Waldstück in Stainz fing Feuer: Jäger begann mit Löscharbeiten
Die Polizei ermittelt derzeit die Brandursache, weist jedoch einmal mehr auf die bestehende Waldbrandverordnung hin.

Die Trockenheit der vergangenen Tage und Wochen sorgt weiterhin für Gefahr in der Steiermark. Während der Waldbrand in Eisbach-Rein zum größten Feuerwehreinsatz in der Geschichte des Bundeslandes wurde, mussten am Samstag auch in Stainz im Bezirk Deutschlandsberg die Einsatzkräfte ausrücken.
Gegen 11 Uhr geriet ein Waldstück bei Trog im Gemeindegebiet von Stainz in Brand. Das Feuer ist in der Nähe einer Teichhütte im Wald ausgebrochen. Glücklicherweise wurde es jedoch umgehend von einem Zeugen bemerkt, der die Rauchwolke sah und einen Jäger aus der Umgebung alarmierte.
Brand wurde schnell gelöscht
Nachdem der Jäger den Brand feststellte, begann dieser bereits selbst mit Löscharbeiten und verständigte parallel die Feuerwehren Wald bei Stainz sowie Stainz. Diese konnten den Brand binnen kurzer Zeit löschen, um 12.45 Uhr wurde Brand aus gemeldet.
Die Brandursache ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen. Die Polizei weist jedoch abermals auf die bestehende Waldbrandverordnung des Landes hin. Das Entzünden von Feuer sowie das Rauchen im Wald bzw. in Waldnähe ist strikt verboten. Bei Missachtung drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 7.270 Euro bzw. Ersatzfreiheitsstrafen von bis zu vier Wochen.
Waldbrandexperte Harald Schaden fordert indes Löschteiche , um Brände in Zukunft noch schneller unter Kontrolle zu bekommen. Jedoch sind bei dieser Forderung einige Fragen offen, beispielsweise wie viele Löschteiche es in der Steiermark bräuchte. Schaden schwebt jedenfalls eine Regelung ähnlich jener beim vorbeugenden Brandschutz im Baugesetz vor. Fest steht für ihn: Das Anlegen der Löschteiche müsste verpflichtend sein. Eine reine Freiwilligkeit reiche nicht aus.