Elf Schafe gerissenNach Wolfsangriff in Hermagor: Bauern fordern Notabschuss

Almgemeinschaft schiebt den Abtrieb auf. Doch die verängstigten Tiere sollen, falls der Wolf nochmal kommt, ins Tal. Bauern fordern Notabschuss des Wolfes.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Die Bauern befürchten, dass der Wolf auf die Alm zurückkehren wrid © APA/EPA/Bleuel
 

Die beiden Wölfe, die am Poludnig in vier Tagen elf Schafe getötet, mehrere schwer verletzt und andere Schafe und Rinder vertrieben haben, sind wohl weitergezogen. "Zum Glück", sagt Thomas Brugger, Obmann der Almgemeinschaft Poludnig. Aber die Bauern befürchten, dass er zurückkehren wird. "Wir hoffen er bleibt weg, aber rechnen in zwei bis drei Wochen wieder mit dem Wolf." Lösung gibt es für die Bauern keine. "Einzäunen geht aufgrund der geografischen Verhältnisse nicht. Die Alm hat Felsen und auch Bewuchs, einen Elektrozaun zu ziehen ist unmöglich. Hunde kosten zu viel und sie sind auch scharf, was eine Gefährdung für Wanderer darstellen würde", zeigt Brugger auf. Die kleine Almgemeinschaft kann nur zusehen. "Wir forcieren einen Notabschuss des Wolfes, aber ob der durchgeht, ist fraglich", so Brugger. 

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

solder
0
0
Lesenswert?

sperrt die wiu in wien zu

der wolf hat die kosten nutzen rechnung außer kraft gesetzt.

joektn
11
7
Lesenswert?

Früher

Hatten die Schäfer und Bauern auf der Alm entsprechende Hunde die die Wölfe und Raubtiere in Schach gehalten haben. Das wurde alles aus Kostengründen aufgegeben und nun wird sich beklagt dass es in der Natur eben auch Raubtiere gibt… den Wolf gab es immer schon und der ist nicht gefährlicher als damals. Einzig die Bewirtschaftung der Almen hat sich immer ausgebreitet und somit das Revier der Wölfe eben stark eingegrenzt. Dass es da zu Konflikten kommt ist hausgemacht. Ein Abschuss bringt nichts sondern verlagert das Problem nur. Der Wolf war bei uns schon mal fast ausgestorben…

dude
7
8
Lesenswert?

Entschädigen wir doch bitte die Bauern!

Wenn wir für Artenvielfalt sind - wozu eindeutig auch Raubtiere gehören - werden diese Kosten der Gesellschaft es doch wert sein! Und wenn die Hirtenhunde - wie oben angeführt wird - den Bauern zu teuer sind, fördern wir auch diese! Das wird im Landwirtschaftsbudget wohl drinnen sein!
Raubtiere sind wertvoll für eine gesunde Natur!

KLENIG
2
8
Lesenswert?

Entschädigung

Es geht hier zweitrangig ums Geld: gerissene Schafe verenden über Tage qualvoll, das ist Tierleid. Schaut euch die Bilder an: herausgerissene Gedärme, die Beine zerbissen, die Fleischfliegen schwirren herum und legen die Eiger ab und das Schaf zuckt vor Schmerz immer noch.