Es ist zwar nur ein kurzes Stück, doch es sorgt trotzdem für reichlich Verwirrung. Seit den Umbauarbeiten im Rahmen der Verkehrslösung für Albersdorf-Prebuch, gibt es kurz vor dem Jet-Kreisverkehr in Fahrtrichtung Gleisdorf bei der neu entstandenen Ampel nun eine zweite Spur, in der man sich rechts einordnen kann. Diese soll den „Leistungsbereich der Kreuzung erhöhen“, heißt es vonseiten des Landes.
Allerdings interpretieren Autofahrer die Spur fälschlicherweise als Abbiegespur nach Gleisdorf. Doch die Abbiegung folgt erst später. Zuvor werden die zwei Spuren nochmals zu einer verengt und Rechtsabbieger müssen sich unmittelbar vor dem Abbiegen nochmals einmal links einordnen. Eine Missinterpretation, die zu brenzligen Situationen führt.
„Baut mit viel Geld Unfallhäufungsstelle“
Als „schildbürgerhaft“ und „Fehlplanung“ bezeichnet Christoph Stark, Bürgermeister von Gleisdorf, die neue Verkehrsführung. „Man baut hier mit viel Geld eine Unfallhäufungsstelle. So, wie es jetzt ist, macht es keinen Sinn. Man steht rechts und muss sich links reinzwicken, damit man einige Meter wieder rechts abfahren kann. Es sind wirklich ungewohnt viele Leute, die mich darauf ansprechen, aber es ist eine Landesstraße.“
Bei den Zuständigen des Landes habe er auch nachgefragt und die Info erhalten, dass die Stelle umgebaut werde. „Und zwar so, dass die Abbiegespur verlängert wird, bis zur eigentlichen Abfahrt nach Gleisdorf. Aber das ist schon ein paar Wochen her.“
Auch bei Robert Schmierdorfer, Bürgermeister von Albersdorf-Prebuch, ist diese Stelle Thema. „Ich wurde darauf angesprochen und habe es auch an die Verantwortlichen weitergeleitet.“ Er wurde wie sein Amtskollege Stark ebenfalls über eine Lösung informiert. Aber wie genau diese aussehe, wisse Schmierdorfer nicht. „Ich kann nur sagen, dass das mit der neuen Ampel für uns jetzt sehr gut funktioniert. Fußgänger und Radfahrer können sicher queren. Das war vorher schwierig bis unmöglich.“
-Doch wie sehen die Pläne des Landes nun aus? Robert Rast vom Referat „Straßeninfrastruktur – Bestand“ erklärt auf Anfrage der Kleinen Zeitung, dass die Stelle zwar nicht mittels baulichem Eingriff entschärft werden soll, geplant sei hingegen eine Ummarkierung.
„Wurde falsch markiert“
„Ehrlich gesagt, so wie es jetzt markiert ist, ist es falsch. Man missinterpretiert es als Rechtsabbiegespur“, räumt Rast ein. „Mein Wissensstand ist aber, dass sobald es die Witterung zulässt, ummarkiert wird. Die rechte Spur wird dann durchgehen und die linke wird zum Einfädeln sein.“
Für diese Ummarkierung, so der Beamte, brauche es wiederum einen Änderungsantrag, der von der Bezirkshauptmannschaft Weiz abgesegnet werden muss. Dieser liegt jedoch bei der BH nicht auf, wie Anja Miklau-Chibici, Leiterin des zuständigen Sicherheitsreferats erklärt.