AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Politische AufregungWieder Spekulationen um Jobabbau bei Magna

Die Krise der Automobilbranche dürfte sich nun auch auf Magna durchschlagen. Es gibt Spekulationen zu Jobabbau bei Leiharbeitern.

Der 5er-BMW scheint sich nicht so gut zu verkaufen, wie erwartet
Der 5er-BMW scheint sich nicht so gut zu verkaufen, wie erwartet © Magna, Tom Schuller
 

Bei Magna in Graz sollen laut einem Bericht des "Kurier" rund 1.800 Jobs wackeln. Was an der Sache dran ist, wollte das Unternehmen am Dienstag auf Nachfrage nicht mitteilen: "Wir werden uns an den Gerüchten und Spekulationen nicht beteiligen. Sollte es von unserer Seite etwas zu kommunizieren geben, werden wir dies auch tun." Betroffen sollen vor allem Leiharbeiter sein.

Ursache für Kündigungen ist augenscheinlich die Krise in der Automobilbranche, die auch andere namhafte Unternehmen im In- und Ausland bereits getroffen hat. Der Jobabbau bei Magna in Graz soll dem Vernehmen nach nicht mehr vor der Landtagswahl am 24. November öffentlich kommuniziert werden, damit daraus keine politischen Wellen entstehen, zitiert der "Kurier" einen Insider. Schon Mitte September gab es Gerüchte um den Abbau von 700 Arbeitskräften in Graz-Thondorf.

KPÖ fordert Gipfel mit Magna

"Kein Wunder, dass es die ÖVP mit der Neuwahl so eilig gehabt hat", teilte KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler am Dienstag in einer Aussendung mit. "Denn das Land hat Magna regelmäßig mit Millionenförderungen bedacht. Deshalb wird es auch nicht reichen, wieder nach dem Bund und dem Land zu rufen, um Stiftungen und Sozialpläne zu bezahlen. Der Konzern muss auch selbst Verantwortung für die Beschäftigten übernehmen." KPÖ und Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB) hätten die Landesregierung und den ÖGB schon im September aufgefordert, einen Gipfel einzuberufen und zusammen mit dem Magna-Konzern über Alternativen zu beraten. Geschehen sei bisher nichts.

Bereits vor einem Monat gab es berichte darüber, dass vor allem die Nachfrage nach dem 5er-BMW schwach sei und sich der Autobauer daher überlege, die Limousine nur noch in eigenen Werken zu montieren.

"Es ist hoch an der Zeit, Alternativen zu suchen. Für Graz und die Steiermark steht viel auf dem Spiel. Auf ein Wunder zu hoffen, wird die Arbeitsplätze bei Magna nicht retten. Die Landesregierung muss jetzt die Initiative ergreifen und mit Magna und dem ÖGB einen Plan erarbeiten, um die Abhängigkeit von einer krisengeschüttelten Automobilbranche zu verringern," so Claudia Klimt-Weithaler.

Magna-Betriebsrätin Hilde Tragler vom GLB meinte: "Die Automobilindustrie ist in der Krise. Alleine auf dieses Segment zu setzen, wäre kurzsichtig und nicht im Sinne der Kolleginnen und Kollegen. Es ist an der Zeit, auch über neue Produktionsbereiche nachzudenken. Das ist der Konzern den Beschäftigten schuldig."

Bei Magna in Graz werden laut einem Sprecher derzeit rund 9.000 Mitarbeiter beschäftigt, wobei Leiharbeiter hier schon eingerechnet sind. Im März 2018 lag der Mitarbeiterstand bei etwa 9.700 Beschäftigten.

 

Kommentare (11)

Kommentieren
money240
0
2
Lesenswert?

Leihpersonal wird nicht gekündigt, es wird an die Firma zurückgestellt!!

Leihpersonal wird nicht bei der Firma gekündigt, wo sie verliehen sind. Leihpersonal wird an die Leihfirma zurückgestellt. Warum sollte die Firma die sich Leihpersonal holt auch um deren Weiterbeschäftigung kümmern, wenn sie sowieso schon einen höheren Preis bezahlt.
Aber es sind ja bald Wahlen und da ist dieses Thema sehr wichtig.

Antworten
scionescio
9
10
Lesenswert?

Und täglich grüßt das Murmeltier ...

... die Subventionen und Förderungen sind eingesackt, die Gewinne steuerschonend aus Österreich wegtransferiert und wenn das Management wieder einmal danebengegriffen hat, darf sich der Steuerzahler um die Arbeitslosen kümmern... mit solchen Politikern ist halt leicht wirtschaften!

Antworten
Miraculix11
0
3
Lesenswert?

Dass Magna vorher 9000 Mitarbeiter eingestellt hat

Das lassen einige völlig außer Acht. Aber wehe einige sollten wieder gekündigt werden dann gibts die große Aufregung.

Antworten
Balrog206
1
5
Lesenswert?

Tja

Wer in Ö einige hundert bis tausende Mitarbeiter in der Hand hat wird bei Förderungen gut bedient ! Kleine und mittlere Unternehmen bekommen nix bis peanuts außer man erfindet das Rad neu !
Transparenz wieviel da gefördert wird wäre interessant !
Ohne solche Großbetriebe würde es aber auch düster aussehen im Land !

Antworten
Christian67
2
6
Lesenswert?

siehe anbei...


soviel zum Kleine Zeitung Artikel...
"Der 5er-BMW scheint sich nicht so gut zu verkaufen, wie erwartet "

September 2019: BMW steigert Absatz weltweit um 4,8 Prozent
Zum Abschluss des dritten Quartals hat BMW mit einem starken September 2019 den Kurs auf einen neuen Absatz-Rekord bestätigt. Weltweit stiegen die Verkaufszahlen um 4,8 …

Antworten
Miraculix11
0
2
Lesenswert?

Angeblich hat BMW mehrere Modellreihen

Aber das wird wohl ein Gerücht sein :-)

Antworten
gRADsFan
8
7
Lesenswert?

Wäre an der Zeit auch mal Züge, Bims, etc. zu bauen ...

.

Antworten
Geerdeter Steirer
0
9
Lesenswert?

@gRADsFan........... ????

Ein unqualifizierter a-typischer Kommentar deiner Seite, was soll so ein Humbuk!!

Bitte mach dich mal schlau wo.....wer......was bei Zügen und Bims erzeugt und montiert und dnn kommentiere und interpretiere mal was wirklich g'scheites!
In Graz z.B. ist meines Wissens nur Siemens (ehemalig SGP) mit der Produktion von Hightech Drehfahrgestellen für Züge damit beschäftigt!

Antworten
scionescio
7
1
Lesenswert?

@Geerdeter Steirer: so verkehrt finde ich den Kommentar nicht ...

... das Magna Management positioniert sich ideenlos als verlängerte Werkbank und ist damit den Auftraggebern, die auf diese Art das Know-How des eigenen Stammpersonals absichern, hilflos ausgeliefert... aber wer so gute Kontakte zur Politik hat, braucht anscheinend keine zukunftsorientierte Businesspläne!

Antworten
Geerdeter Steirer
2
6
Lesenswert?

Als Auftragsfertiger bist indirekter Sklave des Auftragsgebers, ............

alles andere hat der werte "Herr Strohsack" (Stronach) veräussert und damit Magna Steyr Graz um den obligatorischen Buchhaltungseuro erworben, das so eine Abhängigkeit von den Auftraggebern entstand entsprang auch seiner Philosophie !

Die Politik hat wie immer auch die Finger im Spiel, wenn jedoch schlechtere Zeiten anbrechen hörst von den Politikern wenig bis gar nichts !
Die stehen nur künstlich grinsend da wenn es um ein Photo für die Mediale Welt geht !

Antworten
einmischer
2
4
Lesenswert?

scionescio

Vielleicht sollten Sie Waggons für die Rollende Landstrasse bauen.
Wie sonst sollen in Zukunft unser östlichen und nördlichen Nachbarn in unsere Schigebiete, an unsere Seen oder nach Bibione kommen?
Oder fahren die auch schon in naher Zukunft mit Atomstrom?

Antworten