Der Abbau von 350 Stellen bei AVL List in Graz, das Bangen um Hunderte Arbeitsplätze am Voestalpine-Böhler-Standort in Mürzzuschlag, der drohende Verlust von OMV-Jobs im mittleren dreistelligen Bereich – Österreichs Industrie musste zuletzt mit zahlreichen Hiobsbotschaften aufwarten. Nun dürfte es auch beim oberösterreichischen Faserhersteller Lenzing zu neuerlichen Personaleinschnitten kommen. Laut „Oberösterreichischen Nachrichten“ wackeln 500 Arbeitsplätze, 200 könnten noch heuer, weitere 300 im nächsten Jahr wegfallen. „Es ist eine Katastrophe. Für Lenzing ist es das vierte Abbauprogramm in vier Jahren“, wird Angestelltenbetriebsrat Stephan Gruber zitiert. Vom Unternehmen gibt‘s bisher weder Bestätigung noch Dementi. Klarheit könnte der Montag bringen, für diesen Tag ist eine Betriebsversammlung sowie eine Aufsichtsratssitzung angesetzt. Betroffen sollen insbesondere Angestellte in der Verwaltung sein – diverse administrative Aufgaben könnten ins Ausland ausgelagert werden, heißt es in dem Bericht. Die Lenzing AG beschäftigt aktuell rund 7700 Mitarbeiter weltweit, davon knapp 3000 in der Zentrale. Bereits 2024 gingen bei Lenzing 500 Jobs verloren.