Graz am RuckerlbergVersiegelung: Wenn verbaute Hänge Sturzbächen die Rutsche legen

Immer mehr Hänge werden verbaut - und Nachbarn werden bei Gewittern von Oberflächengewässern überflutet. Schutzverein Ruckerlberg kritisiert Praxis bei Baubewilligungen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
 

Die mit massiven Hochwasserverbauungen und Rückhaltebecken gesicherten Grazer Bäche haben letztes Wochenende zumeist gehalten, was sich die Politik von den Millionen-Investitionen versprochen haben. Und doch waren in Graz ganze Straßenzüge unter Wasser, weil infolge von Bodenversiegelung und einer Flut an Oberflächenwasser ein bei solchen Regenmassen an seine Grenzen stoßendes Kanalnetz die Fluten einfach nicht mehr bewältigen konnte.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

alwin
0
27
Lesenswert?

Wohlstandsauswirkungen

Auf einem Baugrund (siehe Video und Luftbild ) befinden nur mehr untergeordnet Bereiche die Niederschlagswässer aufnehmen können, sondern:
-Terrassen
-Glasüberdachungen
-Pool mit Poolumrandungen
-Garagen und Carports
-Wege, Parkplatz, Umkehre - gepflastert oder asphaltiert
-Gartenhütte, Gerätehütte, Gartenpavillon
-Saunahäuschen
-Grillplatz mit " Outdoorküche"
und der Rest: " Englischer Rasen".

STEG
0
19
Lesenswert?

Investoren

Es fehlt ein Gesamtkonzept für den Großraum Graz.
Jede Gemeinde will wachsen und jammert dann, wenn die Infrastruktur nicht mithalten kann. So auch Graz. Einstmals als Pensionopolis bekannt, wollte man sich ein modernes Image verpassen. Zumindest städtebaulich. Mit den entsprechenden Folgen. Die Investoren klatschen in die Hände, die Bevölkerung hat die Folgen zu tragen!

Heike N.
2
42
Lesenswert?

Kann man diese

Gutachter nicht zur Verantwortung ziehen?

HannesK
1
11
Lesenswert?

Gutachter ein Kapitel für sich

Leider nein, ich denke an andere juristischen Kämpfe und Krämpfe bei vielen subjektiven medizinischen Gutachten - Gutachter, die oft enge Partner von mächtigen Versicherungen sind und daher wie Erfüllungsgehilfen wirken...Daueraufträge sind ja stets willkommen!

stadtkater
0
29
Lesenswert?

Die werden sagen:

Die Realität hat sich leider nicht an die Prognosen gehalten;)!

Ragnar Lodbrok
40
46
Lesenswert?

Man kann wohl nur mehr Grün wählen.

Von allen Varianten noch die überlebensfähigste.

battlefronter007
5
14
Lesenswert?

Wer diese

Gemeinderatswahlen Grün oder Blau wählt bekommt automatisch Schwarz mit dazu und es wird genauso bleiben wie es jetzt ist

Kaufmann
11
48
Lesenswert?

Die Grünen sind leider auch nicht mehr wählbar

Siehe zukünftige Bodenversiegelung einer grossen Fläche in Autal durch Umwidmung von LN in Gewerbegebiet, direkt neben dem Bach. Nur möglich mit Zustimmung der beiden grünen Gemeinderäte. Die Opposition war dagegen. Also: Grün ist auch nicht überall wählbar.

X22
0
0
Lesenswert?

Hier stehts etwas genauer

Zuletzt teilte Meister auch Briefe von besorgten Bürgern zu diesem Thema auf der SPÖ-Homepage. „Es gab keine Informationen an die Bevölkerung außer an die direkten Anrainer“, so Meister. Sie kritisiert auch mangelnde Transparenz, da das Grundstück dem Bürgermeister gehöre. Liebmann kann die Aufregung nicht ganz nachvollziehen: „Das Gebiet wurde im örtlichen Entwicklungsplan schon vor zehn Jahren als Gewerbegebiet ausgewiesen. Es gibt ein sehr renommiertes Unternehmen, das sich für diesen Standort interessiert und viele Arbeitskräfte nach Laßnitzhöhe bringen könnte.“ Er nahm an der Abstimmung selbst aus Befangenheitsgründen nicht teil.

Ins Boot geholt werden konnten die Grünen. Gemeinderat Helmut Siedl: „Wir waren zuerst skeptisch, haben uns aber nach genauer Durchsicht und angesichts dessen, dass es offenbar einen namhaften Interessenten gibt, für die Zustimmung entschieden.“ Er freut sich über die hineinverhandelte grüne Handschrift im Projekt, so wurde die Bebauungsdichte gesenkt und es gibt ein Begrünungskonzept. Auch die Au-Gebiete rund um den Bachlauf sollen erhalten und sogar geschützt werden. "Grazer 14.03.21"

Ragnar Lodbrok
13
59
Lesenswert?

Sofortiger Baustop aller Wohnungsbauten!

Stattdessen intensive Begrünung! Geht wohl nicht. Nagl löst noch Wahlversprechen der beiden letzten GR Wahlen an die Baulobby ein.

masterchristl
2
37
Lesenswert?

Versiegelung

Mein Vater - Jahrgang 1904 - erzählte uns von Schausberger, der schon damals, kurz nach dem Krieg, vor Versiegelungen und Flussbegradigungen warb. Warum hat keiner auf ihn gehört???

nasowasaberauch
1
61
Lesenswert?

Weil man mit Naturbelassenheit kein Geld verdienen kann?

kwt

GanzObjektivGesehen
1
10
Lesenswert?

Cooler Username, klare Aussage. Jeder einzelne Daumen verdient.....

Ichweissetwas
11
94
Lesenswert?

...

die letzten Jahre hat Nagl & Co jeden, noch so absurden Bau, bewilligt, Hauptsache der Rubel rollt und man kassiert fleißig mit. Egal ob man nur mehr Baukräne sieht, und die Überschwemmungen mehr werden! ! Alles bleibt dicht und zu, es gibt nichts mehr zu "begrünen", Hoffe auf die BM-Wahl, dass sich doch ein (grünes)Blatt wendet.

homerjsimpson
13
78
Lesenswert?

Der zuständige blaue Stadtrat.... macht jetzt 2 Monate vor der Wahl Baustopp.

Nach der Wahl kann man nur hoffen, dass er nicht in der Regierung ist, sonst geht es munter weiter wie bisher, möglicst alle Grünflächen zubetonieren, das ist Graz von Nagl und Eustac.

stadtkater
4
16
Lesenswert?

Der Mario hat einen Baustop

nur für Mariatrost angedacht.

HRGallist
8
97
Lesenswert?

Graz am Ruckerlberg

Das ist ganz einfach! Es werden solche Gutachter beauftragt, von denen bekannt ist, dass ihre Gutachten entsprechend „günstig“ für die Bauträger ausfallen. Und es ist weiter bestens bekannt, dass die Grazer Betonlobby mit ihren Plänen stets auf offene Ohren bei der Grazer Stadtregierung stößt, weil beide davon profitieren: die einen wirtschaftlich, die anderen politisch. Und für Luxusbauvorhaben gibt es genügend Käufer, denen sowohl Natur als auch Naturschutz egal sind. Anders läßt sich der Versiegelungswahnsinn in Graz nicht plausibel erklären.

altbayer
4
66
Lesenswert?

Jammern

Das große Jammern am Ruckerlberg!
Der öffentliche Kanal reicht nicht aus - ist klar, wenn jeder Anlieger die Oberflächenwässer seines Grundstückes in den öffentlichen Kanal leitet.
Jeder Grundstückseigentümer sollte herangezogen werden,dass das Oberflächenwasser am Grundstück zur Verrieselung gebracht wird.
Wir haben unsere Privatstraße in Graz vor ca. 25 Jahren gebaut. Vom Magistrat wurde uns angeboten, dass wir die Oberflächenwässer ohne Kosten in den Kanal einleiten könnten - wir haben aber eine Bauweise mit Asphalt und Sickerpflastersteinen (Parkstreifen) gewählt, um das Wasser am Grundstück zur Verrieselung zu bringen. Seit 25 Jahren hatten wir noch nie ein Problem mit Hochwasser.

petera
6
91
Lesenswert?

Da Baugrund rsh und teuer ist,

wird halt gewidmet und gebaut auf Teufel komm raus. Irgendwann kommt man halt drauf, dass die tieferen Lagen bei Hochwasser überschwemmt warten und die Allgemeinheit darf für den Profit einzelner in die Tasche für Retentionsbecken & Co greifen. Ist aber eh überall das Gleiche.

Daher bin ich dafür, dass Umwidmungen nur mehr zentral von einer unabhängigen Behörde vorgenommen werden dürfen.

Stephan123
7
118
Lesenswert?

Eustacchio ...

die Bau- und Anlagenbehörde von Herrn Eustacchio, der sich jetzt vor der Wahl als "Baustopper" aufspielen will, hat in den letzten Jahren jedes noch so sinnlose und gefährliche Projekt genehmigt; jeder noch so berechtigte Einwand wurde vom Tisch gewischt. Warum wird man da nicht zur Rechenschaft gezogen ? Warum haftet der Gutachter, der solche wahnsinnigen Hangbauten freigibt, nicht für seinen Unsinn, den er in seine Gutachten schreibt ?! wir Steuerzahler dürfen dafür zahlen !

Markus5
2
18
Lesenswert?

Eustacchio und Beton-Siegi

Warum regen sich hier 92 Liker des Artikel auf, wenn dann bei der Wahl
wieder soviel Stimmen für die Beiden abgegeben werden, dass sie
eine Koalition der "Anbaustopper" bilden können!!!
Ein altes Sprichwort sagt nicht umsonst: "Wer nicht hören will, muss
fühlen - wie Graz weiter zugebaut wird!!!

Stephan123
2
15
Lesenswert?

ja da kann man sich nur wundern

wer jetzt noch die Betonkoalition wählt, dem ist Graz völlig egal ...