„Jugend forscht in der Technik – Auf den Spuren des kleinen Albert“ ist ein tirolweiter Forschungswettbewerb für Schülerinnen und Schüler von Volks-, Mittel- und Polytechnischen Schulen. Projekte aus ganz Tirol wurden für den beliebten Wettbewerb eingereicht. Die Bandbreite reichte von nachhaltiger Energiegewinnung über digitale Lösungen bis hin zu Experimenten mit Alltagsmaterialien – stets mit dem Ziel, Technik verständlich und greifbar zu machen.
Platz 3 in der Kategorie „Kleingruppe“
Bei der Abschlussveranstaltung am vergangenen Donnerstag im Haus Marie Swarovski in Wattens wurde gleich zweimal die Mittelschule (MS) Matrei geehrt – als einzige Schule Osttirols. In der Kategorie „Kleingruppe“ erreichten die Iseltaler mit dem Beitrag „Kann man mit einer Autobahn ein Haus beleuchten?“ den dritten Platz. Inspiriert von einem chinesischen Pilotprojekt entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Modell zur Nutzung von Fahrtwind zur Stromerzeugung mittels vertikaler Turbinen.
Sonderpreis für Nachhaltigkeit
Zudem heimste die MS Matrei den erst zum zweiten Mal vergebenen Sonderpreis für Nachhaltigkeit ein. Und zwar mit dem Projekt „Textilien umweltfreundlich und nachhaltig färben – geht das?“ Die Mittelschüler testeten natürliche Farbstoffe wie Blaukraut, Kurkuma und Kaffee zur umweltschonenden Textilfärbung und analysierten deren Wirkung auf verschiedene Stoffarten. Dabei überzeugte das Projekt durch Praxisnähe, Kreativität und Bewusstsein für Ressourcenschonung.
Die Abschlussveranstaltung wurde von zahlreichen Interessierten und Ehrengästen begleitet. So auch von der unter anderem für Bildung und Forschung zuständigen Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP), die betonte: „Der Wettbewerb ‚Jugend forscht in der Technik‘ zeigt eindrucksvoll, wie viel Entdeckergeist, Kreativität und Experimentierfreude in unserer Jugend steckt. Mein Dank gilt besonders den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, den engagierten Lehrkräften und all den Partnern – denn Technik und Innovation von morgen entsteht in den jungen Köpfen von heute.“
Auch Georg Niedrist, stellvertretender Obmann der Tiroler Ingenieurbüros, und Jurysprecher Claudio Landerer von der Bildungsdirektion Tirol zeigten sich beeindruckt: „Der Einfallsreichtum und die Leidenschaft, mit der die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte umgesetzt haben, ist bemerkenswert. Jedes einzelne Projekt zeigt, mit wie viel Engagement und Liebe zum Detail gearbeitet wurde – das lässt auf eine vielversprechende technische Zukunft hoffen.“
Technisches Interesse frühzeitig fördern
Ziel von „Jugend forscht in der Technik“ ist es, technisches Interesse frühzeitig zu fördern, Kreativität und Problemlösungskompetenz zu stärken und junge Talente für MINT-Themen zu begeistern. Getragen wird das Projekt von der Wirtschaftskammer Tirol in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol, der Industriellenvereinigung Tirol und dem Förderverein Technik Tirol.