Ein tragischer Unfall ereignete sich am Neujahrstag. Ein 63-jähriger Österreicher rodelte mit seiner 58-jährigen Gattin, ebenfalls aus Österreich, im Gemeindegebiet von Nikolsdorf gemeinsam auf einer Rodel von der Rabantalm über die Forststraße talwärts. Die 23-jährige Tochter und ihr 23-jähriger Schwiegersohn fuhren dem Ehepaar mit einer Rodel voraus.
Gegen 16 Uhr geriet das Ehepaar mit der Rodel in einer leichten Linkskurve über den rechten Rand der Forststraße hinaus. In diesem Bereich fällt das Gelände sofort steil ab, und geht nach wenigen Metern in nahezu senkrechtes, rund 25 Meter hohes Felsgelände über.
Rund 75 Meter abgestürzt
Das Ehepaar stürzte erst über das nahezu senkrechte Felsgelände und in weiterer Folge über etwa 55 Grad steiles, mit etwas Schnee bedecktes Waldgelände weitere 50 Meter weit ab. Der Ehemann erlitt beim Absturz tödliche Verletzungen, seine Ehefrau erlitt schwerste Verletzungen.
Aufsteigende Rodler bemerkten die frische über den Fahrbahnrand hinausgehende Rodelspur. Da sie von unterhalb Schreie hörten, setzten sie einen Notruf ab. Der hinzukommende Schwiegersohn stieg zu den Verunfallten ab und leistete bis zum Eintreffen des Notarztes des Rettungshubschraubers Erste Hilfe. Dieser konnte nur mehr den Tod des 63-Jährigen feststellen.
Geborgen und ins Spital geflogen
Die schwer verletzte Gattin wurde gegen 17 Uhr vom Hubschrauber-Team mittels Tau geborgen und ins BKH Lienz geflogen. Aufgrund der schweren Verletzungen wurde sie aber ins Klinikum Klagenfurt überstellt.
Der tödlich verunfallte Rodler wurde nach Abschluss der Unfallerhebungen von der Bergrettung Lienz geborgen und ins Tal gebracht. Die Angehörigen wurden von einem Kriseninterventionsteam des Rettungsdienstes betreut. Im Einsatz befanden sich die Bergrettung Lienz mit 22 Mitgliedern sowie zwei Alpinpolizisten.