Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Grazer Köpfe des JahresDiese Kultur-Köpfe sind 2020 nominiert

Bis zum 23. Dezember läuft die Wahl zu den Köpfen des Jahres in Graz und Umgebung. Die Nominierten in der Kategorie "Kultur" sind: Iris Laufenberg, Johanna Moder, Werner Schrempf, Patrick Hahn und Trio des neuen Schloßbergmuseums.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Nominiert in der Kultur: Patrick Hahn, Iris Laufenberg, Otto Hochreiter, Ingrid Holzschuh und Martina Zerovnik, Johanna Moder und Werner Schrempf © CG Pictures, Lupi Spuma, Pajman, Milatovic
 

Die Kulturkämpfer: Wie viele andere Bereiche hatte die Kultur kein leichtes Jahr – mit einem nicht enden wollenden Absagenreigen, geschlossenen Konzert- und Kinosälen, finsteren Theatern. Diese fünf haben das Kulturjahr trotzdem erhellt: mit einem Kino-Erfolg, verdienten Karrieresprüngen und großartigen Schloßberg-Projekten.

Hier stellen wir der Reihe nach die Nominierten aus der Kultur vor, heute ist Iris Laufenberg an der Reihe - last, but not least!

Hier geht es zum Voting!

Iris Laufenberg, die souveräne Schauspielhaus-Chefin

Für Graz ist es eigentlich keine so tolle Nachricht, aber es zeigt ihr Standing in der internationalen Theaterszene: Iris Laufenberg kehrt 2023 nach Deutschland zurück – als Leiterin des Deutschen Theaters Berlin, eines der wichtigsten Sprechtheater im deutschen Sprachraum.
Seit 2014 führt die Kölnerin als Nachfolgerin von Anna Badora das Schauspielhaus Graz souverän als Intendantin und setzte viele Akzente: Sie setzt auf jüngere heimische Gegenwartsdramatiker und hat mit der BürgerInnenbühne ein Partizipationsformat gefunden, in dem Menschen aus Graz und der Steiermark als Alltags-Expertinnen und -Experten auf der Bühne stehen. Bei „Bist Du GAK oder Sturm?“ ging es zum Beispiel um Grazer Fußball-Leidenschaften.

Schloßberg: Ein neues Museum für Graz

Anfang September war es so weit: Das Grazer Schloßbergmuseum öffnete erstmals seine Tore. Vorkämpfer des Museums war Otto Hochreiter: Der Direktor des GrazMuseums hatte sich dafür eingesetzt, aus dem einstigen Militärmuseum eines zu machen, das die Geschichte des Stadtbergs erzählt. Mit den beiden Kuratorinnen Ingrid Holzschuh (sie kuratierte auch die Ausstellung „Ungebautes Graz“) und Martina Zerovnik, Chefkuratorin GrazMuseum, ist man auf dem besten Weg, ein ambitioniertes Ziel zu erreichen: das besucherstärkste Museum der Steiermark zu werden.

Patrick Hahn, der Shootingstar am Pult

Schon im Alter von zwölf Jahren schrieb Patrick Hahn sein erstes Singspiel: "Die Frittatensuppe" wurde unter seiner Leitung in Graz uraufgeführt. Kaum mehr als doppelt so alt, ist der Eggersdorfer nun der Shootingstar unter den Dirigenten. Er arbeitete schon weltweit mit den renommiertesten Orchestern – Wiener Symphoniker, Niederösterreichisches Tonkünstlerorchester, Dresdner Philharmonie, Münchner Philharmoniker, Orchester der Bayerischen Staatsoper München, Symphoniker Hamburg ... Jetzt setzt er zu einem weiteren großen Karrieresprung an: Er setzte sich gegen rund 100 Bewerber durch und wird mit kommender Saison Chefdirigent in Wuppertal – als jüngster Generalmusikdirektor im deutschsprachigen Raum.

Werner Schrempf: Er schaut auf die Stadt

Heuer umtriebig: La-Strada-Intendant Werner Schrempf.
Werner Schrempf war mit La Strada das ganze Jahr über in der Stadt präsent: Neben dem zentralen Straßentheaterfestival, das in zwei Sätzen und verkleinert im Sommer über die Bühnen ging, sorgte La Strada dafür, dass Graz seit 1. Jänner von oben bewacht wird – und zwar jeden Tag, je eine Stunde lang zu Sonnenauf- und -untergang: Das Projekt „The Graz Vigil“ der belgisch-französischen Künstlerin Joanne Leighton, das La Strada für Graz umsetzte, stieß auf riesige Resonanz: Die Plätze für die 732 Wächter waren nach wenigen Wochen vergeben. Derzeit läuft die Wache übrigens virtuell. Daneben kämpft Schrempf um die Tennenmälzerei in Reininghaus als Kulturzentrum. Das Gebäude aus dem Jahr 1888 soll das kulturelle Herz des neuen Stadtteiles werden.

Johanna Moder: Ihre "Revoluzzer" überzeugten

Kein leichtes Thema für eine Satire: Um die Hilfsbereitschaft politisch engagierter, linksliberaler Mittdreißiger geht es in „Waren einmal Revoluzzer“ von Johanna Moder. Der „entwaffnende Humor“ ihres Films überzeugte: Im Jänner wurde sie mit dem deutschen Max-Ophüls-Preis für die beste Regisseurin ausgezeichnet. Sie führe „zärtlich und schonungslos“ vor Augen, „wie unsere Gesellschaft Wohltätigkeit predigt, ohne aber die eigene Komfortzone zu verlassen“, so die Jury in Saarbrücken. Das Heimspiel-Festival Diagonale reichte ein paar Wochen darauf den Thomas-Pluch-Drehbuchpreis nach. Und: Als im August die Kinos erstmals wieder neue Filme zeigen konnten, war ihr Film einer der ersten, die wieder auf der Leinwand zu sehen waren.

Das ist die Wahl zu den Köpfen des Jahres

35 Menschen aus Graz und Graz-Umgebung stehen zur Wahl zu den „Köpfen des Jahres“. Wer soll gewinnen? Stimmen Sie mit!
Es war und ist ein spezielles Jahr, seit März ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Eines bleibt trotzdem gleich: Wir suchen auch heuer, gerade heuer die Köpfe des Jahres aus der Region Graz und Umgebung.

Wir holen Menschen vor den Vorhang, die Bemerkenswertes geleistet haben – manche sind im Zuge der Corona-Pandemie regelrecht über sich hinausgewachsen, andere haben ihr getrotzt oder auch unabhängig davon Großes geschafft und geschaffen. Und gezeigt, dass auch eine Pandemie nicht unser ganzes Jahr bestimmt.

Sie haben der Kulturszene ihren Stempel aufgedrückt, bemerkenswerte Leistungen im Sport geschafft, sich in Wirtschaft und Forschung hervorgetan, als Entertainer dafür gesorgt, dass wir noch immer etwas zu lachen haben. Waren perfekte Gastgeber, sind als Newcomer erstmals in Erscheinung getreten – oder, jetzt wichtiger denn je, unser soziales Gewissen: Wir haben unter reger Beteiligung unserer Leserinnen und Leser – danke dafür! – 35 Personen in sieben Kategorien nominiert.

35 Kandidatinnen und Kandidaten stehen also zur Wahl, jeder und jede einzelne hätte den Sieg verdient. Nun liegt es aber an Ihnen: Ab heute können Sie, liebe Leserinnen und Leser, online auf www.kleinezeitung.at/koepfe und mittels Kupon (abgedruckt in der Zeitung und hier als PDF) Ihre Stimme abgeben. Wir stellen Ihnen auf den folgenden Seiten alle Kandidaten kurz vor. Wer hat es am meisten verdient, Kopf des Jahres 2020 zu werden? Machen Sie mit!

Online abstimmen können Sie bis 23. Dezember, Kupons müssen bis 26. Dezember eingesandt werden (es zählt der Poststempel). Danach schreiten die Redakteurinnen und Redakteure der Kleinen Zeitung zur Auszählung. Leider entfallen muss aus bekannten Gründen diesmal die Gala mit Siegerehrung, wir werden den Gewinnerinnen und Gewinnern aber in der Zeitung die Bühne bieten, die sie sich verdient haben.

Gewählt wird gleichzeitig übrigens auch in der Ost- und Südoststeiermark, in der Südweststeiermark sowie in der Obersteiermark. Landesweit stehen 140 spannende Menschen zur Wahl.

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren