Wer „wir sind“ und dass wir „so nicht sind“ – darüber ist in letzter Zeit viel nachgedacht worden. Doch kann man so etwas überhaupt allgemein sagen? Viele Etiketten über Österreich folgen einem groben Raster oder sind falsch. Andere verweisen auf eine längst versunkene Vergangenheit (was dann als besonders österreichisch gilt).
Wäre etwa der Bundesadler auf der Höhe der Zeit, dann hielte er nicht Hammer und Sichel in seinen Krallen, sondern vielleicht eine Leiterplatte für die Industrie und einen Zirbenschnaps für den Tourismus. Symbol der Freiheit wären nicht gesprengte Ketten, sondern zerrissene Maske und Impfnachweis. Und gäbe es nicht modernere Wappentiere? Alpaka, Saibling, Rauhaarbracke wegen des Hunde-Booms?
Aber Zuschreibungen sind eben immer dem Hergekommenen verhaftet. Sonst hießen die Menschen hierzulande nicht nach fast ausgestorbenen Berufen Müller, Wagner oder Schuster, sondern Kindergartenpädagogin, Paketbote und Fernmeldemonteur. Was natürlich keine schönen Nachnamen wären. Vor allem nicht, wenn man sie dann noch brav mit Gendersternchen schmückt.
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