OberflächenwasserRächt sich die Bodenversiegelung? Die neue Gefahrenlage bei Unwettern

Nach jüngsten Schäden ist man sich bei der Stadt Graz und der Feuerwehr sicher: Oberflächenentwässerung ist neue Herausforderung.

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Wasser so weit das Augen reichte, hielt die Stadt am letzten Wochenende auf Trab
Wasser so weit das Augen reichte, hielt die Stadt am letzten Wochenende auf Trab © KLZ/Pajman
 

Während am Himmel der Spuk vorerst vorbei ist, sind Tausende Haushalte in Graz und Umgebung weiter mit den Folgen der jüngsten Unwetter beschäftigt. Zumindest aus Sicht der Stadt Graz und der Feuerwehr haben die Überschwemmungen gezeigt: Weniger die Bäche sorgen für Kopfzerbrechen, vielmehr die Oberflächenentwässerung und mögliche Hangrutschungen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Ragnar Lodbrok
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Reininghausgründe, Brauquartier, Smart City und und und

Hektarweise wird in Graz Boden versiegelt - aus zig Einfamilienhäusern und Villen mit großem Garten werden Mehrfamilienhäuser ohne Garten.
Und der Kanal?
Der bleibt gleich groß..... Obwohl zig tausende Menschen mehr dran hängen... Und dann wundern sich alle, wenn kein Wasser mehr versickert, die Kanäle übergehen und das Wasser sich den Weg in die Tiefgaragen, Häuser und Wohnungen sucht.
Die Grazer können sich bei Nagl bedanken. Die Hintergründe sind klar. Die Bauwirtschaft hat viel in seine Wahlkämpfe investiert...mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Geld ist für viele Wirtschaftstreibende und Politiker wichtiger als Natur und Leben.

niederlh
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Einfach Rechnung

Wasserstand ist Wassermenge geteilt durch Fläche, also wird sich jeder neue Hochbau negativ auswirken. Wasser rinnt nun mal vom Dach und verteilt sich dann daneben.

stprei
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Versiegelung

Bei solchen Regenmengen ist die Versiegelung total egal. Da steht bei mir auf der Schotterstraße das Wasser, aus dem Wald schießt es als Sturzbach und auch in meiner Wiese (nicht Rasen) steht das Wasser.

Da helfen nur Sammlungsflächen, die überflutet werden können (Rückhaltebecken, Retentionsgräben etc.)

niederlh
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Richtig

Das Problem ist nur, dass wenn am unteren Ende Häuser gebaut werden, dann noch Pool, Carport usw. Da hat das Wasser dann weniger Fläche, also wirds höher stehen was zu größeren Schäden führt, als wenn das Wasser in der Wiese steht. Wenn Häuser im Hang stehen "schießt" dass Wasser eben über Terrassen usw. weil es halt auch in schmale Bahnen geleitet wird.

giru
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Was für eine Frage!

Diese Überschrift könnte aus der Zeit des Club of Rome stammen.

Zooropa
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Die Innenstädte von New York, Tokio, Rom und GRAZ sind seit Jahrhunderten völlig versiegelt…

Die heutige Hysterie rund um etliche überflutete Keller nach einem ist wieder einmal aufgeheizt, weil die Grazer - vrozugsweise in den „besseren Bezirken“ einfach keine Neubauten wollen - außer die eigenen natürlich. Folgt man der Logik mancher Diskutanten, müsste man in Graz großflächig Viertel abreißen, weil dann gibt es genug entsiegelte Fläche und überflutete Keller auch nicht mehr.

Frage aber: Wo würden denn die Menschen, die in den in den letzten 70 Jahren gebauten Häusern leben, wohnen? Im Umland und dort alles noch mehr zersiedeln und dann nach Graz einpendeln.

Ob es den Grazern - auch am Ruckerlberg - passt oder nicht: Die Stadt ist zum Bauen und Wohnen da. Und ja, das geht schöner und qualitativ besser, aber es geht nicht wirklich weniger..

Seien wir froh dass es ob des Jahrhundertregens so wenig Schaden und keine Verletzten gibt. Das zeigt, dass die Planung prinzipiell funktioniert.

SoundofThunder
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Tokio

Tokio hat ein riesiges Unterirdisches Rückhaltebecken (eine riesige Unterirdische Kathedrale) welches die Regenmassen aufnehmen kann und kontrolliert in den Ozean weiterleitet. Die haben mit Überflutungen weniger ein Problem. Die haben auch die finanziellen Mittel dafür.

SoundofThunder
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PS

Vielleicht sollte Graz anstatt der U-Bahn in ein U-Auffangbecken investieren (Die U-Bahn würde sowieso absaufen).😉😉

GanzObjektivGesehen
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Selten genug, aber hier muss und darf ich ihnen recht geben.

Tokio hat ein Auffangbecken, Kuala Lumpur hat den Smart Tunnel. Großes und zunkunftsicheres Denken. Wirtschaftlich und sicherheitstechnisch eine ausgezeichnete Investition. In Österreich denkt man hauptsächlich an den (kurzfristigen) Wahlerfolg.

Wenn man schon Häuser baut, dann sollte man sich darüber klar sein, wie wichtig das Fundament ist, auf dem es steht. Aus meiner Erfahrung wird das Thema Wasser stiefmütterlich behandelt. Auf der einen Seite "die wertvolle Resource" auf der anderen Gebrauchsgegenstand, billig und scheinbar unlimitiert vorhanden.

Wir schwanken zwar zwischen Trockenheit und Überflutungen, aber es reicht scheinbar noch immer nicht um sich mit diesem Thema ernsthaft und nachhaltig auseinanderzusetzen.

Es sollte eine Auflage bei Neubauten sein, das Oberflächenwasser aufzufangen und einer sinnvollen Weiterverarbeitung zuzuführen. Ich habe selbst (freiwillig) in eine große Zisterne investiert und bin froh darüber, dass ich in der nächsten Trockenperiode meine Pflanzen nicht mit Trinkwasser gießen muss....

seinerwe
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Sachlich bleiben

Bei solch enormen Niederschlagsmengen kann kein Wald und keine Wiese das in Sekundenschnelle aufnehmen. Die Bauwerke müssen das Wasser am Grundstück belassen d.h. entweder unter dem Gebäude oder in einen Brunnenschacht.

alwin
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Neue Erkenntnisse!

Jetzt wird mir endlich klar, wofür Tiefgaragen gebaut werden.

homerjsimpson
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Grünraum weg, alles zubetonieren und in Hochwassergefahr bauen lassen.

Die Stadt Graz hat unter Nagl all das gemacht, jetzt müssen millionenteure Becken den Schaden verringern helfen. Die Maßnahmen zahlt: Ja der Steuerzahler, nicht die, die mit den Immobiliendeals viel Geld gemacht haben. Wer das weiter will, wählt Schwarz und Blau.

stprei
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Jahre

Vor 50 Jahren ist das Wasser in St. peter oder Andritz am Acker gestanden, da hat's halt nur keinen interessiert. Keine Wiese kann so viel aufnehmen, das Wasser muss abfließen.

In meiner Gegend ist der Bach vor 50 Jahren übergegangen und er tut es heute noch. Nur die Schäden sind jetzt da, weil Leute meinen, dort bauen zu müssen.

pescador
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Ja ja, das sind jetzt ganz neue Erkenntnisse.

Wer hätte das wissen können, dass Oberflächenwasser bei zunehmender Bebauung nicht versickern kann.

DergeerderteSteirer
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Ja, ja........ jetzt stehen viele mit offenen Augen und offenen Mund fragend da und markieren die Unwissenden und Verwunderten, ...........


was die unverschämte Natur von gewissen Göttern in Menschengestalt so alles verlangt....... ;-)

Die Natur ist immer stärker als der Mensch, wer nicht im Einklang mit ihr kooperiert wird früher oder später von ihr bestraft!!

DergeerderteSteirer
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Zusatz........


Der Mensch ist auf der Erde nur zu Gast und bei richtigem Verhaltensweisen geduldet!

Dies sollte sich so mancher mit wasserfestem Stift hinter die "Öhrchen" schreiben!

Stephan123
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für die Grazer Bau- und Anlagenbehörde

... ist das eine vollkommen neue Erkenntnis. ...

Sandro1994
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Wo in Europa?

Mal ehrlich, welche Stadt in Europa hätte hätte bei 173l/qm keine Probleme? In Wien gab es am Samstag genauso Probleme mit Überschwemmungen und das bei der halben Regenmenge.

HoellerP
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Eh...

....ändert halt nix an der Tatsache, dass Graz beim Zubetonieren gut ist.

Heinz-55
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Die Natur rächt sich!

Ja Herr Nagel auch wenn sie es leugnen und nicht wahrhaben wollen ihre bauwut hat folgen!!!!!! Auch wenn sie jetzt ein wendehals aufgrund der wahlen sind!