„Die slowenische Volksgruppe in Kärnten macht eine ausgezeichnete Arbeit, die wollen wir auch entsprechend in unserem Programm abbilden“, sagt Alexander Mak. Der 50-jährige Journalist aus Zell/ Sele gibt damit die Marschrichtung für die slowenische Redaktion des ORF Kärnten vor, die er ab 2. März nach der Pensionierung von Marijan Velik leiten wird.

Von der Uni in die Redaktion

Schon früh hatte der Kärntner Slowene das Bedürfnis, in die erste Reihe zu treten – etwa als Schulsprecher in der zweisprachigen HAK in Klagenfurt, die Mak als einer der ersten erfolgreich absolviert hat. Schon früh spürte er das ausgeprägte Interesse für Journalismus, für ein klassisches Publizistikstudium nach Graz oder Wien zu gehen kam für ihn jedoch nicht infrage: „Ich wollte keinesfalls weg aus Kärnten, war im örtlichen Vereinsleben stark eingebunden. Nach einem Semester BWL habe ich dann zum Lehramtsstudium Romanistik/Anglistik gewechselt.“ Bevor er es abschließen konnte, wurde man allerdings durch eine Moderation in Zell/ Sele auf ihn aufmerksam.

So startete er im November 1999 als Nachrichtenredakteur beim Privatradio Korotan, schrittweise begann er dort auch die Nachmittagssendungen zu moderieren. Durch eine Kooperation mit dem ORF kam er schließlich erstmals zum ORF Kärnten. Nachdem die Zusammenarbeit endete, wechselte er im Jahr 2003 beruflich zum Rat der Kärntner Slowenen. Im März 2004 folgte er dann schließlich dem Ruf der slowenischen Redaktion des ORF, wo er seither mit Leidenschaft das Programm mitprägt.

Über Kärntner Slowenen und für Kärntner Slowenen

„Lösungen suchen und nicht Ausreden“, so das Motto des künftigen Leiters der slowenischen Redaktion beim ORF Kärnten. „Wenn eine Entscheidung getroffen ist, soll man nicht zurückschauen, sondern durchziehen. Ich werde versuchen, allen im Team gerecht zu werden und mit ihnen transparent gemeinsame Lösungen zu finden.“ Vor Ort bei den Leuten zu sein und ein spannend-kritisches Programm über Kärntner Slowenen und für Kärntner Slowenen zu machen, das sei das große gemeinsame Ziel.

Die tolle Arbeit seines Vorgängers Marijan Velik wolle er fortführen, aber auch neue Programminhalte entwickeln: „Besonders im Magazinbereich. Darüber hinaus wollen wir mehr jugendliche Themen aufgreifen und - wenn irgendwie möglich - eine Präsenz im Social Media-Bereich aufbauen.“ Man wolle aber auch besonders darüber berichten, was die Diaspora der Volksgruppe in Wien und Graz – viele gehen fürs Studium dorthin und bleiben nicht selten – leiste und auch die Hochkultur in Slowenien sollte nicht zu kurz kommen.

Kraft aus dem Glauben

Der leidenschaftliche Mannschaftssportler – Mak spielt schon „sein Leben lang“ Fußball und Eishockey, ist stolzer Vereinsmeister der DSG Sele Zell im Tischtennis und im Ski-Alpin – verschlingt in seiner Freizeit auch gerne Bücher, ist in verschiedensten Vereinen und Organisationen ehrenamtlich aktiv und seit acht Jahren auch passionierter Jäger. „Im Wald kommen mir die besten Ideen. Ich liebe es in Gesellschaft zu sein, aber ich genieße die Stille und Einsamkeit mindestens genauso.“

Kraft schöpft er allerdings auch aus dem Glauben: „Die Bibel ist mein Bestseller. Es vergeht kein Tag, an dem ich sie nicht in der Hand halte. Daraus hole ich mir Antworten für alle Lebenssituationen.“ Abseits eines schweren privaten Schicksalsschlags habe der Vater dreier Kinder – schon im Kindheitsalter verstarb sein Sohn Gabrijel, der nun in seinem Herzen weiterlebt – auch viel Glück gehabt: „Ich bin zumindest meistens auf die Butterseite gefallen.“