Ulrich Kraßnig wählt deutliche Worte. „Klagenfurt muss entschlossen handeln und sich von nicht essenziellen Vermögenswerten trennen. Ja, das wird Arbeitsplätze kosten – aber die Alternative ist ein Notbetrieb, der die Stadt über Jahre lähmt. Auch eine Erhöhung der Stadtwerke-Dividende sollte zumindest ernsthaft in Betracht gezogen werden, um die angespannte Finanzlage zu entschärfen“, äußert sich der Wirtschaftsprüfer der Klagenfurter Stadtwerke und des städtischen Eigenbetriebs „Klagenfurt Wohnen“ in einem Brief an die Redaktion der Kleinen Zeitung. Als Mitglied des Konsolidierungsstabes hat er einen guten Einblick in die städtische Finanzmisere. Aktuell fehlen 19,2 Millionen Euro, um ein Budget für das laufende Jahr zu erstellen. Und es kommt noch schlimmer: Wird so weitergewirtschaftet wie bisher, droht in acht Monaten die Zahlungsunfähigkeit.