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Starker Anstieg bei TotenAnschober präsentiert Impfplan in drei Phasen, Start im Jänner

Gesundheitsminister Rudolf Anschober informierte über die Covid-19-Impfstrategie. Schon im Jänner sollen einige 100.000 Dosen Impfstoff geliefert werden. Die Situation sei derzeit weiterhin sehr ernst, "in Teilbereichen sogar dramatisch".

Gesundheitsminister Rudolf Anschober: Die Zahl der Neuinfektionen sinkt, aber die Zahl der Todesfälle steigt.
Gesundheitsminister Rudolf Anschober: Die Zahl der Neuinfektionen sinkt, aber die Zahl der Todesfälle steigt. © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat für heute spontan eine Pressekonferenz einberufen, bei der er gemeinsam mit  dem Sonderbeauftragten des Gesundheitsministeriums,  Clemens Auer, und der Leiterin der Impfabteilung im Gesundheitsministerium, Maria Paulke-Korinek, die Österreichische COVID-19-Impfstrategie präsentierte.

Einen leichten Rückgang bei der Zahl der Neuinfektionen konnte Anschober vermelden, am Tag 22 nach dem Teillockdown und Tag 8 nach dem harten Lockdown. 4.377 Neuinfektionen gab es innerhalb der letzten 24 Stunden zu vermerken. "Damit sind wir doch leicht unter dem Dienstag der Vorwoche", so Anschober.

Schlechte Nachrichten gebe es aber noch in Bezug auf die Folgewirkungen: Ein Plus von 118 Todesfällen, damit waren es bisher insgesamt schon  2.577. Einen Anstieg von 141 Patienten gibt es auch bei den Hospitalisierungen, aber "nur" 19 Patienten zusätzlich auf den Intensivstationen. Insgesamt sind es damit aber 704 Patienten auf Intensivstationen, erstmals mehr als 700.

Die Situation ist weiterhin sehr ernst, in Teilbereichen sogar dramatisch.

Rudolf Anschober

Es gibt weiterhin mehr Neuinfizierte als Neugenesene. Die Zahl der Schwererkrankten steige weiterhin, aber nur noch um 7 Prozent, nicht mehr um 33 Prozent, wo dieser Wert schon einmal war. Anschober: "Die Situation ist weiterhin sehr ernst, in Teilbereichen sogar dramatisch."

Impfkampagne gegen Corona startet im Jänner

Impfplan mit drei Phasen

Österreich stellt mit dem Impfexperten Clemens Auer einen von zwei Vorsitzenden des europäischen Steuerungskomitees, das die Auswahl der Impfstoffe und die Verhandlungen koordiniert. "Darüber können wir uns glücklich schätzen", so Anschober.

Die Impfkampagne gegen die Corona-Pandemie soll im Jänner 2021 starten. Die Impfungen sollen in der ersten Phase in Alters- und Pflegeheimen bei Menschen über 65 und beim Personal beginnen, erläuterte Auer. Höchste Priorität haben demnach auch Hochrisikogruppen mit definierten Vorerkrankungen sowie Pflege- und Gesundheitspersonal in Spitälern, Ordinationen, Rettungsorganisationen und sozialen Diensten.

Die erste Phase umfasst den Jänner und Februar 2021, hier werde Impfstoff nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Auer schätzte, dass zunächst eine Million Dosen vorhanden sein werde. Bei zwei notwendigen Teilimpfungen pro Person wären damit 500.000 Menschen zu immunisieren.

In einer zweiten Phase werde dann auch im niedergelassenen Bereich geimpft, mit Fokus auf die 24-Stunden-Pflege (Pflegebedürftige und PflegerInnen) sowie auf Personen mit Systemrisiko (Polizei, Justiz, Lehrer und Kindergärten).

200 Millionen Euro für Impfungen

200 Millionen stehen für den Ankauf von 16,5 Millionen Dosen mehrerer Hersteller zur Verfügung, so Anschober. Der Gesundheitsminister will eine Durchimpfungsrate von deutlich über 50 Prozent erreichen.

Ab dem zweiten Quartal 2021 soll in einer dritten Phase auch die allgemeine Bevölkerung geimpft werden, und zwar auch über Impfstraßen in den Gemeinden.

Grundsätzlich sagte der Ressortchef, dass die Sicherheit an allererster Stelle stehe und nicht der Zeitfaktor. Dass in der ersten Phase noch nicht an der Peripherie geimpft werden könne, hänge auch mit der Logistik zusammen: Jener Impfstoff, der als erstes zur Verfügung stehen werde, müsse bei minus 80 Grad gelagert werden, was der Pharmagroßhandel nur an acht zentralen Standorten bewerkstelligen könne.

Welche Impfstoffe tatsächlich zum Einsatz kommen, entscheide die Arnzeimittelbehörde. Die Impfstoffe würden in Tranchen geliefert. Es sei keine Prinzipienfrage, sondern was als erstes zur Verfügung stehe, werde eingesetzt, denn schließlich gehe es um das Verhindern von Todesfällen und nicht um einen Schnupfen, ergänzte Maria Paulke-Korinek.

Massentests noch vor Weihnachten

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Montagabend nach dem Gespräch der Regierung mit den Landeshauptleuten für die Corona-Massentests geworben: "Auf dem Weg zurück zur Normalität sind in den kommenden Wochen und Monaten Massentests und Impfungen die zwei entscheidenden Faktoren", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Anschober (Grüne) warb für enge Zusammenarbeit und umfassende Digitalisierungsschritte. Sowohl die Massentests als auch die Impfungen würden freiwillig bleiben.

Kurz betonte nach der Sitzung mit den Landeshauptleuten Montag Abend, dass mit den Massentests noch vor Weihnachten begonnen werde. Voraussichtlich würden dann bereits im Jänner einige 100.000 Dosen Impfstoff geliefert: "Zunächst wollen wir die Risikogruppen und medizinisches Personal sowie Mitarbeiter in Pflegeheimen impfen und dann in die breite Masse gehen."

In allen Bundesländern sei der Wille und die Bereitschaft gegeben, beide Projekte voranzutreiben und zu unterstützen. Die Gespräche dazu würden in den kommenden Tagen intensiviert.

Die Erfahrungen und die Struktur für die Massentests sollten dann auch für die Impfung genutzt werden. Dazu soll bereits am Mittwoch im Ministerrat der Impfplan auf den Weg gebracht werden.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

Isidor9
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Clemens Auer Impfexperte????.

Bitte geht es noch? Wer schreibt denn so einen Blödsinn? Dr. Clemens Auer ist doch kein Impfexperte! Er ist Politologe, hat über die Krise des Katholizismus publiziert und ist irgendwann ins Gesundheitsministerium gekommen. Wie weiß ich nicht. Egal, er ist ein netter ,älterer Herr aber ihn zum "Impfexperten" zu machen ist ein starkes Stück.

Isidor9
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Impfung:.Wieder einmal hinten nach


Während die Deutschen schon im Dezember impfen hinken wir wieder einmal hinten nach. Erst im April 2021 werden die gefährdetsten grossen Bevölkerungsgruppen (65 plus) eine Impfung bekommen. Wer hat denn da so schlecht verhandelt? Wer ist da schuld? Was sagt der Herr " Sonderbeauftragte" Dr.Auer Clemens dazu?

eleasar
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Massentest: Warum nicht eine Woche früher?

Ich lehne den Massentest nicht per se ab. Aber ich hinterfrage nochmal den Zeitpunkt. Wer will sich am 18.-19.12. testen lassen, wenn der Hauptpreis Weihnachten in Selbstisolation ist? Man erfreut damit nicht nur sich selbst, sondern gleich auch noch alle K1-Kontaktpersonen, die Weihnachten auch zuhause absitzen dürfen. Warum testet man nicht eine Woche früher am 11.-12.12. und ermöglicht so allen (also auch den positiv getesteten) Menschen ein möglichst unkompliziertes, quarantänefreies Weihnachtsfest?

Klgfter
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gehts lieber deine verwandten mit an mitbringsel besuchen ?

die werden sich freuen wenns dann losrotzen weil du da warst anstatt beim test ......

siral1000
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Rudi Anschober...

...hat eindeutig enormes Durchhaltevermögen, chapeu! In einer Lage, für die es keinen Blueprint geben kann, weiter so besonnen zu sein, auch ab und an Fehler einzugestehen, alle mit einzubinden - große Klasse. Ich kann mir kaum jemanden vorstellen, der nicht schon längst das Handtuch geworfen hätte.

koko03
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Unglaublich was dieser Mann

und die restliche Regierung in den letzten Monaten geleistet hat. Hut ab und DANKE dafür.

JK1976
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Wenn irgendein Nachplabeln seiner Einsager

Eine Leistung ist dann gute Nacht Österreich

Stony8762
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Eine zu frühe Impfung würde bei evtl. doch erheblichen Nebenwirkungen nur die Impfgegner befeuern und es einem späteren, sicheren Impfstoff schwer bis unmöglich machen, sich bei der Bevölkerung durchzusetzen!

Isidor9
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Das grösste Gesundheitdprojekt

Nochmals: Ohne Impfung wird das Elend nie enden. Gott sei Dank ( den großen Geistern der Wissenschaft sei Dank) ist es gelungen etwas zu finden. Und jetzt jammern die, die über das Virus jammern , über die Impfung! Ja ,Himmelherrgottnocheinmal was wollt Ihr eigentlich? Und zu dem Herrn Sonderbeauftragten für Gesundheit : das ist ein distinguierter , ruhiger , sympathischer , ehrenwerter ,älterer Hofratstyp.Aber ich zweifle, dass der studierte Philosoph und Politologe der Richtige jetzt für diese Herkulesaufgabe der Krankheitsbekämpfung ist.

Balrog206
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Wie

Funktioniert das genau ! Diverse Länder geben schon bekannt , ab wann Impfungen möglich werden , aber der Impfstoff ist doch erst in der Testung bzw Zulassung ! Wird der schon im Vorfeld produziert obwohl er noch gar nicht zugelassen ist ??
Wie lange dauert es sonst von der Zulassung bis zur Mill fachen Verfügbarkeit für alle Länder ??

BachHendl
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Du brauchst ja keine Impfung, 306 …

wenn du Symptome haben solltest, ist´s in deiner Glaubensgemeinschaft ja maximal ein Schnupfen – und da reichen Globuli und Essigpatscherl allemal …

hermannsteinacher
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Essigpatscherl/Essigpatscherln

wirken Wunder.

KVKG
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Auch wenn es

für Sie ind IHRE Glaubensgemeinschaft unwahrscheinlich ist: es soll auch in dieser Zeit noch normale Verkühlungen mit den Symptomen eurer Lieblingskrankheit geben. Da kenne ich sogar mehr als Corona-Kranke. Na und so was aber auch, ich hatte auch so eine böse Verkühlung, und es war nicht Corona.

willfurth
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Erstaunlich!

Ihre Aussage trifft tatsächlich für >99% aller Österreicher zu!

checker43
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Produzieren

ohne Zulassung darf man ja. Sonst dauerts nach der Zulassung halt länger. Will aber keiner. Und mit "sonst" brauchens das nicht vergleichen. Erstens ist ein mRNA.Impfstoff schneller zu entwickeln, zweitens wurde intensiver daran gearbeitet als bei anderen Impfstoffen. Die Testphasen und sonstigen Vorschriften für eine Zulassung müssen trotzdem eingehalten werden.

Balrog206
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Checker

Nur wer produziert schon millionenfach diesen Impfstoff im Vorfeld , wenn er nicht schon weiß das er zugelassen wird ??? Wenn etwas nicht passen würde ist er für die Katz !

silentbob79
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@Balrog206

Bill Gates zb hat mehrere Milliarden Dollar zur Verfüng gestellt, damit die aussichtsreichsten Kandidaten schon vorab produziert werden können. Auch auf das Risiko hin, dass es der eine oder andere nicht durch die Zulassung schaffen wird.

willfurth
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Gates hat nicht "zur Verfügung gestellt",

er hat "investiert". Und so wie offenbar 50% der Menschheit erfolgreich verängstigt wurden, wird der Herr in jedem Fall ein gutes Geschäft machen.

femoli
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Und...

...evtl. Langzeitwirkungen, über die noch niemand Bescheid wissen kann, spielen in diesem Fall absolut keine Rolle, oder?

Wenn dann ggf. in einigen Jahren Zig-Tausende an etwaigen Organstörungen leiden, kann man halt nichts machen - weil war ja Corona...
Oder wie darf ich das verstehen???

Mein Graz
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@femoll

Keiner muss sich impfen lassen, es gibt ja keine Impfpflicht.
Wenn du Bedenken hast dann lass es.

Isidor9
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Obsessive Obskuranten

Normal wäre es ,wenn jemand gegen das Impfen ist, dass er sich und seine Kinder (!) ,(verantwortungslos zwar, aber ist eben so,) nicht impfen lässt uns dann den Mund hält. Diese obsessiven Obskuranten haben aber etwas Missionarisches an sich und gehen Gott und der Welt mit ihrem Irrationalismus auf den Wecker.

hermannsteinacher
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Ob Sessive,

Ob Skuranten,
toll besorgt
sind diese Tanten.

femoli
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@mein graz

Und genau das mache ich 😉

Balrog206
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Mein

Fluglinie Qantas erwägt schon das nur geimpfte mitfliegen dürfen !!!

BachHendl
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Na ja,

Quantas wird eben nicht mehr mit Tieffliegern fliegen wollen …?!

silentbob79
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@Balrog206

Ja und? Die sind ein privates Unternehmen. Warum sollen sie nicht irgendwelche Bedingungen aufstellen dürfen mit wem sie eine Geschäftsbeziehung eingehen?

 
Kommentare 1-26 von 134