Jetzt ist es also wirklich passiert, der erste Abgang beim WAC ist nach der Cupsiegersaison fix. Mit der Öffnung des Sondertransferfensters aufgrund der Ende Juni startenden Klub-WM am Sonntag, das bis 10. Juni gilt, wechselte Adis Jasic in die Vereinigten Arabischen Emirate. Al-Ain nahm den 22-jährigen Schienenspieler für drei Jahre unter Vertrag. Über die Ablöse wurde zwar Stillschweigen vereinbart, Geld ist aber nach Wolfsberg geflossen, wenn auch keine Unsummen. Und das deshalb, weil Jasic‘ Vertrag beim WAC zwar ausläuft, aber eben erst am 30. Juni.

Dass es so schnell gehen sollte, ist eben der Klub-WM geschuldet, an der Al-Ain teilnimmt. Und dabei wird Jasic in Übersee auf echte Kracher-Gegner treffen. So geht es für ihn und seinen neuen Arbeitgeber in der Gruppenphase gegen Juventus Turin (19. Juni), Manchester City (23. Juni) und den Wydad Athletic Club aus Marokko (26. Juni), der übrigens wie die Wolfsberger in seiner Heimat als „WAC“ bekannt ist.

Der Wechsel hatte sich schon seit Wochen abgezeichnet. Wochen, in denen Jasic ob seines dringenden Wunsches, den Klub in dieser Übertrittsphase zu verlassen und seiner Einstellung, auch bei Trainer Didi Kühbauer in Ungnade gefallen war. Sein prominentester Mitspieler steht mit Rui Patricio übrigens im Tor der Araber. Der St. Veiter Jasic kam 2016 in die WAC-Akademie und absolvierte 126 Pflichtspiele (9 Tore, 15 Assists) auf der Außenbahn sowie im zentralen Mittelfeld für die Lavanttaler.

Jasic ist nur der erste von vielen möglichen Abgängen

Jasic könnte damit eine Kettenreaktion auslösen, denn er ist nicht der einzige, der gehen wird. Für Chibuike Nwaiwu erwartet sich der WAC eine zweistellige Millionensumme, Dejan Zukic oder die Neo-Nationalspieler Nikolas Polster und Thierno Ballo sind ebenso heiß umworben wie Maxi Ullmann, der als einziger ablösefrei zu gehen droht, sich aber auch mit dem neuen Vertragsangebot vom WAC beschäftigt. Allerdings: Wenn Kühbauer ins Ausland gehen sollte, wäre eine Mitnahme seines Lieblingsspielers ein realistisches Szenario.