Nieselregen und Kälte waren für die Keks-Liebhaber und Weihnachtsbegeisterte aus der Region kein Hindernis. Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start der Benefiz-Keks-Aktion der Bäuerinnen aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag in Kooperation mit der Kleinen Zeitung Bruck und der Fachschule Hafendorf-Oberlorenzen standen die ersten Frühaufsteher vor dem Stand. „Es freut mich, dass auch heuer die Wertigkeit und das Engagement unserer Bäuerinnen geschätzt wird. Der Andrang spricht für sich“, ist Bezirksbäuerin Elisabeth Hörmann stolz. Zum fünften Mal haben die Bäuerinnen zu Hause Kekse gebacken, die sie für die Benefiz-Keks-Aktion zur Verfügung gestellt haben. Pünktlich um 8 Uhr ging es dann los.
Ein Blick in die Keks-Schachtel zeigt, mit wie viel Liebe und Hingabe die Bäuerinnen die Kekse gebacken haben. Perfekt gerollte Vanillekipferl liegen neben mit feiner Hand verzierten Mürbteig-Keksen und mit Staubzucker überzogenen Spagatkrapfen. Da wundert es nicht, dass die Kekse bereits nach 20 Minuten ausverkauft waren. Auch die Lebkuchenhäuser der Schülerinnen der Fachschule Hafendorf-Oberlorenzen und die gesponserten Lebkuchen-Bücher von Rudolf Gstättner waren im Nu vergriffen.
117 Kilo Kekse
So konnten 4683,70 Euro durch den Verkauf erzielt und gespendet werden. „Wir haben 117 Kilo Kekse verpackt und verkauft“, sagt Barbara Kiendlsperger von der Bauernkammer. Schon beim Einpacken der Kekse am Vorabend hat sie die Vermutung gehabt, dass es heuer eine beachtliche Menge an Keksen ist: „Die Bäuerinnen legen ihr Herzblut in die Aktion. Das sieht man nicht nur an der enormen Menge an Keksen, sondern auch daran, wie schön die Kekse aussehen.“
Im Vorjahr wurden nämlich 109 Kilo Kekse verkauft und 4213 Euro erwirtschaftet. Stolz ist man aber nicht nur auf die Spendensumme und die Menge an Keksen. Das Engagement und die Zeit, die jede einzelne Bäuerin in die Sache investiert, ist beachtlich. „Neue Kreationen haben den Weg in unsere Schachteln gefunden. Das wundert mich aber gar nicht. Die Ansprüche, die die Bäuerinnen selbst an ihre Kekse haben, sind groß“, so Kiendlsperger. Dabei geht es nicht nur um qualitativ hochwertige Produkte, sondern auch das entsprechende Handwerk.
Überlegungen, wie man eine sechste Auflage der Benefiz-Keks-Aktion gestalten kann, gibt es auch schon. „Wir überlegen, die ‚Abnahmemenge‘ an Keks-Schachteln pro Person zu begrenzen, damit auch jeder, der möchte, seinen Spendenbeitrag leisten kann“, erklärt Hörmann.