Ein Flugzeug mit 180 Österreichern an Bord ist Mittwochmittag in Maksat gestartet. Schon am Vormittag hob auch der erste Rückflug von Slowenen aus der Krisenregion im Nahen Osten ab. Gebannt blickt man seitdem in Slowenien auf den Flug mit der Kennung „JUV3012“, einer gecharteten Boeing 737 der jordanischen Fluggesellschaft „Jordan Aviation.“ Der Flug hob mit etwa einer Stunde Verspätung am Mittwochvormittag in Maskat im Oman in Richtung Europa ab. Unter den Passagieren seien auch Babys, ein zehn Monate altes Kind soll ernstlich erkrankt sein und 40 Grad Fieber haben.

Die Boeing 737 der Jordan Aviation
Boeing 737 der Jordan Aviation bringt slowenische Staatsbürger aus dem Nahen Osten nach Europa © IMAGO

Die slowenischen Passagiere des ersten Fluges wurden mit Bussen von Dubai in den Oman gebracht. Seit Dienstag warteten sie am Flughafen in Maskat auf ihren Heimflug. Das Flugzeug habe am Dienstagabend zunächst keine Landeerlaubnis in Maskat erhalten, musste wieder abdrehen und landete Mittwochmorgen gegen 7 Uhr früh von Amman kommend im Oman. Am Vormittag konnte der Flieger dann mit den slowenischen Staatsbürgern an Bord abheben

Militärdrohne

Laut Slovenske Novice, das slowenische Nachrichtenportal verfolgt den Flug über Flightradar in Echtzeit mit, kam es zu Mittag dann zu einer gefährlichen Beinahe-Begegnung im Luftraum: „Gegen 12.40 Uhr stellten wir fest, dass laut dem Flugradarportal die Flugroute des slowenischen Flugzeugs von einer amerikanischen Militärdrohne, einer Northrop Grumman MQ-4C Triton, gekreuzt wurde. Da diese Drohnen im zivilen Luftraum operieren, müssen sie Signale aussenden und sind daher auch für Flugverfolgungssysteme sichtbar. Sie soll vom US-Militärstützpunkt Sigonella in Italien gestartet sein und befindet sich zum Zeitpunkt dieser Meldung im Persischen Golf, unweit der iranischen Küste“, berichtete das slowenische Nachrichtenportal.

Zwischenstopp

Glücklicherweise kam es dabei zu keinem Zwischenfall. Die Maschine konnte ihren Flug fortsetzen, knapp vor der Grenze Israels schwenkte der Charterflug ab. Laut aktuellen Informationen befindet sich die Maschine derzeit in Jordanien am Flughafen Akaba, Es soll sich um einen geplanten Zwischenstopp handeln. Der Weiterflug sei gegen 17 Uhr geplant. Zunächst sollte das Flugzeug im ägyptischen Badeort Scharm El Sheikh anfliegen. Neuesten Informationen zufolge solle es nun direkt Slowenien anfliegen und gegen 20.40 Uhr erwartet man die Landung am Flughafen Ljubljana.

Weitere Charterflüge

Mindestens tausend slowenische Staatsbürger sitzen derzeit aufgrund des Krieges im Nahen Osten fest. Zwei weitere Flüge sollten ebenfalls am Mittwoch starten. Aufgrund der aktuellen Lage wurden diese aber vorerst verschoben. Man habe aber Rückflüge für alle slowenischen Staatsbürger organisiert, die Flüge seien bereits gechartert und man halte für die Kosten 1,5 Millionen Euro bereit. „Die Sicherheit und Rückholung slowenischer Staatsbürger hat oberste Priorität“, teilte die slowenische Regierung mit. Es sei dies der erste Flieger, je nach Sicherheitslage und Möglichkeit sollen bald weitere Flüge folgen.