Zwischen 10.000 und 12.000 Menschen werden in Österreich pro Jahr als vermisst gemeldet (Quelle: Bundeministerium für Inneres). Der Großteil taucht zum Glück schnell wieder auf. Doch es gibt auch Menschen, die spurlos verschwunden bleiben. Deren Schicksale nie geklärt werden können. Zurück bleiben verzweifelte Familienangehörige, die Antworten auf so viele Fragen suchen, einfach nicht abschließen können. „Die Ungewissheit ist das Schlimmste“, erzählte der Sohn jenes Wieners, der seit Juni des Vorjahres auf der kroatischen Insel Krk vermisst wird. Der damals 61-Jährige an Demenz erkrankte Mann verschwand im Urlaub in einem unbeobachteten Moment aus dem Ferienhaus.

Suchaktionen auf der Insel machen nach der langen Zeit wenig Sinn, umso größer war jetzt die Hoffnung in einen Fahndungsaufruf im österreichischen Fernsehen. Konnte vielleicht doch noch jemand einen entscheidenden Hinweis liefern? Die Familie des Vermissten wird wohl erst zur Ruhe kommen, wenn sie Antworten auf ihre vielen Fragen gefunden hat.