Der sehnlichst erhoffte Regen ist ausgeblieben, nicht einen halben Liter pro Quadratmeter hat es am Dienstag an Niederschlag gegeben, wie der Meteorologe Christian Pehsl von der Geosphere Austria informiert. „Und auch in den kommenden Tagen ist nicht mit Regen zu rechnen“, informiert er. Schlechte Nachrichten für die Hunderten Feuerwehrleute in Eisbach-Rein, die immer noch unermüdlich daran arbeiten, den Waldbrand einzudämmen, der seit Tagen auf einer Fläche von 70 Hektar wütet.
„Wir versuchen stetig Glutnester, die in der Nacht mit der Drohne gefunden werden, zu löschen“, so Herbert Buchgraber, Sprecher des Bereichsfeuerwehrverbands Graz-Umgebung. Eine Sisyphos-Arbeit, noch immer sind 250 Einsatzkräfte und vier Hubschrauber vor Ort. Seit Dienstag unterstützt auch ein „Black Hawk“ des Bundesheeres die Löscharbeiten, er kann bis zu 3000 Liter Löschwasser transportieren.
Feuer legen in Waldnähe: 7270 Euro Strafe
Die anhaltende Trockenheit betrifft nicht nur Eisbach-Rein, auch in anderen Bezirken wird es kritisch. Erst gestern brach auf der Südbahnstrecke ein Bahndammbrand aus. Das Land Steiermark verweist darauf, dass die Waldbrandverordnung in allen Bezirken in Kraft ist und appelliert vermehrt zur Vorsicht. „Die Böden sind ausgetrocknet, die Vegetation ist hoch entzündlich – wir haben es mit einer realen und ernstzunehmenden Gefahr zu tun. Schon ein kleiner Funke kann bei so Trockenheit verheerende Folgen haben“, betont Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer.
Die Verordnung verbietet strikt das Entzünden von Feuer sowie das Rauchen im Wald, in der sogenannten Kampfzone des Waldes, und – bei entsprechender Gefährdungslage – auch in Waldnähe. Dieses Verbot gilt für alle Personen, auch für jene, die grundsätzlich zum Entzünden von Feuer im Wald befugt wären. Verstöße sollen laut Schmiedtbauer streng geahndet werden. Geldstrafen von bis zu 7270 Euro können auf Personen zukommen, die sich nicht an die Regelung halten. „Wer sich nicht an die Vorschriften hält, riskiert nicht nur hohe Strafen, sondern gefährdet auch Menschenleben, unsere Natur und die Existenzgrundlage vieler Betriebe“, so Schmiedtbauer.
Die Gefahr wird die Steiermark auch in nächster Zeit begleiten, glaubt man der Prognose der Meteorologen. Bis in die kommende Woche hinein ist Niederschlag Mangelware – oder gar nonexistent. „Das Wochenende wird mit 25 Grad und strahlendem Sonnenschein traumhaft schön, aber es fehlt überall an Niederschlag. Dieser würde gerade dringend gebraucht werden“, so Pehsl.