Waldbrand. Dieses Einsatzstichwort ist den Feuerwehreinsatzkräften in der Steiermark in den letzten Wochen wohl schon viel geläufiger als ihnen lieb ist. Am Samstagabend brannte erneut ein Waldabschnitt, diesmal im Bezirk Südoststeiermark.
Wie die Polizei berichtet, geriet ein knapp 4000 Quadratmeter großes Waldstück in Magland in Brand. Dabei handelt es sich um einen frisch aufgeforsteten Mischwald, der von einem Wanderweg des Maria-Theresianischen-Grenzwanderwegs umgeben ist.
Elf Feuerwehren mit mehr als 100 Kräften im Einsatz
Entdeckt wurde das Feuer von einem Radfahrer, der sofort die Einsatzkräfte alarmierte. Mehr als 100 Kräfte von elf umliegenden Feuerwehren standen im Einsatz um die Flammen zu bekämpfen. Wie die Feuerwehr Hohenbrugg, die die Einsatzleitung inne hat, mitteilt, war bereits bei der Anfahrt ein großer Brand zu vermuten.
Als die ersten Kräfte eintrafen, hatte sich der Brand bereits auf ein rund einen Hektar großes Gebiet ausgedehnt. Daher wurden sofort weitere Kräfte angefordert, während mit den Löscharbeiten begonnen wurde.
Löschwasserversorgung mittels Pendelverkehr und Zubringleitung
Da das Gebiet sehr abgelegen ist, musste zunächst einmal die Versorgung mit Löschwasser sichergestellt werden. Sie wurde mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr sowie über eine rund 500 Meter lange Zubringleitung sichergestellt.
Videocredit: Christoph Pirstinger
Neben der Freiwilligen Feuerwehr Hohenbrugg stand auch der Waldbrandzug des Bereichsfeuerwehrverbandes Feldbach mit den Feuerwehren Fehring, Johnsdorf-Brunn, Kapfenstein, Mahrensdorf, Pertlstein, Pretal, Unterlamm sowie Weinberg an der Raab im Einsatz. Um die Lage aus der Luft abschätzen zu können, kam auch eine Drohne der Feuerwehr Hatzendorf zum Einsatz. Auch Wärmebildkameras wurden benutzt, um Glutnester aufzuspüren.
Ausbreitung auf weitere Waldstücke verhindert
Sie konnten die Ausbreitung des Brandes auf angrenzende Waldstücke verhindern. Nach rund vier Stunden war der Brand gelöscht. Die Einsatzkräfte hielten aufgrund der hohen Waldbrandgefahr dennoch über Nacht eine Brandwache. Dabei lag der Fokus vor allem auf umfangreichen Nachlöscharbeiten, bei denen verbliebene Glutnester im Boden und in Wurzelstöcken gezielt aufgespürt und abgelöscht wurden.
Auch Sonntagfrüh ist nach wie vor eine Brandwache vor Ort wie Christian Karner, Pressedienst des Bereichsfeuerwehrverbands Feldbach mitteilt. „Am Vormittag wir nochmals der ganze Berich nach Glutnestern durchsucht. Noch ist nicht ‚Brand aus‘“, sagt Karner.
Waldbrand forderte keine Verletzten
Verletzt wurde niemand. Das Rote Kreuz, das vorsorglich mit zwei Rettungsfahrzeugen vor Ort war, konnte ohne Patienten wieder abrücken. Die Höhe des entstandenen Schadens ist, genauso wie die Brandursache, noch Gegenstand von Ermittlungen.