FPÖ und ÖVPSchafrisse durch Wolf entfachen Politstreit in Kärnten

FPÖ sieht Kultur- und Tourismuslandschaft durch Wölfe in Gefahr und fordert Anpassung von Richtlinien. Doch diese ist EU-Kompetenz. ÖVP-Landesrat Gruber verweist auf rechtlich schwierige Situation.

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Kärntner Bauern bangen um ihre Schafe auf den Almen
Kärntner Bauern bangen um ihre Schafe auf den Almen © KK/Land Tirol
 

Gerissene Schafe auf Gailtaler Almen und Wolfssichtungen entfachen jetzt erneut eine Politdebatte über den Schutzstatus des Wolfs. Die FPÖ mit dem designierten Parteichef, Nationalratsabgeordnetem Erwin Angerer wirft der ÖVP Missmanagement zum Nachteil der Schafbauern vor. Dem FPÖ-Antrag im Parlament zur Herabsetzung des Schutzstatus von Wölfen werde nicht zugestimmt, es müssen ein aktives Wolfsmanagement in Österreich sowie eine österreichweite Wolfsverordnung eingerichtet werden, so lautet die FPÖ-Forderung. Durch veraltete Richtlinien (Flora-Fauna-Habitatsschutzrichtlinie der EU, Anm.)  würden die Kärntner Kultur- und Tourismuslandschaft gefährden, die Sicherheit der Bevölkerung in wolfsnahen Siedlungsgebieten sei nicht mehr gewährleistet, so Angerer.  Der Wolf sei in Österreich "keine gefährdete Tierart mehr, steht aber weiter unter Schutz, während ihm die Nutztiere auf den Almen schutzlos ausgeliefert sind." Die FPÖ verlange im Nationalrat eine Änderung der FFH-Richtlinie, doch SPÖ und ÖVP würden sich querstellen.

Kommentare (4)
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alle "fortschrittlichen" linken Ökos sagen:

der Wolf ist so wichtig für unser Ökusystem. Was war dann in den letzten 80 -100 Jahren als wir sozusagen wolffrei waren? Brach da der blanke Horror im Wald aus ? Gab es da fürchterliche Pandemien unter den Wildtieren , oder hat da Gevatter Fuchs und Co.
doch etwas aufgepasst und alle waren froh und glücklich?
Es erschließt sich mir die plötzliche "Nützlichkeit " dieses KILLERS nicht.
Die sogenannten "Tierschützer" sind natürlich alles Wolfsfans, da es gerade IN ist
solchen Raubtieren zu huldigen, den Fischotter eingeschlossen.
Niemand von denen gehen die fürchterlichen Tierschmerzen von Schaafen , welchen bei lebendigen Leib die Innereien herausgerissen werden so richtig nahe , das sind halt einfach Kollerteralschäden ,die man als fortschrittlicher Öko so
nebenbei hinnimmt. Was kümmert uns fremdes Schaafleid sozusagen.
Heuchlerei zum Quadrat.

dude
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Es geht doch - wie immer - nur um die Kohle!

Warum werden die Schafbauern nicht einfach für ihre Verluste entschädigt? Das wird doch nicht so schwer sein! Ich bin kein Veterinär, aber einen Wolfsriss wird man wohl erkennen!
Wenn die Gesellschaft Artenvielfalt und Wölfe will, wird sie sich die Entschädigung für gerissene Schafe auch leisten können!
Für die Wildtierpopulation ist der Wolf jedenfalls wertvoll! Der reißt zu allererst schwache Tiere. Die Jäger hätten halt weniger zu tun...

Volnar
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So einfach ist es doch nicht,

natürlich werden die Schafbauern entschädigt bei einem Wolfriss. Aber es muss zuerst genetisch festgestellt werden, dass es auch der Wolf war. Und Schafe die auf der Flucht vor dem Wolf abstürzen werden nicht ersetzt. Der Wolf reißt nicht zuerst schwache oder kranke Tiere, zuerst kommt die leichte Beute und das sind nun mal die Weidetiere.

KLENIG
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Entschädigung



Es geht hier zweitrangig ums Geld: gerissene Schafe verenden über Tage qualvoll, das ist Tierleid. Schaut euch die Bilder an: herausgerissene Gedärme, die Beine zerbissen, die Fleischfliegen schwirren herum und legen die Eiger ab und das Schaf zuckt vor Schmerz immer noch.