Im gesamten Raum des Unteren Gailtals beginnt dieser Tage wieder eine jahrhundertealte Tradition, deren genauer Ursprung bis heute unbekannt ist: das Kufenstechen als Teil der Untergailtaler Kirchtage. Seit 2018 ist der Kirchtag, der alljährlich von Anfang Mai bis Oktober in zahlreichen Orten des Unteren Gailtals stattfindet, Teil des immateriellen UNESCO-Kulturerbes. Das Brauchtum setzt sich aus drei Hauptelementen zusammen: dem gemeinsamen Kirchgang am Vormittag, dem Brauch des Kufenstechens und dem anschließenden Lindentanz. Die Organisation obliegt seit Jahrhunderten der „Konta“ oder den Burschenschaften, wobei in der „Konta“ (slowenisch-mundartlich) die Verheirateten mitwirken und in der Burschenschaft die Ledigen.
Kufenstechen im Gailtal
Keine Helme und kein Alkohol für die Reiter
Am Wochenende startet mit dem Kufenstechen im Gailtal wieder die Saison für die Brauchtumsveranstaltung. Nach schweren Unfällen wurde im Vorjahr erneut der Ruf nach einer Helmpflicht laut, Organisatoren winken ab.
© Markus Traussnig