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PorträtTesla-Chef Elon Musk: Zwischen Genie und Wahnsinn

Mit Tesla noch nie Jahresgewinn erzielt. Hochriskante Geschäfte und Zukunftsvisionen.

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Tesla-Chef Elon Musk © APA/AFP/ROBYN BECK
 

Elon Musk ist der Superstar der Tech-Szene - der Tesla-Chef wird von seinen Anhängern mit Unternehmerlegenden mit Steve Jobs, Henry Ford und Thomas Edison verglichen. Der Selfmade-Milliardär, dessen Vermögen "Forbes" zuletzt auf 22,1 Mrd. Dollar (19,1 Mrd. Euro) schätzte, hat diverse Großprojekte am Laufen, die er mit missionarischem Eifer betreibt.

Doch der schillernde Tech-Unternehmer ist durchaus nicht unumstritten. Mit Tesla will er die E-Mobilität in den Massenmarkt bringen, seine Raumfahrtfirma SpaceX soll Menschen zum Mars fliegen. Mit der Boring Company will Musk Verkehrschaos durch Tunnel beseitigen und so den Personentransport revolutionieren. Passend dazu dachte sich der 47-Jährige den Hyperloop aus - eine Art futuristische Rohrpost, die Menschen im Eiltempo befördern soll. Darüber hinaus unterstützt Musk eine Initiative, die künstliche Intelligenz sicher machen soll.

Der Tesla-Chef gilt als Marketing-Genie und setzt bei seinen PR-Aktionen - wie US-Präsident Donald Trump - mit Vorliebe auf den Kurznachrichtendienst Twitter, wo ihm 22,3 Millionen Nutzer folgen. Musk ist jedoch auch immer für einen Eklat gut. Zuletzt sorgte er für Empörung, als er im Zusammenhang mit dem Höhlen-Drama in Thailand einen Rettungsschwimmer, der ihn kritisiert hatte, als "Pädophilen" betitelte. Auch bei unangenehmen Medienberichten teilt er schon mal auf Twitter aus. Analystenfragen, die ihm nicht gefielen, lehnte er jüngst als "langweilig" und "nicht cool" ab.

Auch seine hochriskanten Geschäfte sind nicht unumstritten - einige Kritiker halten Musk sogar für einen Hochstapler. Tatsächlich hat er mit Tesla noch nie einen Jahresgewinn gemacht und seine Ziele häufig verfehlt. Sein Startkapital verdiente er als Mitgründer des Bezahldienstes Paypal, durch die Übernahme durch eBay im Jahr 2002 machte er ein Vermögen. Bei der US-Solarfirma SolarCity, die 2016 von Tesla geschluckt wurde, leistete er ebenfalls Geburtshilfe.

Der umtriebige Star-Unternehmer ist in den Medien allgegenwärtig. Wenn es um seine Firmen mal ruhig bleibt, sorgt sein Privatleben für Schlagzeilen - etwa durch Affären mit Hollywood-Schauspielerin Amber Heard oder Sängerin Grimes. Der gebürtige Südafrikaner und Vater von fünf Söhnen wanderte als Jugendlicher zunächst nach Kanada aus. Zwei Jahre später zog es ihn in die USA, wo er Physik und Wirtschaft an der University of Pennsylvania studierte.

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