Ein bisschen sind wir stolz, und ein bisschen trauern wir. Wir sind ein bisschen stolz auf den Wirtschaftswissenschafter Martin Kocher, und ein bisschen trauern wir um ihn. Wir dürften ihn Samstag am späten Abend als Kolumnisten verloren haben. Es muss so um zehn herum gewesen sein. Auf ORF 2 lief „Auf ewig dein“. Das Telefon läutete. Der nachtaktive Bundeskanzler war am Apparat und fragte Kocher, ob er neuer Arbeitsminister werden wolle. Kocher legte auf, zog seine Frau zu Rate und rief Minuten später zurück. So wird man Minister. So verliert man als Zeitung einen exzellenten Kolumnisten.
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