1938Die Steiermark auf dem Weg zur „Volksgemeinschaft“

Zwischen Jubel und Horror: Während die einen Adolf Hitler huldigten, begann für die anderen der Terror, der sofort nach dem „Anschluss“ einsetzte.

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Hochrangige Nationalsozialisten, darunter auch Hitler selbst, kamen Anfang April nach Graz.
Hochrangige Nationalsozialisten, darunter auch Hitler selbst, kamen Anfang April nach Graz. © Picturedesk
 

KK Im Juli 1938 wurde Graz der Titel „Stadt der Volkserhebung“ verliehen
Im Juli 1938 wurde Graz der Titel „Stadt der Volkserhebung“ verliehen © KK
Der formal mit dem 12. März 1938 vollzogene „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland war kein punktuelles Ereignis. Er muss vielmehr als Prozess verstanden werden, der in den letzten Februar- und ersten Märztagen des Jahres 1938 begann und sich über das Jahr 1938 hinaus ausdehnte. Im Kern ging es darum, all jene, die nicht in das rassistische Weltbild der Nationalsozialisten passten, zu vertreiben oder zu ermorden und die steirische Gesellschaft schrittweise im Sinne der NS-Volksgemeinschaft umzubauen. Ein Vorgang, der mit den Begriffen Verfolgung, Terror, Teilhabe und Verlockung grob umrissen werden kann und sich in einzelnen Ereignissen des Jahres 1938 manifestierte.

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