Die anhaltende Trockenheit zeigt ihre Folgen. In der Mürzzuschlager Au war im Bereich Kaiserstein am Mittwoch der nächste Waldbrand ausgebrochen.

Um 21.58 Uhr heulte die Sirene für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mürzzuschlag, bereits während der Anfahrt wurde auf Abschnittsalarm erhöht. Am Einsatzort angekommen, starteten die Einsatzkräfte umgehend mit der Brandbekämpfung.

Steiles Gelände erschwerte Einsatz

Der Einsatz war aufgrund des steilen Geländes besonders herausfordernd. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde zudem weiter nach Glutnestern Ausschau gehalten. Um 1 Uhr konnte von den Feuerwehrleuten „Brand aus“ gemeldet werden. Insgesamt waren sieben Feuerwehren mit insgesamt 100 Mitgliedern im Einsatz.

Was genau zum Brand führte, ist bisher unklar. Der Verdacht liegt jedoch nahe, dass die Trockenheit mitverantwortlich dafür ist. Ein Einzelfall ist der Waldbrand in Mürzzuschlag jedenfalls nicht. „Die Lage ist sehr prekär“, bestätigt auch Dieter Pilat das düstere Lagebild. Der Brucker war jahrelang als Einsatzoffizier in der steirischen Waldbrandbekämpfung tätig und ist heute als Experte international für die Europäische Union unterwegs

Feuerwehren rüsten sich

Gegenüber der Kleinen Zeitung erklärt Pilat, dass aufgrund des Windes derzeit bereits ein kleiner Funke ausreichen könne, um dafür zu sorgen, dass sich ein Feuer schnell verbreitet. Bürgerinnen und Bürger sind demnach weiterhin zu äußester Vorsicht angehalten.

Um dafür zu sorgen, dass Feuerwehren noch besser auf die Brände vorbereitet sind, ist man derzeit unter anderem dabei, für Einsatzleiter einen eigenen Lehrgang speziell für Waldbrände auszuarbeiten.