Zur Hundestaffel kam Nicole Bauer eher durch Zufall. Anzeigen auf Facebook machten die Mechatronikerin auf die Organisation aufmerksam und daraufhin nahm Bauer mit der Staffelführerin in Feldkirchen Kontakt auf. Zuerst musste geklärt werden, ob sich Bauers Hund überhaupt für die Hundestaffel eignet. Dann konnte gemeinsam mit Mischlingshund Nero mit dem Training begonnen werden.

Trainiert wird bei der Hundestaffel zweimal wöchentlich, davon einmal am Platz, die Gewandtheit und einmal im Wald, das Suchen von Personen. Das nimmt ungefähr vier bis fünf Stunden in der Woche in Anspruch. "Es kommt immer darauf an, wie viele Hunde da sind, je mehr Hunde, desto länger brauchen wir", erzählt Bauer.
Die Österreichische Rettungshundebrigade Feldkirchen (ÖRHB) hat rund zehn Mitglieder, davon sind sieben einsatzfähig. Für die Einsatzfähigkeit müssen die Begleithundeprüfung, ein Eignungstest und die Einsatzfähigkeitsprüfung absolviert werden. Die Ausbildung dauert ungefähr eineinhalb bis zwei Jahre.

Die Hunderasse sagt wenig darüber aus, ob sich ein Hund für die Hundestaffel eignet, das hängt sehr vom jeweiligen Hund ab. "Ich habe gemerkt, dass es ihm gut gefällt und er blüht da richtig auf", erzählt Bauer über ihren fünfeinhalbjährigen Nero. Denn wenn es ihrem Hund bei der Hundestaffel keinen Spaß machen würde, würden die beiden damit wieder aufhören. Durch das Training haben die zwei gelernt zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu vertrauen und ihre Beziehung wurde gestärkt.

Der 25-Jährigen bedeutet es viel, dass sie jetzt, mit ihrem eignen Hund, an Einsätzen teilnehmen kann. Wenn Bauer nicht gerade arbeitet, wird mit Nero trainiert, die beiden wandern aber auch viel. Die Hundeführerin ist außerdem gerade dabei, einen Motorradführerschein zu machen. "Bei den Ausfahrten mit dem Motorrad wird dann Nero aber nicht dabei sein", sagt Bauer, die aus Passering kommt.

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