Wie die Gläubigerschützer AKV und KSV am Dienstag vermeldeten, brachte die Speed Connect Netzwerkserrichtungs GmbH den Insolvenzantrag selbst ein. Am Dienstag wurde am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet. Das 2020 gegründete Unternehmen ist auf die Errichtung und den Betrieb eines eigenen Glasfasernetzes in den Bundesländern Steiermark, Kärnten, Niederösterreich und Burgenland spezialisiert.
Wie viele Gläubiger betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Die Gesellschaft mit Sitz in Wien hat 17 Dienstnehmer. Die Gesamtforderungen belaufen sich auf rund 4,1 Millionen Euro.
Baupartner „hinterließen Schäden“
Als Konkursursachen werden die gestiegenen Ausbaukosten, wenige Aufnahmen von Glasfaseranschlüssen, sowie die geringe Nachfrage nach Breitband-Internetprodukten und entsprechend geringere erzielbare Preise genannt. Hinzu kämen erhebliche Mehrkostenbelastungen „durch von insolventen Baupartnern hinterlassene Schäden“ sowie vielfältige Anforderungen der lokalen Baubehörden.
Zuletzt sei auch die Suche nach neuen Investoren für den weiteren Ausbau des Netzwerks gescheitert. Erst im November 2024 verkündete Christoph Klein, CEO von Speed Connect Austria, noch eine neue Partnerschaft: „Die Nachfrage nach differenzierten ISP-Angeboten auf unserem Open Access Network wächst rasant. Daher freuen wir uns umso mehr, Drei auf unserem Gigabit-Glasfasernetz willkommen zu heißen.“ Das Angebot, das man Gemeinden machte: flächendeckender Ausbau, keine Mindestquote anschlusswilliger Haushalte, freie Anbieterwahl.
Nun werde ein Sanierungsplanvorschlag mit einer Quote von mehr als 30 Prozent angestrebt. Die Quote soll nach eigenen Angaben durch die Verwertung des Unternehmens erzielt werden. Die Realisierbarkeit eines möglichen Sanierungsplans muss allerdings erst geprüft werden.