Es ist ein kluger und unaufgeregter Film, den Jim Jarmusch mit „Father Mother Sister Brother“ vorlegt. Der 73-jährige amerikanische Kultregisseur von Filmen wie „Stranger than Paradise“ oder „Night on Earth“ hat immer gut darauf geachtet, in seinem Oeuvre eine Balance zwischen Anspruch und Unterhaltung zu halten; seine Filme sind voller lakonischer Skurrilität, schräger Momente und Augenzwinkern – zu ernst nehmen darf man ihn nicht. In Jarmuschs neuem Film, der ihm in Venedig 2025 den Goldenen Löwen einbrachte, dreht sich alles um entfremdete Geschwister, die nach langer Zeit wieder aufeinandertreffen. Das fördert alte Konflikte zutage, die Situation ist angespannt. Ein Film über Familienbande, Zusammenhalt und die Konfrontation mit der Vergangenheit.