Die Adventzeit naht mit großen Schritten und damit auch die Zeit der Kekse und Lebkuchen. Wer sich schon vor dem 1. Dezember einen Vorrat an Weihnachtsgebäck anlegen will, wird am 28. November vor dem Regionalbüro der Kleinen Zeitung in Bruck fündig: Bereits zum sechsten Mal werden gemeinsam mit den Bäuerinnen des Bezirks Kekse für die Hilfsaktion „Steirer helfen Steirern“ verkauft.

Mit dabei ist auch in diesem Jahr das Agrarbildungszentrum Hafendorf-Oberlorenzen, das rund 50 Stück des traditionellen Oberlorenzener Kletzenbrotes für den Verkauf spendet. In der Backstube am Standort Oberlorenzen sind die Schülerinnen schon eifrig mit dem Backen beschäftigt. Mit schnellen Handgriffen rollen Anna, Julia, Hanna und Magdalena den Germteig aus und falten ihn anschließend geschickt über die Füllung.

Die Füllung wird von den Schülerinnen in Germteig verpackt
Die Füllung wird von den Schülerinnen in Germteig verpackt © KLZ / Moritz Prettenhofer

„Zu klein soll es nicht sein, zu viel aber auch nicht“, leitet Edith Breiner ihre Schülerinnen mit dem Teigroller an, während sie selbst die Füllung zu kleinen, flachen Zylindern formt. „Ich mach’ das Kletzenbrot schon 25 Jahre“, erzählt die Lehrerin. Die fruchtig-nussige Füllung wird bereits am Vortag vorbereitet, ehe sie am nächsten Tag – passend zur Weihnachtszeit – wie ein Geschenk im Germteig verpackt wird. Nach etwa eineinhalb Stunden im Ofen ist das Kletzenbrot dann fertig zum Verspeisen.

Edith Breiner hat bei der Zubereitung reichlich Routine
Edith Breiner hat bei der Zubereitung reichlich Routine © KLZ / Moritz Prettenhofer

„Früher war das Kletzenbrot eine rein bäuerliche Spezialität, für die Füllung wurde nur das verwendet, was man hatte“, erzählt Breiner und verweist auf die lange Tradition der Speise, die bis ins Mittelalter zurückreicht. In Oberlorenzen werden heute zahlreiche regionale Zutaten verwendet, der Honig etwa wird von den Schülerinnen und Schülern hergestellt.

Insgesamt stellen die Schülerinnen 50 Stück des Oberlorenzener Kletzenbrotes her
Insgesamt stellen die Schülerinnen 50 Stück des Oberlorenzener Kletzenbrotes her © KLZ / Moritz Prettenhofer

Insgesamt dauert die Zubereitung zwei Tage: „Dahinter steckt viel Arbeit. Wenn der Ofen an ist, wird es warm wie in der Sauna“, erzählt Breiner. Ihre Schülerinnen beschreiben den Geschmack des Kletzenbrots als „sehr fruchtig“, was eine kleine Kostprobe bestätigt. Wer sich selbst davon überzeugen will, kann das am 28. November beim Verkauf der Benefizkekse tun.