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"Gute Auslastung"Magna-Boss Apfalter schließt massiven Job-Abbau in Graz aus

Der Europa-Chef des austro-kanadischen Autozulieferers Magna, Günther Apfalter, schließt einen massiven Jobabbau bei Magna Steyr in Graz aus.

Europa-Präsident Günther Apfalter   oliver wolf foto gmbh
Europa-Präsident Günther Apfalter ©  oliver wolf foto gmbh
 

Mitte November hatte der Konzern bereits entsprechende Medienberichte dementiert. "Zum jetzigen Zeitpunkt schließe ich aber aus, dass ich mich in den nächsten Wochen hinstelle und einen größeren Stellenabbau verkünde", sagte Europa-Chef Günther Apfalter dem "Trend".

Mehrere Medien hatten berichtet, dass bei Magna in Graz ein Abbau von 1800 Jobs - das sind alle Leiharbeitsstellen - droht. "Das ist komplett aus der Luft gegriffen. Ich habe das dieser Tage auch dem steirischen Landeshauptmann, seinem Stellvertreter und dem FPÖ-Landeschef gesagt", sagte der Magna-Europa-Chef dem Wirtschaftsmagazin "Trend". Die Zahl der Zeitarbeiter könnte aber etwas reduziert werden. "Je nach Produktionsplanung unserer Kunden werden wir möglicherweise die Zahl der Leiharbeiter anpassen, die ja, wie der Name schon sagt, für eine bestimmte Zeit eingesetzt werden."

Mit der Auftragslage im steirischen Werk zeigte sich Apfalter zufrieden. "Wir haben in Graz eine gute Auslastung, sind aber trotzdem Tag und Nacht mit dem Ziel unterwegs, neue Aufträge hereinzuholen." Magna werde 2019 in Graz das geplante Volumen produzieren. Auch in Zukunft sollten zahlreiche Aufträge hereinkommen. "Mit BMW haben wir -genauso wie mit Mercedes oder Jaguar Land Rover -gültige Verträge, die noch einige Jahre laufen."

Bei Magna-Steyr in Graz waren zuletzt knapp 10.000 Personen beschäftigt. Das Grazer Werk ist der einzige Standort von Magna, in dem komplette Fahrzeuge zusammengebaut werden. Neben dem 5er-BMW fertigt das Werk auch den Z4. Weiters werden noch der Jaguar I-Pace und E-Pace, die Mercedes G-Klasse sowie der Toyota GR Supra produziert.

Die Autozulieferindustrie ist ein wesentliches Standbein der österreichischen Industrie. Im Vorjahr lag der Produktionswert bei 24,4 Mrd. Euro, ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2017. Rund 80.000 Menschen arbeiten in der Autoindustrie in Österreich.

Kommentare (1)

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leserderzeiten
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Massiv ist halt relativ.

Für den einen sind 100 massiv, für den anderen 1000.

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