximum von rund 17.000 COVID-19-Erkrankten um den 9. April geschätzt. Unter der Annahme, dass etwa fünf Prozent der Fälle intensive medizinische Versorgung brauchen, wären demnach ca. 850 Intensiv-Betten erforderlich.

Aus Sicht Mausers sollten die derzeitigen Maßnahmen unbedingt noch ergänzt werden. So sollte es eine Pflicht für Gesichtsmasken geben, insbesondere in Geschäften, wo weiterhin viel zu enge Menschengruppen sind, um das Ausstreuen von Viren zu vermindern. Auch "Pfuscherei" etwa durch Friseure, Kosmetiker, Gärtner oder Putzpersonal müsse eingestellt werden, weil dies dem "social distancing" widerspreche. "Viele Infizierte haben ja keine Symptome und wissen gar nicht, dass sie andere anstecken", so der Mathematiker. Dagegen seien Spaziergänger, Fahrradfahrer oder auch vereinzelt in definierter Weise Arbeitende harmlos, solange das "social distancing" korrekt gemacht werde.

Für die Zeit nach den Ausgangsbeschränkungen müssten weitere geeignete Maßnahmen erfolgen, sonst komme es zu einer neuen Erkrankungswelle. Hier sieht Mauser im Moment noch nicht genug Grundlagen für Aussagen, aber in Wochen würden wichtige Kenntnisse aus China und Italien vorliegen. Mauser sieht zudem keinen Grund, nicht so viele Tests wie möglich zu machen.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (23)

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Michl
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Zu allem kommt kommendes Wochenende die Umstellung auf die Sommerzeit

So deutlich war deren Sinnlosigkeit noch nie offenkundig.
Und Schulen sind absolut schädlich wie man sieht. Sogar in der Ferienzeit (Monat 4 und 5) sorgen sie für einen extremen Anstieg der Covid19-Infektionen.

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Irgendeiner
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Ja, das war von Anfang an Schwachsinn und hat nichts von dem gebracht

was man sich erwartet hatte,aber zur Zeit ist es mir wurst zu welcher Zeit ich nicht hinausgehe

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altbayer
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Gerda Rogers

Fragen wir doch die Expertin Gerda Rogers!
Das ganze ist nur Kaffeesudlesen .
3 Experten = 3 verschiedene Meinungen.

Die Prognosen haben sicher hohen subjektiven Anteil, je nach persönlicher Einstellung und Befinden des Erstellers.

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Irgendeiner
20
23
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Was ist, wenn wir die notwendigen Zusammenkünfte

auch noch temporär verteilen ähnlich wie Fahrten bei der Ölkrise,Einkaufen an einem bestimmten Wochentag nach Familiennamen,was ist wenn wir die Zahl derer die sich in einem Raum aufhalten dürfen wie ichs bei Banken schon sah auf einen beschränken würden,im Supermarkt auf ein paar,da rennen manche den anderen immer noch fröhlich über den Haufen,was wäre mit der Abgabe simpler Einweghandschuhe an jeden Haushalt mit Anleitung wie mans runternimmt ohne den Effekt zu kicken,ich weiß alles besch... euert aber wir müssen bald runter.

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tomtitan
6
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Sehr guter Vorschlag!

Das würde sicher etwas bringen.

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andy379
18
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Irgendwas stimmt da nicht

I'm Artikel wird behauptet, dass alles "auf bis zu über 1.000 Erkrankungen pro Tag noch zunehmen könnte".
Die Grafik zeigt aber 1500 Erkrankungen allein für Niederösterreich.
Entweder ist die Grafik falsch oder die Analyse im Artikel

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bernhard.poelzl
3
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@andy379

Stimmt. Bei der Grafik steht: "Zahl der tatsächlichen Fälle am Beispiel Niederösterreich". Wahrscheinlich sollte es "Zahl der täglichen (bestätigten) Neuinfektionen am Beispiel Niederösterreich" heißen.

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Carlo62
4
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Zunahme ist etwas anderes als die Gesamtzahl!

Das ist hoffentlich nicht allzu schwer zu verstehen.

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checker43
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1500

sind mehr als 1000.

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gecko
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Recherche und Interpretation

Liebe Kleine Zeitung, was / wie recherchiert ihr denn? Ich fühle mich schön langsam für blöd verkauft. Welchen Gehalt hat diese Information in diesem Artikel???

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rupert.
4
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Gesund

Mann schreibt immer von erkrankte und leider von Tote aber nie Wie viele gesunde es sind.
Die Zahl 9 gesunde seit Tage

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Carlo62
2
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Natürlich gesundet eine steigende Anzahl von zuvor Erkrankten.

Allerdings werden die Tests woanders gebraucht, denn um die Genesung festzustellen braucht es zwei Tests innerhalb von 24h und das Ergebnis ist trotzdem nicht zu 100% sicher. Kleiner Trost: auch die Genesungen steigen exponentiell wie die Erkrankungen, leider halt erst um 2-3 Wochen später. Die Zahl der Genesenen wird ungefähr die Größe haben wie die Zahl der Gesamtinfizierten vor ca. 3 Wochen.

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Mein Graz
4
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@rupert.

Hier nachzulesen: worldometers(dot)info/coronavirus/

Austria
Total cases 6,398
New cases +810
Total deaths 49
New deaths +18
Total recovered 112
Active cases 6,237
Serious, critical 28
Tot cases/ 1 M pop. 710
Tot deaths/1 m pop. 5

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gecko
5
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Aussagekraft

Die einzig zulässige Aussage wäre, dass die Modellrechnung mit den getroffenen Annahmen und Parametern eine Entwicklung (einen Rückgang der Anzahl an Infizierten) bestätigt. Ich nehme es als anmaßend wahr, wenn der Mathematiker festhält, dass die Maßnahmen richtig seien. Weiters zur Rechnung: "bei 17.000 Erkrankten würden 850 Intensivbetten benötigt". Aktuell haben wir 6000+ Erkrankte und benötigen (sic!) <30 Intensivbetten. Warum ist die Berichterstattung immer weiter weg von den Fakten ??? Woher kommt die Änderung in den Skalen???

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kalwanger
9
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Statistik

Wer weiß schon, wer ihn beauftragt hat.
Alle diese sogenannten "Modellrechnungen" beinhalten so viele Schätzwerte, dass die Aussagekraft ungefähr der Interpretation von Kaffeesud entspricht.
Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Faktoren die man großzügig ausblended.
Einfach zum Vergessen!

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AndiK
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Wie jetzt?

Der Mathematiker Mauser verlangt Gesichtsmasken u weitere Maßnahmen?
Ist er im Zweitberuf Virologe oder was??

Wird ja immer lustiger......

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gm72
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@AndiK

Na zum Glück hört man mehr auf Experten, und nicht auf Ihre Kommentare.

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antipasti
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Ja, die geben wirklich verschiedenste Variablen

in ihre Berechnungen ein!
Den nassen Zeigefinger in die Luft zu halten genügt einfach nicht.
Schön, dass sie "belustigt" sind, generell schaut´s aber nicht sooo lustig aus!

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kalwanger
7
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Nasser Zeigefinger ist gut!

Stimmt schon, sie geben Variablen ein!
Und diese Variablen erhalten sie, indem sie den nassen Finger in die Luft oder sonstwo hin halten.

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AndiK
41
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Ja muß wirklich

sehr variabel sein denn kein Mensch kann genau sagen ob und was diese Gesichtsmasken überhaupt gegen Corona bewirken.
Da gibt Herr Mauser dann wohl 0815 ein oder so...

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cgross
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Input

Es wird hier vermutlich einerseits Input von Experten aus andereren Disziplinen geben und auch aus der Erfahrung mit COVID lassen sich Rückschlüsse ziehen. Leider sind für viele Menschen solche Modelle ein spanisches Dorf und eher Vodoo als wissenschaftlich bestätigte Zahlen.

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pehe99
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interessant..

man kann aus den Kommentaren herauslesen dass viele den Sinn von Statistiken nicht erfassen, dass Statistiken erst das Planen ermöglichen oder zumindest maßgeblich beeinflussen, vorausgesetzt natürlich es wird beim Erstellen auf gute und belastbare Daten zurückgegriffen......
aber wie sooft werden Sachen die man nicht oder zuwenig versteht sofort verrissen.....

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AonFlux
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Mache die Welt wie sie mir gefällt

Testen solange bis die Zahl passt... Am 9. April müssten 85% von den heute 5888 positiv getesteten, auch die die keine Symptome haben, als gesundet abgezogen werden, da die Rekonvaleszenz-Dauer 14 Tage bei den milden Verläufe nach letzten Meldungen der WHO ist. Wenn man diese dann exponentiell zu den bis 9. April neu dazukommenden rechnet, wie kommt man auf 17.000? Da muessen erst die gesundeten abgezogen werden... Wieder eine Zahl die reine Panikmache ist und voellig falsch dargestellt

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