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In Eisbach-Rein brennen 70 Hektar Fläche; weitere Brände in der Steiermark

300 Feuerwehrleute sind auch an Tag vier des Waldbrandes in Eisbach-Rein im Einsatz, inzwischen kamen auch Drohnen zum Einsatz. Auch in der restlichen Steiermark kam es zu mehreren Bränden aufgrund der Trockenheit.

Die Arbeiten im steilen Gelände sind herausfordernd, die Bergrettung sichert die Feuerwehrleute
© APA / Thomas Zeiler
Die Arbeiten im steilen Gelände sind herausfordernd, die Bergrettung sichert die Feuerwehrleute
Simone Rendl
Redakteurin Bundesland Steiermark

Seit vier Tagen herrscht Ausnahmezustand in Eisbach-Rein in Graz-Umgebung. Der Waldbrand hält immer noch die Einsatzkräfte auf Trab. Von Sonntag auf Montag hat sich das Feuer ausgeweitet, inzwischen sind nicht mehr 50, sondern 70 Hektar Fläche betroffen. „Fünf Hubschrauber und 300 Feuerwehrleute arbeiten bereits den ganzen Dienstag unermüdlich“, vermeldet Herbert Buchgraber, Feuerwehrsprecher für den Bereich Graz-Umgebung. In der Nacht wurden Drohnen eingesetzt, um nach Glutnestern zu suchen.

Seit sieben Uhr morgens sind die steirischen Wehren auch an Tag vier im Dauereinsatz, am Vormittag rückte Unterstützung aus den Bezirken Leoben, Liezen, Judenburg und Voitsberg an. „Über den Tag wird dann wieder rotiert“, so Buchgraber. Eine gute Nachricht hat er allerdings: „Von Montag auf Dienstag hat sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet.“

Feuerwehren aus der ganzen Steiermark sind in Eisbach-Rein im Einsatz
© Presseteam Bfvra / Konrad
Feuerwehren aus der ganzen Steiermark sind in Eisbach-Rein im Einsatz

Neben den Hunderten Feuerwehrleuten ist auch die Bergrettung im Gelände unterwegs, aufgrund des steilen Terrains müssen die Feuerwehrleute gesichert werden. „Da sind wir auf die Hilfe der Bergretter angewiesen“, erklärt Buchgraber. Die Arbeiten auf den abschüssigen Hängen sind herausfordernd und gefährlich, so der Sprecher. Auch das Rote Kreuz und die Polizei sind vor Ort. Verletzte sind bislang keine zu beklagen, ist Buchgraber erleichtert. „Das sehen wir als sehr positiv, wir treffen die wichtigsten Vorkehrungen, um Verletzungen zu vermeiden.“

Waldbrand: Wind macht Feuerwehren Sorgen

Wind erschwerte in den ersten Tagen die Löscharbeiten, im Moment ist es ruhig, vermeldet der Sprecher. Die Angst vor neuen Böen bleibt allerdings. „Für den Dienstagabend und den Mittwoch haben sich wieder Böen angekündigt, wir hoffen, dass diese nicht zu stark ausfallen.“ Laut den Prognosen der Geosphere Austria nimmt der Wind erst im Laufe des Mittwochs wieder mehr an Fahrt auf, mit 20 bis 30 km/h könnte dieser über das betroffene Gebiet fegen. Der Höhepunkt sollte laut Prognosen kurz vor Mitternacht am Mittwoch erreicht sein.

Kein Aufatmen also für die steirischen Wehren. Gegen Dienstagabend könnten einige Tropfen Regen fallen, bei Weitem nicht genug, um den Einsatzkräften unter die Arme zu greifen. Schon am Mittwochnachmittag sinkt die Schauerwahrscheinlichkeit gegen Null, die Sonne setzt sich immer häufiger durch und die Temperaturen liegen bei zehn bis 15 Grad.

Tipps der Feuerwehr

  1. Kein offenes Feuer in Waldnähe: Bereits kleinste Funken können bei Trockenheit großflächige Brände verursachen.
  2. Rauchen im Wald vermeiden: Glimmende Zigarettenreste stellen eine erhebliche Brandgefahr dar.
  3. Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen: Heiße Fahrzeugteile können Vegetation entzünden.
  4. Grillen nur an ausgewiesenen Stellen: Improvisierte Feuerstellen sind bei Trockenheit besonders riskant.
  5. Keine Glasflaschen oder -behälter zurücklassen: Sie können durch Sonneneinstrahlung wie Brenngläser wirken.
  6. Behördliche Warnstufen beachten: Offizielle Hinweise und Verbote sind unbedingt einzuhalten.
  7. Rauch oder Feuer sofort melden: Eine frühzeitige Alarmierung über den Notruf 122 ermöglicht ein rasches Eingreifen.

Waldbrand in Mitterlobming verhindert

Durch die Trockenheit spitzt sich die Situation inzwischen auch in anderen Bezirken zu. In Mitterlobming im Murtal konnten Feuerwehrleute aus Großlobming, Kleinlobming, Apfelberg, Knittelfeld und St. Margarethen gerade noch einen Waldbrand verhindern. 32 Einsatzkräfte konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und Schlimmeres verhindern. Auf der Südbahnstrecke zwischen Krieglach und Mürzzuschlag ist unterdessen am Dienstag wegen eines Bahndammbrands der gesamte Zugverkehr zum Erliegen gekommen.

In Mitterlobming konnte ein Waldbrand gerade noch verhindert werden
© Thomas Zeiler
In Mitterlobming konnte ein Waldbrand gerade noch verhindert werden

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