675 Bundesligaminuten, aufgeteilt auf 20 Einsätze, acht Tore und drei Assists und somit ein Scorerpunkt alle 61,364 Minuten. Diese Bilanz kann sich mehr als sehen lassen. Und war Grund genug für den WAC, mit einem echten Sturmjuwel zu verlängern.

Die Rede ist natürlich vom 19-jährigen Sturmtank Erik Kojzek. Der Neo-Österreicher, er wechselte ja nach guten Gesprächen mit Ralf Rangnick die Staatsbürgerschaft von Slowenien zugunsten des ÖFB, mit dem Gardemaß von 1,95 Metern verlängerte seinen bereits bis 2027 laufenden Kontrakt im Lavanttal vorzeitig bis 2028. „Ich bin glücklich, dass ich durch die Entwicklung der Vorsaison noch mehr Vertrauen erarbeiten konnte“, sagt Kojzek selbst.

Die Wölfe haben mit dem „Mini-Haaland“ auch einiges vor. In der Vorsaison war Kojzek noch ein typischer Joker, der von der Bank noch einmal Wucht ins WAC-Offensivspiel bringen konnte, jetzt planen Trainer Didi Kühbauer und die Vereinsführung damit, ihn zur Nummer eins im Wolfsberger Sturm aufzubauen. Ein Zuckerl bekam Kojzek im Zuge der Vertragsverlängerung gleich einmal mit auf den Weg. Ihm wird die Ehre zuteil, künftig mit der Nummer 9 am Rücken aufzulaufen. Kojzek durfte dafür die 47 abgeben. Leidtragend ist Sankara Karamoko, dem der 9er somit abgenommen wurde.

Kojzek gilt darüber hinaus als Hoffnung des österreichischen Nationalteams, wo im Sturm bald eine Flaute herrschen könnte. Schließlich hört Marko Arnautovic (36) nach der WM im Team auf, Michael Gregoritsch hatte zuletzt in Freiburg die Reservistenrolle inne. In der U21 war er schon einmal dabei, aber noch ohne gültigen rot-weiß-roten Pass und daher noch einsatzlos.

Für den WAC geht es am Mittwoch ins Trainingslager nach Maria Alm, am Weg dorthin wartet mit dem SC Braga (POR) in Saalfelden (17 Uhr) noch ein spannender Test-Gegner, dem der Cupsieger auch in der Europaleague-Quali oder später in einer Ligaphase wieder begegnen könnte.