Wer auf seiner Wetter-App ein bisschen nach unten scrollt, wird es bereits gesehen haben: nach einem etwas wärmeren Start ins neue Jahr, zeigen sich die kommenden Tage wieder enorm frostig. Bis zu –20 Grad wird in manchen Prognosen angezeigt, etwa für die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck.
Und in der Steiermark? „–20 Grad sind auch hier locker möglich“, sagt Meteorologe Christian Pehsl von der Geosphere Steiermark.
Wetter am Wochenende unspektakulär, ab Montag bitterkalt
Aber der Reihe nach: Das erste Wochenende im Jahr 2026 zeigt sich verhältnismäßig noch unspektakulär. Ein Mix aus viel Sonne und wenig Wolken sorgt in der gesamten Steiermark für winterliche Tage mit Frühtemperaturen um die –10 Grad in der Obersteiermark und –3 bis –5 Grad im Süden und Osten sowie der Landeshauptstadt. In den Tälern steigen die Temperaturen dann tagsüber meist knapp über den Gefrierpunkt, in höheren Lagen bleibt es auch am Tag darunter.
Und dieser Frost wird tagelang bleiben. Ab Montag steigen die Temperaturen für mehrere Tage auch in den Niederungen kaum mehr über 0 Grad. Im Raum Gröbming erwartet die Geosphere bis Ende der Woche Tiefstwerte von zumindest –17 Grad, in Leoben –18 Grad und Graz –15 Grad.
Mindestens zehn Zentimeter Neuschnee in allen Regionen
Aber: „Der Faktor Schnee ist noch unklar. Wenn Anfang der Woche eine leichte Schneedecke dazukommt und die Tage klar bleiben, sind in der nächsten Woche durchaus –20 Grad möglich“, erklärt Pehsl. Bei diesen Temperaturen dürften vor allem das Aichfeld, Zeltweg und der Raum Bad Mitterndorf zittern.
Der Neuschnee wird also Anfang der Woche, spätestens am Dienstag, erwartet – und das in der gesamten Steiermark: „Bis zu zehn Zentimeter sind überall möglich“, prognostiziert Pehsl, stellenweise auch mehr. Und: „Im Unterschied zu Weihnachten wird die Schneehöhe trotz geringerer Niederschlagsmenge höher sein“. Denn durch die niedrigeren Temperaturen ist der Schnee nicht feucht und sackt demnach auch nicht so schnell zusammen: „Es wird diesmal Pulverschnee“.
Kälte und Pulverschnee prägen Ende der Weihnachtsferien
Und der dürfte am Mittwoch erhalten bleiben, vor allem in der Südsteiermark sowie im Raum Deutschlandsberg und Feldbach. Damit stehen pünktlich zu Schulbeginn nach den Weihnachtsferien weitere Schneemengen bevor.
Am Donnerstag dürfte der Niederschlag aufhören, die Wolken sich langsam lichten, ehe das Wochenende ab dem 7. Jänner wieder sonniger wird. Und kalt. Denn die Eistage, an denen die Temperaturen kaum über 0 Grad steigen, sind gekommen, um zu bleiben.