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Nordische Ski-WM in Seefeld"Dümmer geht es nicht mehr, und tiefer kann man gar nicht mehr fallen"

Das Sportjahr 2019 wurde auch von markanten Sprüchen begleitet, hier die besten von der Nordischen Ski-WM in Seefeld von Alois Stadlober, Daniel Huber, Martin Schmitt & Co.

Alois Stadlober
Alois Stadlober sprach Klartext © GEPA pictures
 

"Da ist mir in 15 Jahren als Sportlicher Leiter viel zu wenig gelungen, dass wir bei einer Heim-WM nicht mit mehr dastehen, die auch in die Top 10, 15 kommen können."
Markus Gandler, Sportlicher Leiter im ÖSV, selbstkritisch über die Situation im Langlauf.

"Mein Kämpferherz ist da mit mir durchmarschiert."
Der eigentlich nur als Ersatzmann ins WM-Aufgebot nominierte Bernhard Gruber nach seiner Aufstellung für den Großschanzen-Einzelbewerb in Folge starker Trainingsleistungen.

"Sie sind anfangs wie leicht geprügelte Hunde zu den Wettkämpfen gegangen."
Andreas Felder über Versagensängste der ÖSV-Skispringer in seiner Anfangszeit als Cheftrainer im Sommer 2018.

"Viele Leute interessieren sich dafür, was ich zu sagen habe und ich habe ja auch etwas zu erzählen."
WM-Debütant Daniel Huber vor seinem ersten Einsatz erwartungsfroh.

"Ich denke oft, er ist fast zu nett für einen Leistungssportler."
Ex-Langlaufweltmeister Alois Stadlober über den zweifachen Medaillengewinner Franz-Josef Rehrl.

"Davon kann man schon süchtig werden."
Rehrl nach dem Gewinn seiner zweiten Medaille über WM-Siegerehrungen.

"Das Beste, was mir im Team bis jetzt passiert ist."
Skispringer Stefan Kraft über Silber im Teambewerb.

"Da hättest du mir einen Finger abschneiden können, ich hätte es nicht gemerkt."
Huber über seine Nervosität als Zuschauer seiner Teamkollegen bei Teambewerbs-Silber.

"Vielleicht sollte man einen anderen dazulassen, der mit einem Besen oder einer Kratzbürste hineingeht."
Gandler denkt noch vor der Doping-Razzia an ein Ende seiner Tätigkeit als Sportlicher Leiter des ÖSV für Langlauf und Biathlon.

"Ich habe es sausen lassen. Das ist es, was meinen Sprung ausmacht."
Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz nach ihrem dritten Rang im Einzelbewerb.

"Das gibt es gar nicht, dass das jetzt wahr ist."
Gruber nach Gewinn seiner zweiten WM-Medaille in Seefeld trotz davor schwächerer Saisonleistungen.

"Natürlich wäre das große Ziel, dass ich auch noch ein Souvenir aus Seefeld mitnehme."
Kombinierer Mario Seidl ist nach den Rängen vier und sieben heiß auf eine Medaille.

"Wenn die Bedingungen wieder so sind, macht Kasachstan vielleicht auch noch eine Medaille."
Kraft vor dem Mixed-Bewerb nach dem von widrigen Bedingungen bestimmten Normalschanzen-Einzelbewerb.

"Es war grausig zum Anschauen und grausig zum Springen, aber jetzt habe ich Bronze."
Kraft nach seinem Bronze-Gewinn über die widrigen Bedingungen beim Normalschanzen-Skispringen.

"Wir haben Glück gehabt. Wir haben eine Bronzene in der Lotterie gewonnen und darüber freuen wir uns."
Peter Schröcksnadel nach dem Normalschanzen-Bewerb der Skispringer unter widrigen Bedingungen.

"Von der letzten halben Runde weiß ich eigentlich nichts mehr."
Dem deutschen Kombinierer Johannes Rydzek war bei seinem 5-km-Lauf im Teambewerb "schwarz vor Augen" geworden.

"Ich habe gedacht, ich mache mal einen auf Norweger, er hat es lustig gefunden."
Rehrl über taktisches Geplänkel mit dem Norsker Jörgen Graabak auf seiner Langlaufrunde beim Teambewerb.

"Drei Medaillen - wenn mir das im Sommer wer gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt."
Kraft nach Silber im Mixed-Bewerb.

"Neun Medaillen ist super, das hätten wir uns nie erwartet."
Schröcksnadel zum WM-Abschluss.

"Ich stehe unter Schockstarre."
Gandler nach Bekanntwerden der Dopingfälle u.a. des ÖSV-Duos Max Hauke und Dominik Baldauf.

"Dümmer geht es nicht mehr, und tiefer kann man gar nicht mehr fallen."
Alois Stadlober über die Dopingsünder Hauke und Baldauf.

"Das ist jetzt der Super-GAU, eigentlich ist jeder hilflos."
Stadlober über die Situation im österreichischen Langlauf.

"Man fühlt sich voll betrogen und verarscht. Für mich ist das eine abgeschlossene Zeit in meinem Leben. Etwas Schlimmeres kann man im Sport nicht erleben."
Der norwegische ÖSV-Langlauf-Koordinator Trond Nystad.

"Es ist klar, dass das die Aufgabe für mich uninteressant macht." Nystad.

"Für Idioten sind wir nicht verantwortlich."
Seefelds Bürgermeister und WM-OK-Chef Werner Frießer über die Dopingsünder.

"Wie kann man nur so hinterhältig sein und dem österreichischen Sport das Messer hinten reinstechen?"
Luis Stadlober über seine Teamkollegen, die Dopingsünder Hauke und Baldauf.

"Nichts ist niederträchtiger als das Erkaufen von besseren Resultaten durch illegale leistungssteigernde Methoden."
Schröcksnadel.

"Nach der Saison wird der Langlauf neu aufgestellt, ich will diese Leute alle nicht mehr in dieser Form."
Schröcksnadel über die von ihm beabsichtigte Neugestaltung der ÖSV-Langlaufsparte.

"Es sind im Langlauf zu oft Sachen passiert und jetzt sind die Konsequenzen gezogen worden. Vielleicht hätte er es früher tun sollen, oder auch ich."
Gandler in Reaktion auf Schröcksnadels Aussage über seinen bevorstehenden ÖSV-Abschied.

"Es läuft noch immer wie in einem Film ab, trotzdem ist es die Realität."
Gandler zwei Tage nach der Doping-Razzia.

"Die Männer heulen und wenn einer draußen in der Welt sagt, das ist gespielt, dann haben die keine Ahnung vom Leben."
Gandler über die ob des Doping-Skandals verzweifelten ÖSV-Betreuer.

"Ich hätte so etwas nie in Kauf genommen. Ich hätte meinem Großvater nicht in die Augen schauen können, der mich erzogen hat und mir Werte gelehrt hat. Das wäre unvorstellbar."
Gandler über die Dopingfrage.

"Österreich ist nicht 'a too small country to do good doping', das ist ein country, wo jeder gerne den anderen anpatzt."
Gandler.

"Die Glaubwürdigkeit des österreichischen Sports geht gegen Null. Das hat alles der Herr Schröcksnadel zu verantworten. Mich ärgert extrem, dass der Verband, der die meiste Aufmerksamkeit bekommt, den größten Schaden anrichtet."
Kritik von Wien-Marathon-Veranstalter Wolfgang Konrad.

"Unfassbar, wie man so eiskalt von den jetzt Ex-Teamkollegen betrogen und belogen wird und sie mit ihren Taten den Langlaufsport in Österreich wieder so negativ behaften. Ich distanziere mich von den unbegreiflichen Handlungen dieser zwei Personen."
Teresa Stadlober über die Dopingsünder Hauke und Baldauf am Vorabend ihres 30-km-Rennens.

"Ich habe mir gedacht, ich lasse mir nicht von zwei solchen Idioten meine Rennen und meine Ziele verderben."
Stadlober nach dem achten Platz im 30-km-Rennen.

"Sie ist auf einem sehr guten Weg, auf einem ehrlichen, sehr guten Weg."
Alois Stadlober im Bann des Doping-Skandals über seine Tochter Teresa.

"Ich bin schockiert und fassungslos. Das ist eine ziemliche Katastrophe."
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow über den Doping-Skandal mit der Zentrale in Erfurt.

"Hinsichtlich der kriminellen Energie und der Organisation des Dopings kann man sicherlich vom deutschen Fuentes sprechen."
Der deutsche Dopingjäger Werner Franke über das Doping-Netzwerk mit Zentrale in Erfurt.

"Das ist die sauberste Form des Dopings, das Eigenblutdoping - es ist das Beste vom Schlechten, das es gibt. Dass das gang und gäbe in Ausdauersportarten ist, so ehrlich müssen wir schon sein."
Ex-Leichtathlet und -Blutdoper Stefan Matschiner in einem ARD-Interview.

"Ich bin mir sicher, dass jedes Land seinen Mark S. hat, und in größeren Ländern gibt es sicher auch zwei von seiner Sorte. Denn der Bedarf ist da."
Matschiner.

"Der Leistungssport ist eine einzige Heuchelei. Kein Athlet, der es richtig anstellt, wird je positiv getestet, der Blutpass ist nur Augenwischerei. Als ich vor zehn Jahren aufgehört habe, Sportler beim Dopen zu unterstützen, habe ich gesagt, dass sich dieses Vakuum füllen wird. Und, so ehrlich muss man sein, auch das Vakuum, das Mark S. hinterlässt, wird sich wieder füllen. Leider."
Matschiner.

"Russische Athleten dopen nie, schließen sie dieses Buch und stellen sie es ins Regal."
Jelena Wälbe, Chefin der russischen Skilangläufer, vor WM-Beginn.

"Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass ich arbeiten muss. Ich habe das Privileg, mein Hobby mit dem Sport und dem Beruf zu verbinden."
Der Kärntner Walter Hofer nach 25 Jahren als Skisprung-Renndirektor des Internationalen Ski-Verbandes (FIS).

"Der eigentliche Skandal, und das muss man auch so benennen, ist, dass man dann nicht reagiert und das Netz nur alibimäßig höher und lockerer gehängt hat."
Ex-Skispringer Martin Schmitt, nachdem ihn beim ersten Bewerb der Kombinierer ein nach einem Sturz losgelöster Sprung-Ski in der Mixed-Zone nur knapp verfehlt hatte.

"Es ist ziemlich unfassbar, dass das so aufgegangen ist."
Kombinierer Eric Frenzel nach für ihn nicht optimaler Weltcup-Saison in Reaktion auf seinen Großschanzen-WM-Titel.

"Ich habe die Badehose vergessen."
Deutschlands Skilangläufer Janosch Brugger bei Bewerben von bis zu 15 Grad und Sonnenschein.

"Jetzt fehlen mir zum ersten Mal im Leben ein bisschen die Worte."
Der deutsche Skispringer Markus Eisenbichler nach seinem Gold-Gewinn auf der Großschanze.

"Wie soll man das verdauen, wenn man noch nie gewonnen hat und auf einmal Weltmeister wird?"
Eisenbichler, noch ohne Weltcup-Sieg.

"Es war speziell, das erste Mal auf Weltklasse-Niveau als Letzter oben zu sitzen. Das habe ich nicht trainieren können."
Der "bronzene" schweizerische Skispringer Kilian Peier über seine Halbzeitführung im Großschanzen-Bewerb.

"Er hat immer wieder eigene Ideen, man könnte es auch als Hirnfürze bezeichnen, bei denen man ihm helfen muss."
Deutschlands Skisprung-Cheftrainer Werner Schuster über Weltmeister Eisenbichler.

"Es ist das Wunder des Skispringens."
Peier über seinen Aufstieg vom Außenseiter zum Bronzemedaillengewinner.

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