David Stern war Vorstandsmitglied, zeitweise auch Präsident der Jüdischen Gemeinde in Graz. Seine Frau Charlotte engagierte sich unter anderem in der Flüchtlingshilfe im Ersten Weltkrieg. Die beiden lebten im Falkenhof, einem kleinen historischen Schlösschen in der Karlau, und betrieben einen "Rohproduktehandel". Das Geschäft wurde 1938 nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten liquidiert, das Ehepaar musste im Alter von 80 Jahren in eine "Sammelwohnung" nach Wien ziehen. Von dort flohen die beiden in ein slowenisches Dorf, wo Charlotte schließlich verstarb und David Stern bei einer Razzia der Nationalsozialisten erschossen wurde. Er hatte Widerstand geleistet.