Es ist ein Nebensatz im Energie-Kapitel des Programms der neuen Bundesregierung, doch der Inhalt birgt Sprengkraft. Um den Bodenverbrauch zu begrenzen, sollen „Planungs- und Widmungskompetenzen stärker auf Landesebene gebündelt“ werden, heißt es auf Seite 152 des schwarz-rot-pinken Konvoluts. Auch wenn weitere Details dazu fehlen, ist das grundsätzliche Vorhaben geeignet, tief in die bisher gelebte Praxis der Raumordnung einzugreifen. Denn auch wenn dem Land mit dem Raumordnungsgesetz von 2021 mehr Kompetenzen zuteil wurden, die Flächenwidmung ist seit jeher Kernangelegenheit der Gemeinden. Rufe nach einer Änderung dieses Umstands - der WWF etwa fordert seit Jahren eine Obergrenze für den Bodenverbrauch - werden seit Jahren vor allem dann regelmäßig laut, wenn der Blick auf die grassierende Zersiedelung und den rasanten Flächenverbrauch in Österreich fällt.
Gemeinden ausgebremst
Land Kärnten soll verstärkt gegen Flächenfraß ankämpfen
Laut neuer Bundesregierung soll die Flächenwidmung künftig „stärker auf Landesebene gebündelt“ werden. Expertin sagt: „Uns fehlen so oder so die Spielregeln.“
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