„Es ist alles erlaubt, nur kein Feuerwerk“, sagte WAC-Präsident Dietmar Riegler vor der Saisonabschlussfeier im VIP-Klub der heimischen Arena. Das klappte - nun ja - fast. Zu späterer Stunde wurden doch noch ein paar wenige Knallkörper gezündet, was diesmal aber keine Folgen hatte. Schließlich war beim letzten unangemeldeten Feuerwerk nach dem Cupsieg am 1. Mai das Stadiondach in Brand gesetzt und der VIP-Bereich beschädigt und evakuiert worden.
Auch wenn das letzte Meisterschaftsspiel mit 1:1 in Graz nicht den Titel brachte, nur ein einziges Tor auf den Meisterteller gefehlt hatte, durfte gefeiert werden. „Und das auch total verdient“, wie Abwehrass Nico Wimmer attestierte. Er und seine Kollegen bogen mit dem Teambus und gefolgt von 15 Fanbussen aus Graz um 20.35 Uhr beim heimischen Stadion ein und wurden gebührend von den Daheimgebliebenen, die in der „Wolfslounge“ und beim Stadion mitgezittert hatten, zur Party empfangen. „Cup-Sieger, Cup-Sieger – hey, hey“, riefen sich die Fans gegenseitig und ihren Helden lautstark zu.
Als dann auch die Klubführung wieder daheim war, durfte Rieglers Lieblingssong, „Schwarzer Sand von Santra Cruz“ nicht fehlen, ein Dauerschleifenphänomen an diesem Abend, das auch der Mannschaft gefiel. Die mit Ehrung und Eintrag ins Goldene Buch der Stadt auch noch den offiziellen Teil gut meisterte und mit dem ÖFB-Cup stolz posierte. „Der Cup-Sieg ist sensationell und die Stadt Wolfsberg ist stolz auf euch alle“, sagte Vize-Bürgermeister Alexander Radl in Richtung Spieler und würdigte auch das Ehepaar Riegler: „Lieber Dietmar, liebe Waltraud, ohne euch würde das nicht stattfinden“, sagte Radl, erntete tosenden Jubel der Fans und ergänzte: „WAC, ihr seid der Meister der Herzen!“ Und als er Waltraud Riegler als „Wolfs-Mama“ bezeichnete, machten die WAC-Spieler hinter „ihrer“ Mama als Zeichen der Solidarität die Welle. Sie wird ihre Kicker auch kommende Saison mit Sicherheit wieder mit Bananenschnitten verwöhnen.
Danach sollte sich das Partyvolk aber lichten, lange waren der Tag und intensiv das Spiel bereits gewesen. Natürlich nicht für alle, ein harter Kern wechselte um Mitternacht auch noch einmal das Lokal und feierte bis in die frühen Morgenstunden im Innenstadtlokal „Embassy“, wo auch schon der Cup-Titel begossen worden war. Mit dabei natürlich Kapitän Dominik Baumgartner oder Feierbiest Chibuike Nwaiwu, der schon nach dem Pokalgewinn das Bad in der Menge sichtlich genossen hatte.