Als Fahrlehrer ist Josef Brunner vielen Oberkärntnerinnen und Oberkärntnern ein Begriff. Am 13. November ist er im 67. Lebensjahr nach längerer Krankheit verstorben. Geboren wurde er am 3. Dezember 1958 in Spittal an der Drau – jener Stadt, in der der Name Brunner seit Jahrzehnten untrennbar mit der Fahrschule verbunden ist. Die Fahrschule Brunner wurde 1954 von seinem Vater Josef Brunner gegründet, aus einer tiefen Vorliebe für Menschen, Mobilität und die Freude am Fahren. Der Vater machte sein Hobby zum Beruf – und der Sohn tat es ihm gleich. Schon früh stieg der von allen liebevoll genannte „Seppi“ in den Familienbetrieb ein und gehörte zu den jüngsten Fahrlehrern seiner Zeit. Mehr als 40 Jahre lang unterrichtete er in den Klassen A und B – Motorrad und Auto – und brachte Generationen junger Menschen durch die Führerscheinprüfung.
Seine Schülerinnen und Schüler kannten ihn als jemanden, der Ruhe ausstrahlte und mit Schmäh, Geduld und Einfühlsamkeit durch jede herausfordernde Fahrstunde führte. Die jungen Damen hat er liebevoll „Katzelen“ und die Burschen „Buben“ genannt. Für sie alle nahm er sich Zeit – weit über das Berufliche hinaus. Er galt als Lebemensch, der das Leben genießen konnte und trotzdem immer Verantwortung übernahm – für seine Familie ebenso wie für „seine“ Fahrschüler. Der Fahrschule Brunner blieb er bis zuletzt eng verbunden, so war er auch in seiner Pension noch hin und wieder als Fahrlehrer tätig.
Familienmensch und Fahrlehrer aus Leidenschaft
Privat musste er früh einen schweren Verlust verkraften: Seine Ehefrau verstarb bereits vor vielen Jahren. Umso stärker galt seine Fürsorge seinen beiden Kindern Max und Laura sowie seiner Familie. Auch in Millstatt, wo seine Frau aufgewachsen war, fand er seinen Lebensmittelpunkt und engagierte sich dort unter anderem in der Bürgergarde. Für seinen Neffen Gerhard Brunner, der im Namen der Familie spricht, war „Seppi“ weit mehr als ein Onkel: „Unser Seppi hat Tausenden jungen Menschen das Auto- und Motorradfahren beigebracht. Mit seiner humorvollen und einfühlsamen Art hat er es geschafft, alle perfekt durch die Prüfung zu bringen. Er war immer für mich da – ein Onkel, den sich jeder nur wünschen kann.“ Die Anteilnahme ist groß – nicht nur in Spittal, sondern weit über die Stadtgrenze hinaus. Mit Brunner verliert die Region einen hilfsbereiten, herzlichen und geselligen Menschen, einen Familienmenschen und Fahrlehrer aus Leidenschaft.
Die Verabschiedung findet am Donnerstag, dem 20. November, um 11 Uhr in der Aussegnungshalle am Stadtfriedhof Spittal statt. Am Mittwoch, dem 19. November, besteht von 9 bis 19 Uhr ebenfalls in der Aussegnungshalle die Möglichkeit, sich persönlich von ihm zu verabschieden. Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis.