„Also, dass du, entschuldige, aber ... in Graz noch nix hast, ist eine Frechheit“, sagt Gabi Hiller zu Paul Pizzera in deren gemeinsamen Podcast „Hawi d‘Ehre“, bei dem auch Philipp Hansa mitwirkt. „Pizzeraplatz, Pizzeragasse – was gibt‘s no?“, lacht sie. „Zumindest irgenda Bankl oder a Stiagn“.
Anlass für die Diskussion war, dass das Podcast-Trio kommendes Jahr erstmals in Hillers Heimat Horn auftreten wird – in der Sporthalle, die Pizzera prompt in „Gabi-Hiller-Sporthalle“ umbenennen würde.
Hansa-Idee: Kebap-Laden zu Ehren von Paul Pizzera?
Die Niederösterreicherin konterte daraufhin mit dem Vorstoß zur Benennung eines öffentlichen Ortes in seinem Heimatort: „Was? Ich in Graz? – Na!“, lacht Pizzera. Wobei Ö3-Moderator Hansa, ebenfalls gebürtiger Grazer, gleich noch eine Idee ins Rennen wirft – die Umbenennung eines bekannten Döner-Ladens am Dietrichsteinplatz: „Das Pamukkale-Kebap vielleicht“, lacht er.
Pizzera aber winkt ab. Am ehesten wäre er in der 306. Podcast-Folge noch für ein Bankerl zu seinen Ehren zu erwärmen. Denn im idyllischen Altaussee, wo der Musiker sein Tonstudio hat, stehen um den See enorm viele Bankerl: „Da sind immer so Widmungen drauf – für Mieke, die es hier geliebt hat“. Nachsatz: „Das gibt es doch meistens posthum, außer du bist Olympiasieger“, glaubt Pizzera.
Was Arnold Schwarzenegger damit zu tun hat
Hansa kontert: „Bist du nicht am Olymp der Musik angekommen?“ – „Nein, nur an einem Hügel“, entgegnet Pizzera. Womit er aber recht hat: Graz benennt Straßen, Gassen und Plätze in aller Regel nur nach Persönlichkeiten, die bereits verstorben sind. Bekannteste Ausnahme in jüngster Zeit war das Fußballstadion im Stadtbezirk Liebenau, das jahrelang nach Arnold Schwarzenegger benannt wurde – bis der als Gouverneur von Kalifornien die Namensgebung untersagte.
Grund war die Kritik der Menschenrechtsstadt Graz an einem durch Schwarzenegger abgelehnten Gnadengesuch eines zum Tode Verurteilten. In der Auseinandersetzung gab die „Steirische Eiche“ auch den Ehrenring der Stadt zurück, der seither in einem Safe im Grazer Rathaus aufbewahrt wird.
Pizzera verbrachte Neujahr in Altaussee
Doch zurück zu Paul Pizzera, der den Jahresbeginn in Altaussee verbracht hat. Samt Spaziergang rund um den See. Dort traf er auch eine Familie mit Kind, das einen Stecken bei sich hatte: „Weißt, für wen der Steckn ist“, fragte der Bub den Musiker. „Ich schätze für deine Mama oder deinen Papa“, entgegnete Pizzera. Doch falsch gedacht: „Nix für di!“, meinte der Bursch und übergab dem Musiker das Geschenk.
Eine herzerwärmende Geste, wie Pizzera urteilte. Passend zum Beginn des neuen Jahres – denn das Vorjahr endete für den 37-Jährigen mit einem Diebstahl von Weihnachtsgeschenken, die er in Wien bekommen hatte. Für den Täter hatte der gebürtige Deutschlandsberger harte Worte parat.