Seit dem späten Nachmittag tobt in Rettenegg (Bezirk Weiz) ein großer Waldbrand. 16 Feuerwehren aus der Steiermark und Niederösterreich sind mit mehr als 200 Personen und 36 Fahrzeugen im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Eine Waldfläche von rund acht Hektar ist betroffen. Kommandant Herbert Eichtinger der FF Rettenegg spricht vom größten Waldbrand, den er bisher erlebt hat. Aufgrund des steilen Geländes und des starken Windes gestalteten sich die Löscharbeiten als sehr schwierig.

Drei Hubschrauber des Innenministeriums unterstützten die Löscharbeiten
Drei Hubschrauber des Innenministeriums unterstützten die Löscharbeiten © BFV Weiz

Drei Hubschrauber des Innenministeriums wurden angefordert und leisten seit 18 Uhr Löscharbeiten von der Luft aus. Auch der erste Waldbrandzug des Bereichsfeuerwehrverbandes Weiz mit insgesamt 50 Personen ist im Einsatz. Die L407 Feistritzsattelstraße musste aus Sicherheitsgründen für den Verkehr vorübergehend gesperrt werden.

16 Feuerwehren mit mehr als 200 Einsatzkräften kämpfen gegen die Flammen
16 Feuerwehren mit mehr als 200 Einsatzkräften kämpfen gegen die Flammen © BFV Weiz

Ausgelöst worden sein dürfte der Brand von einer gekappten Stromleitung. „Ein Baum ist draufgefallen. Am Boden hat die gekappte Stromleitung Funken geschlagen, die den Waldboden entzündet haben“, berichtet Lukas Gammel, Pressebeauftragter des Bereichsfeuerwehrverbandes Weiz. Ein Forstarbeiter alarmierte die Feuerwehr. Aufgrund der Trockenheit und des Windes breitete sich das Feuer rasch aus.

Auch Drohnen mit Wärmebildkameras sind im Einsatz
Auch Drohnen mit Wärmebildkameras sind im Einsatz © BFV Weiz

Brand unter Kontrolle

Gegen 20 Uhr vermeldete die Feuerwehr, dass der Waldbrand unter Kontrolle sei. Nun werden Nachlöscharbeiten durchgeführt. „Gerade wird der Waldboden mit der Hand umgearbeitet, um Glutnester unter den Wurzelstöcken aufzuspüren und zu löschen", erklärt Gammel. Große Baumstämme müssen aufgesägt werden, um ein erneutes Ausbreiten des Brandes zu verhindern. Drohnen sind mit Wärmebildkameras im Einsatz, um Glutnester und mögliche Brandherde zu lokalisieren.

Über Nacht wird eine Brandwache eingerichtet. Am Mittwoch wird sich gegen 7 Uhr früh der zweite Waldbrandzug des Bereichsfeuerwehrverbandes Weiz auf den Weg nach Rettenegg zur Brandbekämpfung machen. „Das Gebiet wird dann nochmals durchgegraben. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis Mittwochmittag andauern", schätzt Kommandant Eichtinger die Lage am Dienstagabend ein. Die L 407 wird voraussichtlich noch bis 22 Uhr gesperrt sein.

Auch beim Waldbrand in Eisbach-Rein (Graz-Umgebung) ist ein Brand Aus noch lange nicht in Sicht. Bereits seit elf Tagen versuchen Feuerwehren aus der ganzen Steiermark den Waldbrand auf einer Fläche von 70 Hektar zu löschen. Zuletzt waren 60 Feuerwehrleute im Einsatz um Glutnester zu löschen.