Corona in KärntenErstmals über 1000 Neuinfektionen in 24 Stunden

Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 1029 positive PCR-Tests in Kärnten gemeldet. 245 Erkrankte in Spitälern. Nächste Infektionswelle für unteres Drautal, St. Veit, Feldkirchen und St. Andrä erwartet.

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35 Corona-Patienten müssen derzeit in Kärnten intensivmedizinisch betreut werden
35 Corona-Patienten müssen derzeit in Kärnten intensivmedizinisch betreut werden © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Seit Wochen vergeht bedauerlicherweise kein Tag, an dem es keine neue Höchstwerte bei der Corona-Entwicklung in Kärnten gibt. Nachdem am Mittwoch die 7-Tage-Inzidenz erstmals über 1000 gelegen ist, folgt am Donnerstag die nächste schlechte Nachricht: Mit 1029 Neuinfektionen binnen 24 Stunden (von Mittwoch, 9 Uhr, auf Donnerstag, 9 Uhr) hat Kärnten auch hier eine, vor Monaten von vielen noch undenkbare, Grenze durchbrochen.

Damit sind laut Landespressedienst (LPD) in unserem Bundesland 8188 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 245 von ihnen müssen aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung in Spitälern behandelt werden. Um 10 mehr als noch am Mittwoch. Von den 245 werden 35 (+1) intensivmedizinisch betreut. "Von diesen 35 Intensivpatienten sind 16 geimpft, von den 210 Patienten auf Normalstationen sind 107 geimpft. Die Impfdurchbrüche sind eindeutig auf Vorerkrankungen zurückzuführen oder auf Medikamente, die die Impfeffektivität reduzieren", sagt LPD-Chef Gerd Kurath.

Zwei weitere Personen sind an/mit Corona verstorben. Insgesamt gibt es damit sei Ausbruch der Pandemie in Kärnten 881 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt 50.747 Kärntner gelten als genesen. Um 172 mehr als am Mittwoch.

Nächste Welle im unteren Drautal

Darauf, dass die Corona-Zahlen bald nach unten gehen werden, deutet nichts hin. Im Gegenteil: "Neue Ergebnisse und damit die vorhersehbaren Neuinfektionen in den einzelnen Regionen Kärntens liefern die flächendeckenden Abwasserproben in Kärnten, die zweimal in der Woche analysiert werden und uns vorliegen", sagt Kurath.  Laut dieses Proben werden die Infektionszahlen im unteren Drautal ansteigen, so Kurath. Aber auch St. Veit, Feldkirchen, Kohldorf (Gemeinde Ebenthal), St. Andrä seien Regionen, in denen die Infektionen demnächst ansteigen werden, so Kurath. "Stabil sind derzeit Klagenfurt-Stadt, Spittal und Villach-Stadt. Kein Infektionsgeschehen erwarten wir aufgrund der vorliegenden Analysen in Hermagor."

Und was passiert mit diesen Informationen? Die betroffenen Regionen, konkret die Gesundheitsbehörden der Bezirkshauptmannschaften, werden bei Vorliegen der Analysen informiert. Die Infos gehen dann weiter an die betroffenen Gemeinden, damit vor Ort die Bevölkerung sensibilisiert werden kann, erklärt Kurath.

 

Kommentare (5)
mimilucki
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Hoffe auf Lockdown

Kein Mensch hat einen Lockdown gerne. Aber angesichts der Infektionen würde ich mich sogar darüber freuen. Anders werden wir das Geschehen nicht einbremsen. Und vielleicht können wir dann halbwegs normale Weihnachten feiern.
Ich bin übrigens drei Mal geimpft, und ein Friseurbesuch wäre dringend nötig.

Klgfter
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treiber sind die schulen ……

massnahmen dort ? keine ! dann wunderts euch !

josef0106
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Schulen

Sind jetzt die KINDER schuld, nicht mehr die Ungeimpften?
Ist eine sehr gewagt Aussage

Franzzz
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Achtung

Das dürfen Sie in einem sozialdemokratisch regierten Bundesland nicht sagen;-)

NiroMeans
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vielleicht…

…. aber auch, Garagen, Keller, Almhütten etc., 😏