Wolf auf der Alm"Herdenschutz ist fünfmal so teuer wie ein Lamm"

Immer mehr Kärntner Bauern steigen von Rinder- auf Schafhaltung um. Doch jetzt bereiten ihnen Wolfsrisse Sorgen. Almwirtschaftsverein hat ausgerechnet, was der Schutz vor dem Wolf kosten könnte.

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THEMENBILD, Kals am Grossglockner
So idyllisch wie in Kals am Großglockner ist Schafhaltung nicht immer © (c) EXPA/ Johann Groder (EXPA/ Johann Groder)
 

Blieb Kärnten bisher von Wolfsschäden auf den Almen verschont, so beginnt sich jetzt mit den Schafrissen am Poludnig und am Kirchbacher Wipfel im Gailtal eine Entwicklung abzuzeichnen, die viele Almbauern ängstigt. Eine Halbierung der aufgetriebenen Schafe wie in den französischen Alpen wird befürchtet. Zumal sich von 2000 bis 2019 in Kärnten die Alm-Auftriebszahlen verringert, die Schaf-Auftriebszahlen aber von 12.777 auf 15.242 erhöht haben, weil viele Bauern von der zeit- und kostenintensiven Rinderhaltung auf die einfachere Schafhaltung umgestellt haben.

Kommentare (18)
autobahn1
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Für was

wird solange wegen der unnötigen Wölfe diskutiert,der Grund u d Boden gehört den Bauern diese können ohne Einzäumung ihre Tiere halten,die Politiker reden um den Brei herum unter den Titel die Wölfe zu entnehmen warum haben diese Verantwortlichen nicht Mut zu sagen,Bauern wir unterstützen euch und diese nichtgewollten Tiere werden erschossen Schluß Bastard!

solder
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schon komisch

dass bei uns der scheue wolf sich in der nähe von siedlungen auf dorfstraßen fotografieren lässe. man darf den grund ja nicht aussprechen, sonst interveniert die spendenlobby wieder.

KLENIG
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Auch

ein Wolf will mal in die Zeitung mit seinem Bild. Grimms Märchen sind ausverkauft

chinatown
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An alle

die hier meinen, sich in der Schafhaltung und deren Wirtschaftlichkeit auszukennen... nur weil man mal ein Schaf mal im Streichelzoo gesehen hat, heißt das nicht, dass man sich auskennt!!! Von mir aus sagt, dass der Wolf zu uns gehört, Fleisch generell nicht zu essen ist, oder unsere Kulturlandschaft wieder zu Urwald werden soll! Aber BITTE schreibts nicht so einen Quatsch!

zickzackzock
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Billigste Variante.

So schnell wir der Wolf ausgesetzt wurde sollte dieser auch wieder entnommen werden. Eine Abschussprämie wäre ein zusätzlicher Anreiz. Ein Wolf hat in dieser Gegend nix zu suchen. Weg damit.

mahue
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Manfred Hütter: Komische Argumentation des Almwirtschaftsvereines

Der Schafauftrieb aus dem Vinschgau und Passeier im italienischen Südtirol nach Nordtirol über die Ötztaler Alpen in die alten Weiderechtgebiete wird 2 bis 3 Tage unterwegs mit Nächtigungen auf Schutzhütten "ZU FUSS" begleitet von Bauern, Freiwilligen und Schäfern durchgeführt. Bei uns in Kärnten werden Rinder und Schafe so weit wie möglich in Anhängern auf die Alm gebracht und bleiben dann von maximal betreut von einem meist Pensionisten in weitläufig eingezäunten Almzechen, oder unbewacht und werden von Bauern der Almgenossenschaft fallweise unter der Woche kontrolliert. Wenn ich einmal im Jahr Schaf-Lammfleisch esse ist es schon hoch angesetzt, weil es mir nicht schmeckt, auch wenn ein Starkoch glaubt er hat es super zubereitet.

mahue
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Manfred Hütter: Zusatz natürliche billige Rasenmäher für die vielen hochalpinen Skipisten.

Deshalb hat sich der Schafbestand auf Almen erhöht, weil man durch alle hochgelegenen Bann- Schutzwälder für Skipisten Schneisen geschlagen hat.
Nennt man "Kreislaufwirtschaft" aber negativ für Natur und Schutz der Talsiedlungen bei Stark-Unwetterereignissen (Gewitter, Dauerregen, Schneefällen). Die Folgen sind Überschwemmungen, Muren, und Lawinen bis in vorher durch Wald geschützte Talzonen.

martinx.x
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wenn diese Zahlen stimmen, 15000€ im Monat für 4 Hirten ,

dann werde ich sofort Landarbeiter, 3750€ verdient man sonst schwer..

crawler
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Das müsste man

wohl insofern relativieren, als daß solche Löhne Brutto zu rechnen wären, andererseits es aber eine schweißtreibende Arbeit ist, die noch von jedem geschafft wird, abgesehen einmal von der nötigen Tierzuwendung.

crawler
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natürlich

sollte es heißen: die nicht von jedem...

chinatown
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Nicht nur Brutto

Arbeitgeberbeiträge gibt es ja auch noch!

crawler
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Wie immer in der Landwirtschaft

ist das ganze Problem auch durch die Förderungspolitik der EU entstanden. Seit dem die Rindviecher nicht mehr so wie früher gefördert werden, sind die Bauern auf Schafe und Ziegen umgestiegen. Diese Tiere sind in der Pflege nicht so Aufwändig wie Rinder, so dass sich auch etliche Hobbylandwirte auf die Schaf- und Ziegenzucht verlegt haben. Diese umtriebigen Tiere sind natürlich für Wolf und Bär ein "gefundenes"Fressen. Dabei meinen aber die Bauern, dass die Almbewirtschaftung gleich weiterlaufen kann wie bei Rindern, was aber ein Trugschluß ist. Andererseits, wenn Wölfe und Bären hungrig sind, kommen sie auch in die Niederungen. Sind also diese Tiere nicht mehr auf der Alm, wird sie Wolf und Bär auch in den Tälern finden.

zeus9020
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HAFTUNG

es haftet der Hirte als unmittelbarer Hundehalter, es sei denn, der Eigentümer der Tiere hat sich in Kenntnis der Untüchtigkeit des Hirten diesen trotzdem ausgesucht…

zeus9020
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HERDENSCHUTZ

ist das Natürlichste der Welt: mit Hirten und Hirten-/Hütehund… so wurde es seit jeher betrieben und erwies sich als effizient.
Soll mir ein Bauer mal erklären, warum das heutzutage nicht mehr funktionieren soll?!

lucas200497
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Herdenschutz

Aus einem einzigen Grund
Man ist sich zu geizig das zu betreiben (Profit) bzw. man ist zu faul die Förderungen der EU in Anspruch zu nehmen

solder
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rein ökonomisch

gibt es weitaus günstigere varianten.
da sieht man wieder einmal, welche prioritäten der moloch eu setzt.

2ae0034172a8647356c2ff760ba3b141
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Der Wolf hat bei uns keinen Platz mehr

In freier Natur gibt es für ihn nicht mehr genug zu fressen, also bedienen sich diese Hybridwölfe an den Nutztieren auf den Almen. Wie sollen die Herden rund um die Uhr geschützt werden?
Wollen diese militanten "Naturschützer" dass die Kulturlandschaft Almen verschwindet?

lucas200497
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Wolf

Wegen dieser Mentalität wird der Großteil aller Tierarten weltweit aussterben