Lange war es nicht still um den WAC, denn nur knapp einen Monat, nachdem man im Bundesliga-Herzschlagfinale um nur ein Tor den Kürzeren im Meisterkampf gezogen hatte, steht am Montag schon der Vorbereitungsstart des ÖFB-Cupsiegers für die Saison 2025/26 an. Trainer Didi Kühbauer bittet seine Truppe dann erstmals zurück auf den Lavanttaler Rasen - und kann dabei drei Neue begrüßen. Auch wenn sich wohl noch einiges tun wird, defensiv konnte der WAC bereits seine Breite im Kader sichern. Denn auf die Abgänge von Adis Jasic (Al-Ain) und Jonathan Scherzer (Ried) wurde zuerst mit Rieds Rechtsverteidiger Fabian Wohlmuth reagiert und nun auf der linken Seite mit der jüngsten Neuverpflichtung: Rene Renner. Der flinke 31-Jährige beendete damit sein kurzes Thailand-Intermezzo bei Buriram United und kickt künftig wieder unter Kühbauer. Wie schon 2022/23 beim LASK.

Renner hat für Mattersburg und die Linzer bereits 173 Bundesligaspiele (8 Tore, 15 Assists) in den Beinen, lief 16 Mal in der Europa League und neunmal in der Conference League auf. Renner kennt also, im Falle einer Qualifikation für eine europäische Ligaphase auch das internationale Geschäft gut. „Besonders gespannt bin ich auf meine ersten Einsätze in der Lavanttal-Arena und auf die internationalen Aufgaben, die wir hoffentlich sehr erfolgreich bestreiten werden. Ich bin topmotiviert für die neue Saison und bereit für den Trainingsstart am kommenden Montag“, sagt der Oberösterreicher, der bis 2027 signierte.

Noch ist der WAC nahezu vollzählig

Mit Renners Verpflichtung hat man auf jeden Fall einen Konkurrenten für Dauerläufer Maxi Ullmann auf der linken Schiene geholt und wäre - im Falle eines Ullmann-Abgangs - mit einem routinierten Spieler abgesichert. Ullmann hat noch nicht verlängert, aber auch nirgends anders unterschrieben. Sein Vertrag läuft noch bis 30. Juni, über der Personalie schweben also noch Fragezeichen. Spannend wird auch sein, wie sich LASK-Neuzugang Marco Sulzner einfügt. Der 21-Jährige soll sicher eine Backup-Rolle spielen, die sich aber auch vergrößern könnte, wenn Chibuike Nwaiwu wechselt. Noch ist nichts spruchreif.

Das gilt auch beim wieder aus Russland umworbenen Dejan Zukic, der bereits vergangenen Sommer fast bei ZSKA Moskau und nicht im Lavanttal gelandet wäre. „Die Spieler haben Verträge, wir damit keinen Zugzwang. Aber wenn dementsprechende Angebote kommen, werden wir Spielern auch keine Steine in den Weg legen. Beim WAC bilden wir ein gutes Sprungbrett in andere Ligen“, wird auch Präsident Dietmar Riegler, der weiter recht gelassen agiert, nicht müde zu betonen.