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Verzögerte RekordwerteDatenchaos sorgt für Aufschrei aus der Wissenschaft

Eine hohe Serverauslastung verursachte tagelange Verzögerungen im Epidemiologischen Meldesystem. Forscher sehen gesicherte Prognosen in Gefahr und fordern bessere Daten.

© APA/Herbert Neubauer
 

Es war ein Höchstwert mit Anlauf. Noch bevor die Zahlen des Vortages eintrudelten, kündigte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Donnerstagvormittag einen sprunghaften Anstieg der Corona-Neuinfektionen an. Seit Tagen klagen die Bundesländer über Verzögerungen im Epidemiologischen Meldesystem (EMS). Diese Probleme seien nun zwar behoben, es werde aber noch zu Nachmeldungen von Fällen kommen, so Anschober.

Kommentare (77)
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GanzObjektivGesehen
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Leider...

...werden immer noch ca. 95% aller Kommentare dazu geschrieben um mit den Auswirkungen der Pandemie zu hadern und Schuldige zu suchen.
Wenn alle handelten Personen sich stattdessen um die Eindämmung derselben beschäftigen würden, dann hätten wir vermutlich wesentlich geringere Problem und andere Sorgen.

Leider ist der gesunde Egoismus zu einer Volksseuche mutiert. Quasi eine Vorerkrankung.
Deswegen hat es das Virus in Österreich so leicht.

feringo
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@GanzObjektivGesehen : Leider ...

Ja, solche Knilche sind viele unterwegs, diese machen das Stöbern in Kommentaren unnötig mühsam.

Pointnet
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@ganzObjektivGesehen

Nicht nur in Österreich! Das ist ein weltweites Problem!!

Frag mich was ist besser - lockdown oder selbständiges zuhause bleiben - eigentlich ist beides gleich. Geht keiner mehr raus oder nur für wichtige sachen - funktioniert die wirtschaft auch nicht. zb keine Kleidung kaufen - kein Umsatz usw.

Wir können ja nicht terminisierungen beim rausgehn machen - ich weiss ja zb nicht wann andere leute einkaufen gehen etc. So entstehen dann natürlich auch ansammlungen. Also besser alles zu und keiner kann....

Stony8762
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G.o.G.

Sag, oder besser, schreib das mal unseren 'scios'!

scionescio
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"Wenn alle handelten Personen sich stattdessen um die Eindämmung derselben beschäftigen würden"

Es würde schon genügen, wenn die dafür vorgesehene Regierung geplant handeln würde, vernünftige Maßnahmen mit den Experten abstimmt, die Einhaltung dieser Maßnahmen überwacht und auch durchsetzt und selbst alle unsinnigen Maßnahmen wie zB die Genehmigung eines Kirtages mit 150.000 Besuchern (nur um ihr Klientel zu bedienen, werden da anscheinend bewusst vermeidbare Covid-19 Opfer in Kauf genommen) unterlässt (2 Wochen nach diesem Kirtag ist Kärnten vom Klassenbesten zu Schlechtesten geworden - was für ein Zufall!).

Das Virus hat es leicht, weil es wieder kälter geworden ist und eine überforderte Regierung 8 Monate mit Pressekonferenzen vergeudet hat und auf eine Impfung gehofft hat, statt sich ordentlich und rechtzeitig auf die absehbare zweite Welle vorzubereiten - dieses Versagen jetzt auf die eigene Bevölkerung abzuwälzen ist sicher auf dem Mist der Medienberater gewachsen und unterste Kanone!

Rot-Weiß-Rot
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@GanzObjektivGesehen, glaubst du ernsthaft, dass deine Kommentare an der Situation etwas ändern?

Glaubst du allen Ernstes, dass ein Maskenverweigerer plötzlich zur Maske greift, nur, weil er deinen Kommentar liest?
Ich verhalte mich seit 8 Monaten genau nach den Regeln und trotzdem will ich wissen wer für diese Situation, in der wir uns nun befinden, die Verantwortung trägt. Was hat dazu geführt, dass Österr. vom Klassenbesten zum Sitzenbleiber wurde? Waren es ausschließlich die Maskenverweigerer, die Kroatienurlauber oder doch falsche Maßnahmen bzw. keine Maßnahmen der Entscheidungsträger? Warum wurde ein einstiger Musterschüler, der im März alle Maßnahmen widerstandslos befolgte, zum Maskenverweigerer? Menschen ändern sich nicht grundlos.
Über was soll ich mir sonst Gedanken machen? Soll ich mit jedem Kommentar die Leser hier auffordern sich an die Maßnahmen zu halten? Alle die Corona ernst nehmen machen das ohnehin und jene, die das nicht so sehen, werde ich mit meinen Zeilen nicht umstimmen. Das haben nicht einmal Experten geschafft. Also was sollen wir tun und schreiben um deinen Vorstellungen zu entsprechen?

DonBobo
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Privatwirtschaft vs Behörde

Die IT Abteilung meines Arbeitgebers hat im ersten Lockdown binnen 2 Wochen weltweit 10tausenden Mitarbeitern ein vernünftiges gleichzeitiges Arbeiten im Homeoffice gewährleistet. Es sollte einer Behörde möglich sein ihre Meldesysteme binnen Monaten auf das zu erwartende Volumen "aufzubohren".

Avro
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Tarnen und Täuschen

Hat diese Regierung eigentlich irgendeinen fuck-up ausgelassen?
Datenbanken die nicht funktionieren, Covid Positive die nie getestet wurden, Gesetze die gegen die Verfassung verstoßen usw.
Erbärmlich ist noch eine Untertreibung.
Alles was sie können ist Angst und Hysterie verbreiten. Was bleiben wird von der Misere ist eine ruinierte Wirtschaft, Schulden die die nächsten 2 Generationen nicht bezahlen kann, Arbeitslose ohne Ende und zum drüberstreuen wird Covid-19 immer noch existieren.

Stemocell
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Aufschrei aus der Wissenschaft, die KLZ berichtet darüber,

als ich unter dem Artikel der gestrigen Neuinfektionen auf genau diese Problematik mit den unzuverlässigen Zahlen hinwies, wurde ich mit vielen Daumen runter abgestraft und einige User erklärten mir gar, dass die Zahlen ‚eh nicht so wichtig seien‘. Wann werden die Jünger von Drosten und co. endlich begreifen, dass diese sinnlose und unübersichtliche ‚Teststrategie‘ niemandem hilft und nur Verwirrung in der Bevölkerung stiftet? Wie Frau Meinl-Reisinger von den Neos richtig bemerkte: ‚Aufgrund diese ungenauen Zahlenlage ist evidenzbasiertes Handeln unmöglich‘.
Wann wird man sich endlich auf das Wesentliche konzentrieren? Nämlich all die Menschen, die tatsächlich etwas vom Coronavirus zu befürchten haben, effektiv zu schützen? Und dabei die 8,5mio gesunden Bürger so wenig einzuschränken wie möglich. In Schweden hat man das nach anfänglichen Fehlern verstanden, bei uns hält man stur an einer Strategie fest, die offensichtlich nicht funktioniert.

Stony8762
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Stemo

Alle, absolut ALLE, haben etwas von diesem Virus zu befürchten! Was hat man in Schweden verstanden? Etwa dass man 6000 Menschen eiskalt draufgehen liess?

Stemocell
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Eiskalt draufgehen hört sich für mich nach Vorsatz an

Sie haben absolut keine Ahnung, wovon Sie reden.

Mein Graz
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@Stemocell

"Nämlich all die Menschen, die tatsächlich etwas vom Coronavirus zu befürchten haben, effektiv zu schützen?"

Klingt ja wie immer gut. Es fehlt allerdings noch immer ein vernünftiger, durchführbarer Vorschlag wie das gehen könnte. Denn es wird IMMER Kontakte nach Außen geben, du kannst nicht (wenn ich bei deiner Rechnung bleibe) 400.000 Personen so einsperren, dass nicht einmal Betreuer bzw. Pflegepersonal mit ihnen in Berührung kommen, die ja wiederum Kontakte nach Außen haben.

Stemocell
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100%ige Sicherheit gibt es keine,

alte und schwache Menschen werden immer an Krankheiten sterben, völlig egal was wir machen. Man KANN nicht alle Toten verhindern, was ist daran so schwer zu verstehen? Ja natürlich kann man nicht Betreuer und Pfleger im Heim einsperren, aber man kann alle verfügbaren Mittel darauf konzentrieren, diese Personengruppen so gut wie möglich zu schützen. Anstatt sinnlos gesunde Menschen zu testen, die möglicherweise gar nicht mit Risikogruppen in Kontakt kommen, könnte man einfach das gesamte Gesundheitspersonal regelmäßig testen. Wir verteilen im Moment unsere Ressourcen planlos auf die Gesamtbevölkerung, was ja anscheinend nicht funktioniert. Man könnte ja ein Konzept aussrbeiten, wie man die verfügbaren Ressourcen auf die von ihnen erwähnten ca. 400.000 Personen bündeln kann.

Mein Graz
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@Stemocell

Logisch, dass man nicht alle Toten verhindern kann. Man kann - wie du sagst - versuchen, diese Menschen zu schützen.
Aber auch der Vorschlag "testen, testen, testen" kann nicht funktionieren, denn nur ein Teil der Alten und denen mit Vorerkrankungen (was auch Jüngere betrifft) lebt in Heimen oder hat Betreuer.
Willst du jetzt jedem, der in die Risikogruppe fällt, eine Person zur Seite stellen, die einkaufen geht, willst du die Risikogruppe davon abhalten die Wohnung zu verlassen für etwa einen notwendigen Arztbesuch? Und diese Personen willst du dann regelmäßig testen, wobei diese Tests ja nur eine Momentaufnahme sind, denn eine Infektion kann doch jederzeit erfolgen.
Das ist schlicht unmöglich.

Wäre es da nicht "menschlicher", dass die Risikogruppe durch ALLE geschützt wird?

PS: die von mir erwähnten 400.000 Personen ergeben sich aus deiner Angabe von 8,5 Millionen Österreichern bei einer Gesamtpopulation von 8,9 Millionen.

Stemocell
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‚Menschlicher, dass die Risikogruppe durch alle geschützt wird‘

In der Theorie, ja. Praktisch sieht man aber spätestens jetzt, dass das nicht so einfach funktioniert. Eine überwältigende Mehrheit der Österreicher hält sich seit über einem halben Jahr brav an die Maßnahmen. Trotzdem ist die Situation im Moment ernster als jemals zuvor. Was sehen wir daraus? Das Virus lässt sich nicht einfach so von uns ‚steuern‘ wie wir das gerne hätten. Die Menschen sehen das und beginnen sich zu fragen: Ja warum soll ich da mitmachen, wenn es doch eh nichts bringt? Niemand würde einen Sicherheitsgurt anlegen, wenn dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung gleich wäre, wie ohne. Ja ich glaube, dass 400.000 Personen eine realistische Zahl der Risikogruppe sind. Eine hohe Zahl, aber im Vergleich zu 8,9mio verschwindend gering. Mir sagt die Logik, dass es logistisch einfacher ist, sich voll und ganz auf 400.000 zu konzentrieren, als 8,9mio mit ungenauen Zahlen an der Nase herumzuführen.

Mein Graz
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@Stemocell

Es soll "logistisch einfacher" sein, 400.000 Menschen, über ganz Österreich verstreut, von der größten Senioreneinrichtung bis zum allein Lebenden im kleinsten Dorf, von Leuten, die noch im Berufsleben stehen bis zum Hochbetagten, zu erfassen und betreuen?
Puh.
Da möcht ich nicht Koordinator der Maßnahmen sein.

Ich sehe so eigentlich nur den Versuch, die Verantwortung füreinander, die man in einer Gemeinschaft hat, auf wenige abzuwälzen.

scionescio
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@Mein Graz: Und wo ist die Solidarität der Risikogruppe allen anderen gegenüber?

Warum können sie sich nicht einfach eine Brille und FFP 3 Maske aufsetzen, Abstand halten und ihre Hände waschen - wenn sie das konsequent tun, geht ihr Risiko gegen NUll und alles ist gut!
Warum sollen das die anderen 8,5 Millionen machen und noch auf vieles andere verzichten, die Wirtschaft ruiniert werden und viel Menschen ihre Arbeit verlieren ... nur damit die 400.000 nicht auf sich selbst aufpassen müssen?
Warum wird von 8,5 Millionen Solidarität verlangt und von den 400.000 dagegen nicht?
Ich verstehe nicht, wie man soo absurd argumentieren kann.

Mein Graz
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@scionescio

Und ich verstehe nicht, warum du hier mit mir eine Diskussion anzetteln willst wo du genau weißt, dass ich bei diesem Thema nicht drauf anspringe.

Stemocell
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Jeder Einzelne ist natürlich nicht möglich,

100%igen Schutz gibt es nicht, das hatten wir ja schon. Es gibt ja auch genug Menschen der Risikogruppe, die sich nicht für die Maßnahmen interessieren. Aber unsere Anstrengungen sollten in nächster Zeit definitiv in diese Richtung gehen, wenn nicht, werden wir bald so viele Tote haben wie in Schweden und das trotz Maskenpflicht, Lockdown usw...
Und zum Thema Verantwortung: Wenn man das mit der Verantwortung so ernst nehmen würde, müssten wir eigentlich sofort alle Aktivitäten einstellen, bei denen andere grundlos gefährdet werden. Motorradfahren, gefährliche Sportarten etc...
Ein gewisses Risiko fährt immer mit, aber sie können nicht von allen jungen Menschen verlangen, monatelang ihr soziales Leben komplett einzustellen, mit dem Argument, dadurch möglicherweise einige Menschenleben zu retten. Genausogut könnten Sie von einen Extrembergsteiger verlangen, nicht mehr auf den Berg zu gehen, weil dadurch möglicherweise andere Personen gefährdet werden.

Mein Graz
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@Stemocell

Auch ich bin Motorrad gefahren, habe Sportarten betrieben, die andere als "gefährlich" einstufen würden. Ich habe dabei immer im Auge gehabt, andere eben NICHT zu gefährden, habe mein (Fahr-) Verhalten darauf abgestimmt, wie ich es auch jetzt tue, wenn ich mir mal ein Auto ausleihe und wohin fahre.

Ich habe in meiner Familie einige junge Menschen, und die würden mich auch gerne wieder sehen oder mich mal an sich drücken. Sie kommen nicht, sie drücken mich nicht, weil sie das so wollen, weil sie mich und meine Familie nicht gefährden wollen. Sie tun das FREIWILLIG und nicht, weil ich es verlange.

DAS ist Verantwortung übernehmen.

Stemocell
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Ja und ihnen war es der

Spaß des Motorradfahrens wert, dass Sie bei jeder Ausfahrt bewusst in Kauf nehmen, andere unnötig zu gefährden. Denn: passieren kann immer was, egal wie sehr man aufpasst. Genauso verhällt es sich bei Jugendlichen, die trotz Maßnahmen privat ihre Freunde treffen. Ja, sie tuen das freiwillig, dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, aber Sie können nicht pauschal alle als Lebensgefährder oder Ignoranten bezeichnen, die sich die Freiheit nehmen, trotz Corona ihre Freunde und Familien zu treffen. Mein Opa sagte zum Beispiel, dass er lieber das Risiko eingeht krank zu werden, als seine Enkelkinder nicht mehr zu sehen.

Mein Graz
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@Stemocell

Für mich ist die Diskussion beendet.
Du unterstellst mir, dass ich andere pauschal als Lebensgefährder oder Ignoranten bezeichne.

Das reicht.

Stemocell
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Zumindest ‚Maßnahmenverweigerern‘ und

‚feiernden Jugendlichen‘ die Schuld geben, was für mich aufs Gleiche rauskommt. Trotzdem, danke für die Diskussion.

feringo
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@Stemocell 👍 @MeinGraz 👍

Stemocell und Mein Graz, viele Daumen hoch für eure Diskussion.

Mein Graz
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@feringo

Vielen Dank!

Helga Baurecht
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verstehs ja nach wie vor nicht...

In die Apotheken und zum Arzt muss man einzeln eintreten und zum Lutz stürmen 8000 gleichzeitig. Wo ist da die Logik bzw. wo ist da auch das eigenverantwortliche Handeln und der Hausverstand jedes einzelnen geblieben, der dort hin geht?

 
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