Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Film der Woche"Waren einmal Revoluzzer": Wie man mit der Mittelschicht abrechnet

Die österreichische Filmemacherin Johanna Moder entlarvt in ihrer Tragikomödie Weltoffenheit und politische Korrektheit – und das unglaublich feinsinnig.

Ein Bobo-Paar gerät ins Strudeln, weil es an seinen hehren Idealen und ihrem Narzissmus (fast) scheitert: Julia Jentsch und Manuel Rubey © Filmladen
 

Endlich einmal „nicht nur reden“. Sondern etwas gegen all das Unheil in der Welt tun. Aktiv werden und helfen. Den eigenen, hohen und politisch überkorrekten, Idealen folgen – und daran scheitern. Das ist eine der Grundprämissen in Johanna Moders zweitem Spielfilm „Waren einmal Revoluzzer“. Die österreichische Drehbuchautorin und Regisseurin stellt darin zwei hippe, urbane und gutbürgerliche Mittdreißiger-Paare, deren Revoluzzer-Jahre längst schicken Altbauwohnungen und Zweitwohnsitzen im Waldviertel gewichen sind, auf eine harte Belastungsprobe. Richterin und Kontrollfreak Helene (Julia Jentsch) lebt mit dem zartbesaiteten Musiker und One-Hit-Wunder Jakob (Manuel Rubey) und den beiden Töchtern eigentlich ein glückliches Leben.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren