Ein Förderstopp droht, wie berichtet, dem österreichischen Breitbandausbau. Denn die Bundesregierung könnte aufgrund der erforderlichen Budgeteinsparungen die schon zugesagten Fördermittel für den Ausbau in einigen Bundesländern einfrieren. In Kärnten geht es um rund 50 Millionen Euro an Bundesmitteln, warnte in der Vorwoche Wirtschaftsreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP). Das Investitionsvolumen würde sogar bei bis zu 150 Millionen liegen, da das Land Kärnten die Mittel aufstockt.

Die Diskussion über den möglichen Förderstopp verunsichert nun auch Kärntner, die bereits Verträge für ihren Glasfaser-Anschluss unterzeichnet haben und darauf warten. Einer davon ist ein Kleine Zeitung-Leser aus Keutschach, der 2023 unterschrieben hat und 2027 von Kelag Connect angeschlossen werden soll. Für ihn und auch viele andere kann Petra Rodiga-Laßnig, Leiterin des Bereichs Telekommunikation der Kelag, Entwarnung geben: „Alle Projekte, bei denen die Förderverträge unterschrieben und die Bauaufträge vergeben sind sowie ein Bauzeitenplan vorliegt, werden wie geplant umgesetzt.“ Das gilt auch für die Projekte, die über die Kelag-Homepage bestellt werden können. Auf wackeligen Beinen stünden derzeit nur jene Projekte, die für den Förder-Call 2030 bis Ende Jänner eingereicht wurden.

Gesicherte Projekte

Das bekräftigt auch Schuschnigs-Büroleiter Adrian Plessin. Nicht betroffen sind die fünf Projekte des zweiten Förder-Calls. Davon ist mit 83 Millionen Euro das größte davon das Ausbauprojekt Süd-Hochstuhl, das zehn Gemeinden wie Ferlach, Feistritz i. R., Keutschach und Arnoldstein betrifft. 54 Millionen Euro umfasst das Vorhaben Lavanttal, 40 Millionen das Gurktal.

Was wegfallen könnte

Beim dritten Call wurden neun Projekte, die 44 Gemeinden betreffen, eingereicht, wobei nicht bekannt ist, welche durch Juryentscheid tatsächlich gefördert würden. Beim Wörthersee Nord/West Ausbau geht es um die Gemeinden Velden, Moosburg, Maria Wörth, Techelsberg und Wernberg, beim Projekt Saualpe um Diex, Völkermarkt, Ruden und St. Paul im Lavanttal, die nun wackeln. Möglicherweise betroffen sind unter anderem auch Gemeinden in Unterkärnten, im Gurktal und Lieser-Maltatal.